| Katzis / August
2005 Fortsetzung zu: Wer glaubt denn
schon an Karma?
Jacquie
und Clare hatten für die Zeit nach dem Casino noch
Verabredungen und so brachen wir auf. Wir verbrachten
einen sehr schönen Abend, diesmal waren es aber Raju und
ich, die zuerst aufbrachen. Wir liebten und
leidenschaftlich in seinem Appartment und redeten und
machten Zukunftspläne.....
Am nächsten Morgen brachte er mir Kaffee ans Bett und
zeigte mir ein Foto von einem jungen indischen Mädchen.
Er erklärte mir, dass er dieses Mädchen auf Wunsch
seiner Familie heiraten solle. Die Hochzeit sollte im
Juli in Bombay stattfinden. Bislang habe er keine
Probleme mit dem Wunsch seiner Familie gehabt, aber seit
er mich kenne, wolle er für immer mit mir zusammen sein
und nicht ein ihm völlig unbekanntes Mädchen heiraten,
das er nicht liebe. Die Ehe würde eine reine Vernunftehe
sein und werde aus geschäftlichen Gründen geschlossen.
Er war sogar entschlossen diese Heirat abzusagen! Er
machte diverse Pläne, die er dann aber wieder verwarf,
z.B. dass wir nach Las Vegas fliegen sollten, um dort zu
heiraten, wodurch seine Eltern vor vollendete Tatsachen
gestellt würden! Ich war absolut bereit mit Raju nach
Las Vegas zu fliegen, nur war ich leider noch nicht
geschieden.
Wir suchten nach Wegen, trotz der Heirat zukünftig
trotzdem zusammensein zu können.
Er erklärte mir, das mit uns sei Karma und seine Ehe
habe überhaupt nichts damit zu tun! Er wolle und werde
mich auf Gran Canaria oder anderswo treffen können, da
er seine junge Frau in Indien lassen würde.
Nachdem alles "geklärt" war, genossen wir die
Tage und Nächte mit Jacquie und Clare und deren
wechselnden Begleitern in vollen Zügen.
Dann kam der Abschiedstag. Raju flog am gleichen Tag nach
Indien, an dem ich nach Deutschland zürück musste und
so fuhren wir gemeinsam zum Flughafen, um noch soviel
Zeit wie möglich miteinander verbringen zu können. Er
hatte mich mit einer Menge Telefonnummern in Indien
versorgt und ich hatte versprochen bestimmt anzurufen und
er hatte auch meine Telefonnummer. Es war kein Abschied,
da wir uns im September auf Gran Canaria wiedertreffen
würden.
Zurück zu Hause begannen meine ewiglangen, meistens
nächtlichen Telefonate mit Raju. Wir führten die
gleichen guten und intensiven Gespräche wie auf Gran
Canaria, nur sparten wir das Thema seiner Heirat aus....
Ich traf im September 2 Tage vor Raju auf Gran Canaria
ein und wartete gemeinsam mit seinen Freunden in der
Disco Queen auf ihn. Endlich nach Mitternacht kreuzte er
auf. Ich rannte auf ihn zu und fiel in seine Arme, ich
war einfach total glücklich. Raju küsste mich sanft,
flüsterte mir ein zärtliches "I love you,
honey" zu und schob mich dann sanft von sich, um
seine Freunde zu begrüssen. Wir gingen alle zusammen essen
und wir beide landeten danach in seinem Appartment. Wir
genossen die Tage und Nächte zusammen und mit seinen
Freunden, er hatte noch einige Tage frei. Alles schien
perfekt, bis Daniel eine Bemerkung machte, aus der
hervorging, dass Rajus Chef wolle, dass er aufhören mit
mir herumzuziehen, da er ja jetzt verheiratet sei, und
dass er endlich wieder arbeiten kommen solle!
Da war sie, die Schlange im Paradies in Form des Chefs,
der noch dazu - wie ich dann von Raju erfuhr - ein
Verwandter von Rajus Frau war.
Das änderte die Situation schlagartig, denn jetzt
mussten wir uns der Realität stellen! Mir lag nichts
ferner, als Raju durch die Beziehung zu mir in
Schwierigkeiten zu bringen. Öffentliche Treffen konnte
es ab sofort nicht mehr geben, wir trafen uns entweder in
Rajus Appartment oder in meinem Hotel. Diese heimlichen
Treffen hatten auch ihren Reiz, zumal wir in den Stunden,
die uns blieben die Realität total ausklammerten. In der
Nacht vor meinem Abflug beschlossen wir gemeinsam
vernünftig zu sein und den Kontakt vorerst auf
Telefonate zu beschränken. Raju hatte mir erzählt, dass
er nach den Vorhaltungen durch seinen Chef und nunmehr ja
angeheirateten Verwandten sowas wie ein schlechtes
Gewissen habe. Mir ging es ähnlich, ich wollte auch der
jungen Frau nicht die Chance nehmen, eine gute Beziehung
mit Raju zu führen, soweit dies auf die Entfernung
überhaupt möglich war.
Wir verabschiedeten uns - diesmal unter Tränen -
voneinander und versicherten uns gegenseitig, dass unsere
Liebe für immer und ewig sei! Zurück in Deutschland war
mir Raju trotz aller Bemühungen allgegenwärtig. Ich
bemühte mich sehr, ihn zu vergessen, aber ich bekam ihn
weder aus meinem Herzen noch aus meinem Kopf. Also
stürzte mich in die Arbeit, um wenigstens für einige
Stunden nicht an ihn zu denken. Wenn wir miteinander
telefonierten war es immer so, als ob wir uns gerade
gestern zuletzt gesehen hätten...
Allerdings wurden die Intervalle zwischen unseren
Kontakten immer länger. Allerdings war es so, dass
jedesmal, wenn ich für längere Zeit nicht an ihn
gedacht hatte, er sich prompt wieder bei mir meldete.
In den Jahren 1993 bis 1998 telefonierten wir nur einige
Male miteinander, machten auch Treffen aus, die dann aber
nie stattfanden.
Anfang 1998 wollte meine Freundin Veronika gern für eine
Woche mit mir zusammen verreisen. Das Ziel war klar: Gran
Canaria. Wir buchten und marschierten noch am Abend
unserer Ankunft an dem Laden in der CITA vorbei, in dem
Raju arbeitete, denn Veronika war eingeweiht. Raju sah
mich und stürzte aus dem Laden auf mich zu, nahm mich in
den Arm, küsste mich und kam erst wieder zu sich, als
sein Chef plötzlich direkt neben uns stand. Hastig
flüsterte Raju mir zu, dass er mich nach Ladenschluss im
Westfalia treffen wolle, dann rannte er pflichtschuldigst
in den Laden zurück. Er kam einige Minuten nach 22:00
Uhr zu uns, und sagte, wir müssten sofort woanders
hingehen, da er nicht gesehen werden wolle. Wir zogen
also mit Veronika in die Disco Queen und von dort aus
direkt in Rajus Appartment. Ich dankte dem Himmel für
meine verständnisvolle Freundin. Wir landeten natürlich
sofort im Bett, es war wieder so schön wie immer, ein
Seelenaustausch und Leidenschaft pur. Wir trafen uns
jeden Abend bis zum Ende meiner Urlaubswoche, Raju
brachte uns zum Flughafen und wieder hatten wir
beschlossen vernünftig (!) zu sein......
Ab 1998 beschränkten sich unsere Telefonate auf die
Geburtstage, Weihnachten und Silvester, letzteres immer
mit: "...ich wünschte, ich könnte jetzt mit Dir
zusammensein und mit Dir feiern...."
2003 wollten wir uns auf Teneriffa treffen, aber Rajus
Frau hatte irgendwie von diesem geplanten Treffen
erfahren und ihn unter einem Vorwand nach Indien geholt.
Von dem Moment an kam ich zu der Überzeugung, dass sie
doch die besseren Möglichkeiten des Einflusses hatte und
immer haben würde und versuchte - wieder einmal - Raju
aus meinem Leben zu streichen. Natürlich gelang mir das
nicht.
Im Juli 2004 rief er mich überraschend an und sagte, ich
solle mich in den nächsten Flieger nach Bombay setzen,
er würde mich sehen wollen, ich solle Urlaub beantragen
und ihn über meine Ankunft informieren...
Ich hatte schon fast gebucht, als ein Anruf kam, er
müsse geschäftlich nach Singapur, sorry, er käme auf
dem Rückweg bei mir in Deutschland vorbei. Wütend
beschloss ich jetzt - Karma hin oder her - mich nicht
länger auf ihn einzulassen. Ab Mitte Oktober 2004
bombardierte er mich mit Telefonaten, er werde sich von
seiner Frau trennen, die Ehe habe nie funktioniert und
ich solle mit ihm Silvester verbringen. Schließlich gab
ich nach und wir trafen uns Silvester. Natürlich fielen
wir uns in die Arme und erklärten uns gegenseitig unsere
ewige Liebe!
Später stellten fest, dass wir uns beide verändert
hatten, aber trotzdem diese Anziehungskraft und die
tiefschürfenden Gespräche sowie die sexuelle Anziehung
und Leidenschaft füreinander immer noch so waren wie vor
nunmehr 12 Jahren. Wir spielten mehrere Modelle durch,
uns vielleicht zukünftig doch öfter treffen zu können,
Raju schlug vor, ich könne ihn auf Geschäftsreisen
begleiten, kamen aber zu keinem endgültigen Ergebnis.
Schließlich verabschiedeten wir uns mit der Zuversicht
voneinander, für immer miteinander verbunden zu sein,
auch wenn es uns möglicherweise niemals gelänge als
Paar zusammen zu leben.....
Ende???
Zusatz:
Irgendwie warte ich auf das Happy End.....man darf doch
träumen?
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