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Liebesgeschichte - Neue Fortsetzung von:
'Eine ganz normale Begegnung...'

von *Orakel-im-Web* - Besuchern

 
*Eine ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Crissi / Mai 2006

Er lies sie nicht los, dieser Blick, dieses Gesicht. Sie schlug sich mehrer Nächte um die Ohren und immer im Hinterkopf die Gedanken, dass sie diesen Mann gar nicht kennt und auch wahrscheinlich nicht wiedersehen wird. Sie war verwirrt und wusste nicht wie es weiter gehn soll. Sie konnte nicht schlafen nicht essen und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen, ohne an diesen Unbekannten zu denken. Der ihr aber sehr verbunden und irgendwie bekannt war im Innern.
Sie fühlte sich ihm sehr hingezogen und um so mehr sie an ihn dachte, um so mehr verbreitete sich in ihr eine leichte aber entflammte erotische Energie. Sie verzehrte sich regelrecht nach ihm und musste ihn unbedingt wieder sehen. Sie ging von diesem Abend an immer wieder zu dieser Bushaltestelle. Als sie das erste Mal wieder dort stand, wartete sie. 2 Busse fuhren ab und sie ging wieder nach Hause zu ihrem Mann. Der wartete schon ungeduldig auf sie, da sie zu einem Geschäftsessen verabredet waren. Er fragte, wo sie denn gewesen sei, aber sie antwortete nur, dass er eine andere Krawatte nehmen soll, da das Hemd nicht dazu passe.
Sie hörte ihrem Mann nur mit halbem Ohr zu und dachte unentwegt an diesen Mann, dessen Gesicht sich tiefer und tiefer in ihr innerliches Auge einbrannte. Sie schreckte aus ihren Träumen auf - ihr Mann drängte von hinten, dass sie sich ihr Kleid anziehen solle, denn sie seien schon spät dran. Sie tat was er sagte.
Sie fuhren los, sie fuhren auch an dieser ereignisreichen Bushaltestelle vorbei. Sie konnte ihren Blick kaum von der Bushaltestelle losreissen, denn da stand er wieder. Er sah sie nicht, aber sie sah ihn und das genügte ihr zum ersten, weil sie ja nicht zu ihrem Mann sagen konnte: 'Du Schatz, bleib mal bitte stehen, da steht ein Mann, den ich körperlich sehr anziehend finde'.
Sie dachte sehr schnell nach, was sie denn jetzt machen könne. Wie von der Tarantel gestochen sagte sie: 'Fahr bitte zurück, ich habe was vergessen'- nur um ihn noch einmal zu sehen. Doch ihr Mann antwortete nicht, er schaute sie nur verdutzt an und fuhr weiter. Nach einer Weile fragte er, was sie denn vergessen haben, weil der Wein da war und die anderen kleinen Mitbringsel auch.
Sie antwortete, dass sie ihre zweite Strumpfhose vergessen hatte, falls ihre eine Laufmasche bekäme. Ihr Mann grinste und sagte: 'Du kannst dich glücklich schätzen so einen Mann zu haben' und schielte nur nach hinten auf die Rücksitzbank, wo ein Päckchen mit ihren allzu geliebten Netzstrumpfhosen lag. Sie küsste ihn und dachte 'Wenn du doch jetzt nur der Unbekannte wärst...'
Bei dem Geschäftsessen war sie kaum anwessend. Nach einer halben Stunde Aufenthalt informierte sie ihren Mann, dass es ihr nicht gut ginge und dass sie gerne nach Hause wolle. Er liess ihr ein Taxi rufen, da es ein sehr wichtiges Gespräch für ihn war. Sie bat den Taxifahrer, sie an der fünften Bushaltestelle raus zu lassen und dann stand sie wieder an dieser Bushaltestelle.
Allein und verzweifelt hin und her gerissen und verwundert, dass ihre Liebe zu ihrem Mann wohl doch nicht so stark sei. Sie machte sich Vorwürfe, warum sie so denkt wie eine 15jährige und sich einfach so in einen Wildfremden verlieben könne. Es schlug alles auf einmal auf sie ein. Den restlichen Weg legte sie zu Fuß zurück und dachte über sich und ihre Beziehung zu ihrem Mann nach. Wo sie doch schon so viel durchgemacht hatten und so viel geschafft und sich ein fast perfektes Leben aufgebaut hatten. Das einzige was fehlte, war noch ein Kind - aber sie fühlte sich noch nicht für ein Kind bereit, also liessen sie es noch bleiben. Sie weinte denn ganzen Weg bittere Tränen, weil sie es ihrem Mann mitteilen wollte, da sie noch nie irgendwelche Geheimnisse voreinander hatten. Doch dieses Mal war es anders, sie konnte es ihm nicht sagen. Am nächsten Morgen am Frühstückstisch fragte er, was mit ihr los gewesen sei, aber sie konnte nicht antworten. Sie rang mit sich, ob sie ihm erzählen solle, dass sie einem völlig Fremden hinterher gelaufen sei - weil sie sich in ihn verliebt habe. Dass sie ein Bauchkribbeln bekam, wenn sie an ihn diesen Fremden dachte, dass ihr heiß und kalt wurde. Dass sie seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen hat, nicht richtig essen konnte und in manchen Gedanken sehr intim mit diesem Mann wurde. Sie fühlte sich so verbunden zu diesem Mann, dass sie nicht wusste, wo ihr der Kopf stand.
Sie sagte ihrem Mann, dass sie einen leichten Migräneanfall gehabt habe.
Sie lag nach dem Früchstück in der Wanne und wartete darauf, dass ihr Mann zur Arbeit fuhr. Er war schon sehr spät dran, wie immer - er rief nur noch nach oben, dass er jetzt fahren würde und dann fiel die Tür auch schon zu. Sie blieb noch 10 Minuten in der Wanne und dann erschrak sie - sie war schon wieder in Gedanken bei diesem Mann. Sie ging aus der Wanne, zog sich an, machte sich fertig und ging zur Bushaltestelle. Sie sah einen Mann von weiter weg und dachte, es wäre ihr heimlicher unbekannter Geliebter. Sie ging zu ihm, tippte ihn an und fragte, warum er sie denn angegrinst hätte. Als der Herr sich umdrehte, erschrak sie und entschuldigte sich. Er war es nicht. Der Mann sprach nur noch: 'Ich war es zwar nicht, aber wenn sie schauen würden, so eine wunderschöne Frau kann man doch nur angrinsen.'
Das leider hörte sie nicht mehr, sie war sehr verlegen und erschrocken von sich selbst, dass sie so direkt auf einen Wildfremden los gegangen ist, nur um ihn zu fragen, warum er sie angegrinst hat.
Aber diesen Mann bekam sie trotzallem nicht aus ihrem Kopf. Den nächsten Tag blieb sie zu Hause, da es ihr noch zu unangenehm war, was sie gestern getan hatte. Die Tage darauf ging sie wieder hin, nur um zu sehen, ob er da sei. Und sie hatte Glück. Eines Tages stand er vor ihr, sie wurde verlegen, wurde rot, wusste nicht, was sie sagen sollte. Die letzten Tage schossen ihr durch denn Kopf, alles worüber sie nachgedacht hatte und was sie bereit wäre für einen wildfremden Mann aufzugeben. Eine Träne floss sehr zart und langsam über ihre Wange. Der Mann erkannte sie nicht, er wusste nicht, wer sie war. Sie drehte sich um, ging nach Hause und dachte noch einmal über das Ganze nach. Sie dachte, dass der Unbekannte gar nicht so besonders aussah und er hatte einer Frau mit Kinderwagen nicht geholfen, in den Bus zu kommen. Sie war entsetzt, dass sie so lange über so einen anscheinend nicht gut erzogenen Herrn nachgedacht hatte und sich Fantasien über ihn, mit ihm in ihrem Kopf abspielten.
Sie dachte den ganzen Tag darüber nach und kam zu dem Entschluß, dass es falsch war, sowas zu denken und ihren Mann so zu vernachlässigen. Sie weinte vor Trauer. Diese Geschichte würde sie mit ins Grab nehmen und nie wieder jemandem erzählen.
Den Mann traf sie nie wieder und sie vergass ihn auch sehr schnell. Dass die Liebe zu ihrem Mann doch sehr viel stärker war, als sie es eine Zeitlang fühlte, stellte sich nach ein paar Wochen heraus: Sie war schwanger und die Hormone waren wohl sehr durcheinandergewürfelt.
Jetzt fühlte sie sich bereit. Bereit für ein Kind und bereit, mit ihrem Mann einen Neuanfang zu starten.

Ende dieser Fortsetzung

*Eine ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Sisters / Juli 2006

...Sie dachte die ganze Nacht an ihn und morgens sah man ihr das auch an. Sie hatte die Augenringe unter ihren Augen doch ein breites Lächeln spiegelte sich über ihr Gesicht. Heute, so hatte sie es entschieden, würde sie den Unbekannten ansprechen. Ihn nach seinem Namen fragen und sich mit ihm verabreden, falls er sich so wie in ihrer Vorstellung erwies.
Doch als sie an der Bushalte stand bemerkte sie, dass er nicht alleine dastand. Bei ihm stand ein Junge. Sie unterhielten sich leise, ja sie flüsterten sogar. Sie bekam weiche Knie und ihr war gar nicht mehr wohl bei dem Gedanken in seiner Nähe zu sein. Auf der einen Seite sehnte sie sich nach ihm, nach seinen schönen Haaren und der lässigen Hose, doch anderseits wollte sie bloß nicht auffallen und sie wünschte, sie wär nicht mehr da. Als der Bus anfuhr, hielt sie der Freund des Jungen am Arm fest und sagt leise: "Hey, wie heißt du? Hättest du vielleicht Lust mit mir und Tim ein Eis essen zu gehen?" Das Mädchen strahlte übers ganze Gesicht und willigte ein. Sie gingen zu dem Eiskaffee an der Ecke, bei dem sie oft mit ihrer Freundin saß und über vorbeigehende Leute lästerte. Es stellte sich heraus das der Junge und sein Freund in die Nachbarschule von ihr gingen und sie schon öfters mal vorbeigehen sahen. Tim's Freund musste dann plötzlich sehr schnell los und da saßen sie dann alleine. Tim meinte mit leiser zärtlicher Stimme: "Ich muss dir was wichtiges sagen... vielleicht ist dir aufgefallen, dass ich dich schon öfter einmal beobachtet habe. Ich muss dir gestehen dass ... ich mich total in dich verliebt habe und du mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehst. Ich kann nachts nicht mehr schlafen und nichts mehr essen, was soll ich nur tun, ich kann dich einfach nicht vergessen...!" Sie legte ihren Finger zärtlich auf seine Lippen und sagte: "Psst... mir geht es genauso, ich glaube wir können das Problem nur so lösen..." Sie küsste ihn zärtlich und ihre ganze Angst verschwand wie aus dem Nichts.
Na - da haben sich die schlaflosen Nächte wohl gelohnt...

*Eine ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Iubi / Dezember 2006

...Sie legt sich wieder in ihr Bett und versuchte weiter zu schlafen, doch irgendwie wollte es nicht gehen. Am Morgen lag sie immer noch wach in ihrem Bett, dachte über den fremden Mann nach. Würde sie ihn heute wiedersehen?
Sie stand aus dem Bett auf und machte sich fertig für die Arbeit. In Gedanken lief sie an die Bushaltestelle ohne nach vorne zu schauen, mit dem Kopf nach unten stiess sie mit jemanden zusammen. Es war der junge Mann. Ganz verlegen und rot im Gesicht schaute sie ihm in die Augen, der Mann ihr ebenfalls. Er fragte sie, ob alles in Ordnung sei, doch sie war so verwirrt, dass sie nur mit dem Kopf nickte. Er lud sie zum Essen ein.
Im Restaurant unterhielten sie sich so als ob sie sich seit Jahren kannten, ohne Hemungen. Als sie sich verabschiedeten, tauschten sie die Nummern aus.
Sie telefonierten oft und trafen sich auch regelmässig, doch es gab da was, was die junge Frau nicht wusste. Er machte ihr weiter Komplimente und traf sich weiter mit ihr, auch wenn er in festen Händen war. Er empfand für sie sehr viel, doch er hielt zu seiner Freundin. Es gab für sie keine Hoffnung. Nur durch puren Zufall bekam es eines Tages die Frau heraus, sie stellte ihn nicht mal zur Rede.
Sie traf sich mit ihm, es regnete sehr stark, aber sie kam ohne Regenschirm an die Bushaltestelle. Sie schaute ihm in die Augen, Tränen liefen ihr übers Gesicht, ihre Augen waren ganz rot, sie glühte schon vor Wut und Kummer.
Sie schaute ihn ganz lange an und flüsterte ihm ins Ohr " Ich liebe dich", drehte sich dann um und ging ihren Weg.
Sie sahen sich nie wieder, doch beide dachten ein Leben lang aneinander...

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