*Eine
ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Beetlejuice / November 2003... Nein, solche
Gedanken verbot sie sich - schließlich seit 15 Jahren
verheiratet! Und doch: Gab es etwas, was sie vermißte?
O.k., an Schlaf war nicht mehr zu denken, die innere
Erregung war einfach zu groß. Sie konnte ihre Fantasien
einfach nicht abschalten. Liebevoller und doch
leidenschaftlicher Sex. Wild wie seine Haare.
Individueller Mann. Wilde Küsse. Nicht viel reden, kein
langes Vorgeplänkel. Er will mich! Ohne nachzudenken,
ohne Grübeleien, ohne weitere Verpflichtungen. Danach
geht er einfach. Fertig. Er will nicht lieb sein, nein,
er nimmt sie sich....
Ist es das, was sie vermißt? Immerhin schon mit 20
jahren geheiratet; für sexuelle Abendteuer blieb keine
Zeit. Kann man das nachholen - oder nein: Mußte man das
nachholen? Mit 35 fühlt sie sich wie 70: unlebendig und
unfrei.
Gott, je mehr sie an diese Begegnung dachte, desto
schneller schlug ihr Herz. Es gibt doch keine Zufälle,
oder? War sie ernsthaft verliebt? Ist das der Mann ihrer
Zukunft? Soll sie neu anfangen?
O.k., ermahnte sie sich, nun mal logisch: Was ist denn
Liebe? Ist es für eine dauerhafte Beziehung elementar,
leidenschaftlich gewesen zu sein? Liebe ich mein Leben,
meinen Mann noch?
Schon wieder streiften ihre Gedanken ab - dieser
fordernde Blick ließ sie nicht los. Wow, war dieser Mann
selbstsicher! Sie spürte ein lebendiges Prickeln am
ganzen Körper - der Gedanke, einfach fordern zu können,
zu wollen, nur mit dem Finger schnipsen zu können, um
dann etwas zu erreichen, war einfach, aber genial.
Ja, so fühlte sich das Leben mit 35 an: Sie hatte es
selber in der Hand! Ob sie es gleich morgen an der
Bushaltestelle testen wird?
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*Eine
ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Morgaine / März 2004... Er ging ihr
nicht aus dem Kopf, weil er sie so fordernd angeschaut
hat. Okay! "Keine weiteren schlaflosen Nächte,
lieber süße Träume oder heißen Sex", entschied
Frau. Und schlief ruhig ein.
Beschwingt erhob sie sich am Morgen aus dem Bett. Sie
hüpfte die Treppe ihrer Maisonette-Wohnung herunter.
Begrüßte Hund, Kater und Katze gleich mit zwei
Küsschen. Kaffeewasser aufgesetzt, ab ins Bad.
"Heute will ich besonders schön sein!"
Nach dem Frühstück begann das Herz Alarm zu schlagen :
"Was hast du nur vor?" Die Geadanken schlugen
Kapriolen: "Macht man nicht, Macht man doch..."
Ach, lasst mich doch. Schnell noch eine Extra-Portion
Chanel aufgesprüht und ab zur Haltestelle. Bum, bum
macht das Herzchen. Da steht er, der kesse Bube. Haare
schon am Morgen auf halb neun. "Die Jeans hat er
auch nicht gewechselt", flüstert ihr eine innere
Stimme. Egal. Jetzt oder nie.
Sie schenkt ihm ihr schönstes Lächeln. Er senkt den
Kopf. Damit hatte er wohl nicht gerechnet. Sie steigt in
den Bus. Er bleibt stehen.
Sie lächelt noch immer: "Schade, das wäre deine
Chance gewesen!"
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*Eine
ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
monSTAR / April 2004... Am nächsten
Morgen stand sie schnell auf und bereitete sich für die
Arbeitswelt vor. Da sie, durch die anstrengende Nacht,
nicht viel Schlaf bekommen hatte, stand sie fast zu spät
auf.
Auf der Strasse rennend läuft sie zum Bus, ohne sich an
den bestimmten Blick zu erinnern, welcher sie wieder
erwartet. Locker läuft sie in den Bus rein und greift in
ihre Tasche, um zu gucken, ob sie ihr Mobile ausgemacht
hat. Gleichzeitig setzt sie sich nach vorne, wo Platz
ist, ohne geringste Beachtung, wer neben ihr sitzt.
Sie sieht eine SMS und will in dem Moment lesen; doch
plötzlich ergreift sie eine Sekundenhitze. Sie spürt
einen Schlag ins Herz. Der bekannte Blick hat sie
getroffen. Es ist nah. Er sitzt genau neben ihr am
Fenster.
"Diese Scheiß-Hose", dachte sie plötzlich.
"Wieso trägt er die, er kann doch nicht
tatsächlich glauben, dass er je mit dieser Hose beachtet
wird. Über die Frisur will ich erst gar nicht
nachdenken. ... Oh oh ich glaube ich starre ihn schon die
ganze Zeit an."
"Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Sie scheinen
verwirrt zu sein!"
"Er hat mich angesprochen!", dachte sie,
"Uh, es wird langsam Zeit, dass ich endlich mal
weggucke".
"Wissen Sie was; falls Ihnen das noch niemand gesagt
hat, sitzt Ihre Jeans, die Sie schon drei Tage
hintereinander tragen, furchtbar."
Er guckt verschämt weg. Aber sie sieht seinen Blick
immer noch, vor ihren Augen.
"Seine Augen sind göttlich", dachte sie (von
sich selber überrascht), "seine halbgeöffnete
Lippen und die geraden, weißen Zähne zu der gebräunten
Hautfarbe sind wahnsinnig. Sein einmaliger Blick gibt mir
ein wohles und vor Glück springendes Gefühl. ... Ich
glaube, ich werde ihn für immer vermissen, wenn ich
plötzlich nie wieder von ihm hören werde."
"Jemand, der mir sehr nah stand, bzw. immer noch
steht, ist von mir fortgegangen. Ich fühle mich nicht
mit dieser Person vereint, wenn ich mal schicke Hosen
anziehe. Außerdem sind diese Jeans meine
Erinnerung!", sagte er überraschend und leise.
Sie war verblufft, und sie fühlte sich ungelegen.
"Sie müssen mir verzeihen!", sagte sie
ebenfalls ruhig, mit steigendem Blick von unten bis in
seine Augen.
Ungefähr eine Minute saßen sie ruhig nebeneinander. Es
ist schon Zeit, sie sieht ihre Haltestelle und sie wollte
nicht einfach so aus dem Bus aussteigen, sie würde es
bereuen. Sie könnte sich auf der Arbeit nicht mehr
konzentrieren...
Sie ist bereits aufgestanden, ging langsam zum Ausgang...
Doch dann plötzlich wendet sie sich um und alles läuft
nach ihrem Gefühl.
"Ich habe eine Frage an Sie, die sie mir heute Abend
beantworten werden", sagt sie zu ihm mit einem
sanften Lächeln. Auf einmal streckt sie ihm ihre Hand
mit dem Handy rüber und sagt, "Meine Nummer kenne
ich. Behalten Sie es bitte bis heute Abend. Eine gewisse
Celina wird Sie anrufen und Ihnen diese Frage
stellen." Sie geht los, sagt zu ihm umdrehend und
leise: "Celina, das bin ich!"
... So war es auch. Sie hat ihn angerufen und ihre Frage
gestellt: "Warum haben Sie mich so angesehen, dass
es bis zum meinem Herzen durchdrang?"...
PS:
Alles beruhte auf Gegenseitigkeit. Der junge Mann hatte
sich mit dem ersten Blick in Celina verliebt und mit
ihrer Hilfe kommt er nun gut mit der Trauer über den Tod
seines Opas hinweg.
Celina ist überglücklich.
Fortsetzung?? --> weiterschreiben
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