| Katzis / August
2005 Fortsetzung zu: Wer glaubt denn
schon an Karma?
Zurück
in Deutschland hatte der Alltag mich schnell wieder. Ich
fing an aufzuräumen in meinem Leben und der Wohnung. Mit
meinem Mann sprach ich mich aus und wir trennten uns
freundschaftlich. Ich suchte mir ein kleines Appartment
in der Nähe meiner Arbeitsstelle, verabschiedete mich
von meinen heißgeliebten Katzen, für die es nicht gut
gewesen wäre von ihrem Haus mit Garten in ein Appartment
im 14. Stock eines Hochhauses zu ziehen, und führte
meine begonnenen Änderungen weiter. Bislang war mir der
Beruf am wichtigsten gewesen, das änderte sich jetzt,
ich machte keine freiwilligen Überstunden mehr, sondern
begann zu leben!
Meine Telefonrechnung wuchs ins Astronomische, die
Telefonate mit Paco waren immer ewig lang, voller
beidseitiger heißer Liebeserklärungen und daher auch
sehr teuer. Wir telefonierten mindestens dreimal pro
Woche, die Zeit bis Juni schien mir ewig lang... Der
tolle Nebeneffekt meiner Verliebheit war, dass ich so gut
wie überhaupt nichts essen musste und so gut abnahm,
dass ich Anfang Juni zwei Kleidergrössen weniger hatte.
Ich konnte endlich wieder engsitzende Hosen und schöne,
ausgefallene Shirts und Pullover tragen und war gespannt,
was Paco sagen würde. Leider hatte ich meinem Chef nur 1
Woche Urlaub abringen können, da wir mitten im Semester
waren und eigentlich totale Urlaubssperre hatten. Paco
meinte aber, wir könnten auch in 1 Woche viel Spass
haben, und dass er sich sehr auf mich freuen würde. Der
einzige Wermutstropfen war die Tatsache, dass er mir ein
Hotel in Playa del Ingles besorgt hatte, ich hatte
eigentlich angenommen, er würde mich zu sich in seine
Wohnung einladen, aber diese Überlegung verdrängte ich
sehr schnell wieder, er würde schon seine Gründe
haben....
Schon Tage vor meinem Abflug war ich kribbelig und
nervös und konnte es kaum erwarten, meinen Traummann
wieder umarmen zu können.
Am Abend vor meinem Abflug rief Paco mich überraschend
an und sagte mir, wir sollten uns in der Disco Queen
treffen, nicht bei ihm zuhause, da er noch spät einen
wichtigen Geschäftstermin habe und dann dort hinkommen
werde.
Ich war gegen 22:00 Uhr in der Disco Queen. Paco war noch
nicht in Sicht, aber das hatte er mir ja auch so gesagt.
Also saß ich an der Bar und trank frischgepreßten
Orangensaft. Auf der Tanzfläche tobte das Leben und
irgendwann machte ich einfach mit und verkürzte mir so
die Wartezeit. Neben mir tanzten zwei sehr gutaussehende
Frauen, die mich immer mal wieder anlächelten. Ich
lächelte zurück und gab mich ganz dem Rhythmus der
Discomusik hin. Kurz nach elf Uhr ging ich zur Toilette
und fand mich am Waschbecken neben einer der netten
Frauen wieder. Ich lächelte ihr zu und sagte "Du
tanzt einfach toll." Sie lächelte zurück und sagte
"Sorry, I don´t understand." Ich sagte ihr
daraufhin auf englisch, dass ich ihren und den Tanzstil
ihrer Freundin ganz klasse fände und sie meinte, ich
würde auch ganz gut tanzen und was ich da eigentlich so
alleine an der Bar machen würde. Ich erzählte ihr, dass
ich auf Paco warten würde, der aber bisher nicht
gekommen sei, möglicherweise habe sich sein
Geschäftstermin verzögert. Sie sah mich lächelnd an
und meinte, "Ich bin Clare, komm doch zu Jacquie und
mir an den Tisch, dann sitzt du nicht so allein rum, das
ist besser..." Ich holte mein Glas von der Bar und
ging mit an den Tisch. Jacquie begrüßte mich mit einem
freundlichen "Hello, I´m Jacquie." und ich
stellte mich vor. "Hi, I´m Claudia." Wir
begannen sofort ein lebhaftes Gespräch, jedenfalls
soweit die laute Discomusik das zuließ. Die beiden
erzählten mir, dass Sie aus England seien, auch heute
gerade angekommen seien und in London lebten. Jacquie war
mit Clares Bruder verlobt, die Hochzeit war für
September geplant und vorher wollten sie noch mal ihr
freies Leben genießen. Clares Mann sei deshalb auch in
England geblieben. Wir tanzten, erzählten, die Zeit ging
sehr schnell rum, es wurde Mitternacht, kein Paco in
Sicht, ich wurde langsam sauer... Da sagte Jacquie zu mir
"Claudia, warum wartest Du auf jemand, der dich
versetzt, wo Dich dieser tolle Typ da an der Bar seit
Stunden beobachtet?" "Welcher Typ?" fragte
ich. "Na, da der gutaussehende dunkelhaarige mit den
dunklen Augen...warum sieht der mich nicht so an wie
Dich, ich würde sofort zu ihm ´rübergehen, er ist
genau mein Typ" sagte Clare lachend. Ich sah
daraufhin zu dem besagten Herrn hin und es traf mich der
Blitz, ich musste regelrecht nach Luft schnappen, was
Jacquie und Clare zu einem Riesengelächter
herausforderte. Dem dunkelhaarigen Mann schien es genauso
wie mir zu gehen, denn er setzte sich in Bewegung und kam
auf mich zu. Ich hatte mal ein deratiges Deja vu Erlebnis
wie noch niemals zuvor. Es kam mir so vor, als ob wir uns
schon ewig kennen würden. In einem Liebesroman hatte ich
mal den Satz gelesen "sie tauschten ihre
Herzen", was ich damals äußerst kitschig fand,
aber genau das empfand ich. Jacquie und Clare holten uns
in die Wirklichkeit zurück, indem sie sich vorstellten
und "Rocky", wie der sich nannte an unseren
Tisch baten. "Rocky ist nicht ihr richtiger Name,
wie heißen sie wirklich?" fragte ich, nachdem ich
wieder atmen und sprechen konnte. "My name is Raju,
I´m from India" sagte er, so als ob damit alles
klar war. War es witzigerweise auch, ich hatte das
Gefühl ihn bereits zu kennen, irgendwoher... keine
Ahnung woher und wann, aber er war mir derartig vertraut,
wie noch nie ein Mensch zuvor. Ihm ging es genauso, denn
er sah mich lange an und sagte nur "It´s destiny,
you know!"
Schließlich hörten wir aber auf uns anzustarren und
besannen uns - gleichzeitig! - unserer guten Erziehung
und bezogen die kichernden Jacquie und Clare in unsere
Unterhaltung mit ein. Jacquie und Raju unterhielten sich
gleich über Indien, sie hatte dort einige Zeit gelebt
und so kam ein reges Gespräch in Gang. Zwei Stunden
später schlug Raju vor, wir sollten doch noch woanders
hingehen, irgendwo einen Drink nehmen, wo man sich besser
unterhalten könne. Wir waren sofort einverstanden, Paco
hatte ich vollständig vergessen, und so brachen wir
fröhlich auf. Wir landeten in einem englischen Pub, eine
nette Geste von Raju an Jacquie und Clare, welche die
beiden sehr zu schätzen wußten.
Raju und ich redeten und redeten und dieses Gefühl der
Zusammengehörigkeit und des sich bereits Kennens
verstärkte sich immer mehr. Wir fragten nicht, wir
erzählten einfach, so wie man sich mit jemand
unterhält, den man längere Zeit nicht gesehen hat....
Fortsetzung folgt!
Zusatz:
Die Geschichte ist wahr und selbsterlebt und geht auch
bis zum heutigen Tag weiter!
|
| Katzis / August
2005 Fortsetzung zu: Wer glaubt denn
schon an Karma?
Raju und
mir ging der Gesprächsstoff nicht aus, aber Jacquie und
Clare zeigten gegen 6 Uhr morgens doch leichte
Ermüdungserscheinungen und so beschlossen wir zu gehen.
Mit Jacquie und Clare hatte ich mich für den frühen
Nachmittag am Pool ihres Hotels verabredet und Raju stand
lächelnd neben mir, als wir die beiden in ein Taxi
verfrachteten. "See you tonight!" rief er Ihnen
zu, ja klar, darüber war ich mir ebenso sicher wie er...
Wir standen unschlüssig vor den Taxen herum, als ich
einen dämlichen Vorschlag machte: "Ich fahre schon
mal in mein Hotel, Du kannst ja nachkommen, wenn Du
magst" sagte ich zu ihm. Kaum ausgesprochen, merkte
ich was das für ein Blödsinn war, aber gesagt ist
gesagt. Raju lächelte mich wissend an und sagte nur
"ok!" und stieg ins nächste Taxi. Natürlich
kamen wir fast zeitgleich vor meinem Hotel an und da gab
ich dieses blöde Spiel auf (ich weiss bis heute nicht,
was mich dazu veranlasste) und wir gingen gemeinsam Hand
in Hand in meinen Bungalow. Dort angekommen fragte ich
ihn, wann er gehen müsse und er sagte "It´s up to
you, love". Klasse Antwort, aber ich versuchte ihm
zu verklickern, dass ich nicht wolle, dass er Probleme
bei der Arbeit bekäme, da er ja im Gegensatz zu mir
nicht im Urlaub sei. Raju sah mich nur an, er blickte mir
in die Tiefe meiner Seele, ich musste kurz Luft holen und
warf mich dann in seine Arme, nichts war wichtiger als
ihn zu umarmen... Wir landeten ganz selbstverständlich
gemeinsam (!) unter der Dusche und dann im Bett. Was da
passierte, war einfach überirdisch. Er wusste genau was
ich mochte, und ich wusste auch, was ihm guttat und so
erlebte ich nicht nur den heißesten Sex meines Lebens,
sondern einen richtiggehenden Seelenaustausch! Niemals
zuvor und auch nie wieder danach ist mir so etwas
passiert, nur mit Raju ist es immer so und wird wohl auch
immer so bleiben!
Wir unterbrachen den Sex für tiefgründige Gespräche
über den Sinn des Lebens, unsere Lebensziele usw.
Ich hatte nach wie vor das Gefühl, ihn schon lange, sehr
lange und sehr gut zu kennen und er bestätigte mir, dass
es ihm genauso ging. Wir beschlossen uns in diesem Leben
niemals mehr zu trennen!
Irgendwann schliefen wir erschöpft ein und wachten gegen
Mittag engumschlungen auf. So hatte ich nie zuvor
schlafen können, aber mit Raju war eben alles anders. Er
küsste mich ganz sanft, was ein nie zuvor gefühltes
Verlangen in mir auslöste, und wir spontan und in
sicherer Übereinstimmung da weitermachten, wo wir
aufgehört hatten....
Wir duschten, diesmal aber vorsichtshalber getrennt und
dann lud Raju mich zum Brunch ein. Ich versuchte noch ein
zaghaftes "Musst Du nicht arbeiten?" aber er
sagte mir, er habe sich den heutigen Tag frei genommen.
Wir fuhren zu Rajus Appartment, wo er sich frische
Kleidung anziehen wollte. Das Appartment gefiel mir, es
hatte zwei Schlaf- und ein Wohnzimmer sowie einen Balkon,
der auf einen Swimmingpool hinausging. Ich stand auf dem
Balkon und beobachtete das Treiben dort unten, als Raju
hinter mich trat, mich sanft und liebevoll umarmte und
küsste und mir erzählte, dass seine Freunde und er sich
tagsüber immer die Frauen ausgesucht hätten, die sie
dann abends abschleppten...
Er hatte mir schon in der Nacht erzählt, dass seine
Familie ihn von Indien weggeschickt hatte, weil er ein
paar Affären zuviel gehabt hatte und eine davon nicht
ohne Folgen geblieben sei. Er hatte mir gesagt, er habe
dieses Mädchen geliebt, aber nicht heiraten können, da
er auf Wunsch seiner Familie eine von der Familie
ausgesuchte Frau heiraten müsse. Naja, dachte ich, das
ist eben der Mentalitätsunterschied, aber das betrifft
mich ja nun überhaupt nicht.
Nach dem Essen mit Raju war es Zeit Jacquie und Clare zu
treffen, Raju wollte nicht mit, er meinte er wolle ein
bißchen Schlaf nachholen und ich solle doch am Abend mit
Jacquie und Clare in sein Appartment kommen, dann
könnten wir zusammen Essen gehen und überlegen, was wir
mit dem weiteren Abend so anfangen könnten.
Ich fand Jacquie und Clare am Pool ihres supertollen
Hotels auf zwei Liegen mit einem Drink in der Hand.
"Hey, Claudia, Du hast so ein Leuchten, Du strahlst
so, was hat Rocky mit Dir gemacht?" Ich wurde
tatsächlich rot und teilte den beiden dann den Verlauf
der gestrigen Nacht mit, wobei ich den nicht jugendfreien
Teil nur andeutete, aber sogar das Wenige was ich sagte
veranlasste die Beiden lachend zu sagen, dass es uns
beide wohl fürchterlich erwischt haben müsste.
Wir blieben noch eine Weile faul und Cocktails
schlürfend am Pool und redeten und redeten. Es war
einfach perfekt, wir hatten die gleiche Wellenlänge und
genossen unsere Gespräche. Gegen 19:00 Uhr beschlossen
wir dann uns für den Abend zu stylen und ich verabredet
mich mit Jacquie und Clare gegen 21:00 Uhr vor Rajus
Appartmenthaus. Die beiden hatten schon am Abend zuvor
traumhaft gut ausgesehen, aber da trugen Sie Jeans, jetzt
hatten sie Minikleider an, die ihre superguten Figuren
phantastisch zur Geltung brachten. Ich hatte auch ein
Kleid an, allerdings war mein Rock etwas dezenter, weil
ich mich immer noch zu dick fand. Wir tauschten
Komplimente über unsere Outfits aus und fuhren
gutgelaunt hinauf zu Rajus Appartment. Er riss die Tür
auf, bevor ich klingeln konnte und sah uns drei
begeistert an. Ich bekam eine heiße Umarmung, Jacquie
und Clare eine etwas zurückhaltendere mit Küsschen auf
die Wange. Raju erklärte begeistert mit drei so tollen
Frauen müsse er unbedingt alle anderen Männer neidisch
machen und schlug vor, wir sollten ins Spielcasino
fahren. Jacquie und Clare waren sofort begeistert, mir
war sowieso egal wo ich war, wenn nur Raju in meiner
Nähe war, also brachen wir auf.
Wir hielten vor einem superchicen Casino, zeigten am
Eingang unsere Pässe vor und Raju gab mir seinen zur
Aufbewahrung. Raju, Jacquie und Clare tauschten Geld
gegen Chips, ich hatte beschlossen, mir das ganze erst
einmal anzusehen, spielen konnte ich ja immer noch,
später. Wir landeten an einem Roulettetisch, um den
einige Leute mit ernsten Mienen herumstanden. Raju
erklärte mir das Spiel: "Du setzt einfach einige
Chips auf eine Zahl und dann gewinnst Du, oder auch
nicht, versuch`s mal." Damit drückte er mir einige
Chips in die Hand, die ich auf die 33 setzte. Jacquie und
Clare setzten beide auf Rot und dann drehte sich der
Teller und im Gegensatz zu den anderen Leuten standen wir
nicht andächtig da und beobachteten, die Roulettekugel,
sondern waren schon wieder am Schwätzen und Lachen. Ich
stand mit dem Rücken zum Roulettetisch, an Raju gelehnt
und sah ihm tief in die Augen, als Clare neben mir
losquietschte: "Claudia, Du hast gewonnen!"
Fassungslos drehte ich mich um und sah den Croupier, der
mir eine Menge Chips über den Tisch zuschob. Es waren so
viele, dass ich sie nicht in beiden Händen halten
konnte, ich gab einige an Clare weiter, die sie
allerdings quietschend fallen ließ. Sie bückte sich,
kam mit den aufgesammelten Chips wieder hoch, versuchte
sie mir in die Hand zu drücken und sagte: "Pass
auf, dass sie nicht wieder fallen, mein Rock ist zu kurz,
ich sollte mich besser nicht noch mal bücken..."
Daraufhin musste ich loslachen, wodurch dann sämtliche
Chips auf dem Boden landeten und jetzt sammelte auch
Jacquie, kurzer Rock hin oder her zusammen mit Clare und
mir lachend die Chips ein. Raju sah uns lachend zu und
meinte mit Hinweis auf die pikierten Minen der anderen
Spieler, dass man sich mit uns nirgendwo sehen lassen
könne... Schließlich hatten wir alle Chips aufgesammelt
und ich strebte zur Kasse, um sie einzuwechseln. Jacquie,
Clare und Raju fragten mich, ob ich nicht weiterspielen
wolle, aber ich hatte niemals zuvor was gewonnen und
wollte mein Glück nicht noch mal versuchen. Ich
wechselte als die Chips ein und es waren über tausend
DM. Ich drückte dem total überraschten Raju das Geld in
die Hand, der nur noch japsen konnte: "Behalte es,
noch nie hat mir eine Frau Geld zurückgegeben!"
Ich sagte ihm, dass er doch die Chips gekauft habe und
folglich gehörte ihm auch das Geld.
Fortsetzung folgt!
Zusatz:
Die Geschichte ist wahr und selbsterlebt und geht auch
bis zum heutigen Tag weiter!
|