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Liebesgeschichte - Neue Fortsetzung von:
'Eine ganz normale Begegnung...'

von *Orakel-im-Web* - Besuchern

 
*Eine ganz normale Begegnung* - Fortsetzung von:
Darkness255 / Januar 2011

... Gedankenverloren starrte sie noch einige Zeit aus dem Fenster bis sie beschloss ins Bett zu gehen. Sie hatte eine Entscheidung getroffen. Ihr Herz klopfte dabei,aber sie konnte auch nicht leugnen,daß er etwas in ihr ausgelöst hatte. Etwas, was sie glaubte es würde nur in Romanen geben. Ein wohlig flaues Gefühl im Bauch. Der Gedanke an seinem Blick verursachte immer wieder kleine Schauer in ihrem Körper.
Langsam fiel sie in einen unruhigen Schlaf.
Am nächsten Morgen wachte sie gleich mit den Gedanken an diesen Mann wieder auf. Sein fordernder Blick. Was sollte sie davon halten? Ihre Unsicherheit stieg, je näher der Zeitpunkt rückte, an dem sie ihn vermutlich wie jeden Morgen wiedersehen würde. Langsam ging sie ins Bad. Wie automatisch erledigte sie heute all ihre Abläufe. Sie fühlte sich wie in einem Bann. Kann es sowas geben? Nur durch zwei kurze Begegnungen,zwei Blicke,die unterschiedlicher nicht sein konnten? Was will er mir mit seinen Blicken sagen? Werde ich mich trauen zu reagieren? Und wenn nicht, werde ich vielleicht die Chance meines Lebens verstreichen lassen?
Aber ist es nicht auch so bei anderen Gelegenheiten? Wie häufig läuft jemand beim Einkaufen an einem vorbei.... ein kurzer Blick...fordernd....fragend....verheissungsvoll. Man geht weiter und hat diese Begegnung eigentlich im nächsten Augenblick wieder vergessen.
Nein, dieses mal war es anders. Er beschäftigt mich, lässt mich nicht schlafen. Es hat etwas in mir berührt.

Langsam zieht sie sich ihre Jacke an, schliesst die Tür und macht sich auf dem Weg zur Bushaltestelle. Je näher sie ihr kam, desto aufgeregter wurde sie. Fast angekommen, straffte sie noch einmal ihre Schultern, atmete tief durch und ermahnte sich ruhig zu bleiben und nicht vor Angst das Weite zu suchen.

Da stand er wieder. Er hatte sie sofort bemerkt und sah ihr tief in die Augen. Ein wenig verunsichert schaute sie zur Seite und stellte sich neben ihn,während sie auf dem Buss wartete. Ihr Herz klopfte bis zum Hals. Mist, wieso kann ich nicht so reagieren wie ich es gern wollte?
Sie spürte seine Blick auf sich ruhen. Heiss und kalt liefen die Schauer über ihren Rücken.
Sie wagte einen heimlichen Blick. Er trug wieder diese Hose. Wie unvorteilhaft. Und das bei diesen Augen. Dieser Mann wirkte so widersprüchlich wie sein Äusseres. Seine Haare waren wieder zerzaust und sie erwischte sich bei dem Gedanken, wie es sich wohl anfühlte mit den Händen darin zu wühlen.
Der Bus kam und sie vergass für einen Augenblick diesen Mann, stieg ein und stellte sich direkt an der Tür, weil kein Platz mehr frei war. Ihre Hand ruhte auf der Stange, an der der Halteknopf war. Plötzlich fühlte sie seine Nähe. Er stand genau hinter ihr, da war sie sich sicher. Ihr Herz schlug bis zum Hals und überall im Körper fing es an zu kribbeln .Ganz nah stand er da. Ihrem Gefühl nach zu urteilen passte gerade mal eine Zeitung zwischen ihnen. Erregung stieg in ihr auf. Sie spürte seinen Atem in seinen Nacken. Völlig hypnotisiert stand sie da und fragte sich was als nächstes passiert. Sowas hatte sie noch nicht erlebt.
Plötzlich hielt der Bus, hier musste sie aussteigen. Enttäuscht, weil sie wieder nicht reagiert hatte, wollte sie gerade aussteigen, als sich sanft seine Hand auf ihre Schulter legte und sie zu sich drehte. Sein tiefer Blick in ihre Augen hielt sie gefangen. Sie glaubte eine Sekunde lang, ihr Herz würde stehen bleiben, als er mit dunkler sanfter Stimme sagte: "Ich würde dich gern kennenlernen. Ruf mich heute Abend an, wenn du es auch möchtest", und drückte ihr einen Zettel in die Hand mit seiner Telefonnummer.

Sie stieg aus und ging das kurze Stück zur Arbeit, aber wusste später nicht mehr, wie sie dort eigentlich hingekommen war. Den ganzen Tag war sie nicht wirklich bei der Sache. War nervös, aber mit einem leichten zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
Ja, sie würde ihn anrufen und sehen wie es weiter geht. Sie hatte nicht den Mut gehabt zu reagieren, aber nachdem er es getan hat, wollte sie nicht noch einmal eine Chance verstreichen lassen.
Abends zu Hause angekommen, zog sie den Zettel aus ihrer Tasche und wählte gleich mit zittrigen Händen die Nummer. Am anderen Ende hörte sie das Freizeichen. Sie glaubte eine Ewigkeit wäre vergangen, bis sich endlich was am anderen Ende tat und eine tiefe sanfte Stimme sagte: "Du rufst doch an. Ich hatte schon Angst, du würdest es nicht machen."
Sie redeten eine Zeit lang und verabredeten sich schliesslich noch auf ein Glas Wein. Sie redeten stundenlang und
stellten fest, dass sie sehr viel gemeinsam hatten. Das Knistern wurde immer stärker. Später brachte er sie nach Hause. Vor der Tür gab er ihr einen Abschiedskuss...
sanft... weich... mit dem Versprechen, dass dieses erst der Anfang ist....

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