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Liebesgeschichten

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a-soul / März 2008

Nie richtig und doch so nah

Alles begann im sommer 2003 durch eine kleine dumme bemerkung.
es war früh morgens nach einer durchfeierten nacht, auf dem parkplatz einer disco. zwei leute saßen im auto eine davon männlich eine weiblich. dann kam es wie es kommen musste aus gründen die ich hier nicht weiter erläutern möchte, kam ER dazu, ja er der grosse blonde mann mit der sonnenbrille. und jetzt kommt auch die dumme bemerkung ins spiel. welche ich ohne weiter zu denken einschmiss.und zwar: `nimm mal deine brille ab man erkennt dich ja gar nicht´. mit misstrauen nahm er seine brille ab und schaute mir dierekt in die augen, und genau in dem moment schien für kurze zeit die welt stehen zu bleiben. als sich die blicke trafen war es wie ein stromschlag ein angenehmes aber trotzdem komisches gefühl. es dauerte nur hundertstel sekunden aber es war so eindrücklich das ich es bis heute nicht vergessen hab.
nachdem er die brille abnahm trennten sich auch wieder unsere wege er fuhr nach hause ohne das ich wusste wer er überhaupt war. das einzigste was ich wusste: er kam aus der gleichen stadt stadt wie ich.
das war unsere erste begegnung...

ich dachte lange an diesen moment ohne ihn auch nur einmal wieder zu sehen.und dann durch dummen zufall war ich mit meiner freundin unterwegs einkaufen. und da war er und das schlimme er hat ne freundin.
wie es auch anders nicht sein konnte, kannten sich meine und seine freundin. und sie verabredeten sich für den abend und ich sollte auch mit.
eigentlich wollte ich nicht mit - aber naja - kann ja nichts passieren. im laufe des abends lernten wir uns also kennen und ich erfuhr das er schon dreissig ist und keine kinder hat und sich benimmt wie ich mit meinen siebzehn jahren.
was mir ihn total unsympatisch machte, und ich ihn eigentlich gar nicht mehr toll fand. trotzdem hielten wir den kontakt aufrecht und vertieften die beziehung. wenig später lernte auch ich jemanden kennen und fing eine beziehung an. durch mir unbekannte umstände ging seine beziehung auseinander. und von da an lernte ich ihn wirklich kennen, so wie er war und auch heute noch ist. wir stellten beide fest, dass wir eigentlich wie für einander gemacht waren. wir hatten trotz des großen altersunterschiedes sehr viele gemeinsamkeiten. und auch so verstanden wir uns blind und ohne worte. wär da nur nicht mein freund gewesen. ich mochte ihn sehr und wusste nicht, wie ich mich entscheiden sollte. also liess ich alles auf mich zukommen, was ein fehler war.

nach vielen nächten und tagen, die wir meist zusammen im freundeskreis verbrachten, geschah das was eigentlich nicht passieren sollte - ein kuss ein einziger langer leidenschaftlicher kuss der alles verändern sollte. er wollte mehr, aber ich konnte meinen freund nicht betrügen und verliess sofort die wohnung. danach sahen wir uns lange nicht. er wollte, dass ich mich entscheide zwischen ihm und meinem freund und als ich ihm keine antwort geben konnte, sagte er 'dann will ich dich lieber niemals wieder sehen als in den armen eines anderen'.

blume2000 / März 2008

Bleeding heart

Alles begann in meiner Krankenschwesterausbildung. Ich hatte das Glück an einer Uniklinik zu sein und meine Schwäche für Ärzte war unübersehbar. Ich hab mich immer nur für hübsche Männer interessiert, sie sich aber leider nie für mich.
Als ich gerade mal wieder eines meiner beschissenen Dates hinter mir hatte, kam die Wende. Als Schwesternschülerin muss man ja alle Fachbereiche durchlaufen und so wurde ich in die "Wüste" geschickt. Besser gesagt in die Gynäkologie, wo ein nettes Pflegepersonal schon auf mich wartete. Nett in "Gänsefüsschen". Sie scheuchten mich überall rum und ich fühlte mich völlig fehl am Platz. Ich hatte meine Berufswunsch verfehlt. Mein Traum "Ärztin" zu werden war endgültig kaputt. Mit jedem Tag, den ich als Schwesternschülerin verbrachte ging es mir mieser und mieser. Bis ich eines Tages in die wundervollsten Augen blicken sollte, die ich je gesehen hab. Im Stationszimmer saß ein blonder Engel der es tatsächlich schaffte, mir für immer Mut zu machen und mich aus meinen Depressionen rauszuholen.
"Hi,ich bin Dörthe". Jede Faser meines Körpers vibrierte. Ich konnte keinen einzigen klaren Gedanken mehr fassen. Ich wuste nicht mehr wer ich bin, wohin ich gehöre, was mit mir los war. Sie war unsere Stationsärztin, jung, wunderschön, verspielt und unerfahren. Und sie hatte mir auf der Stelle den Kopf verdreht. Sobald ich die Station betrat, suchte ich im ganzen Haus nach ihr. Ich klapperte jedes Zimmer ab, nur um ihr eine Minute nah sein zu können. Ich hatte niemals an die Liebe auf den ersten Blick glauben können, und doch passierte es mir - mir, ausgerechnet mir und ausgerechnet eine Frau.
Zum ersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich so unglaublich allein, denn ich traute mich nicht es jemandem zu erzählen. Aber das war mir auch egal, für mich gab es nur noch sie. Ihre Augen funkelten wie Diamanten, auch wenn es kitschig klingt, hatte ich noch niemals so eine unglaubliche Schönheit gesehen. Sie war mittelgroß und wirkte doch so zerbrechlich. Diese attraktive Zerbrechlichkeit zeriss mir fast das Herz. Ich wollte sie beschützen, in Watte packen, immer für sie da sein und machte damit alles nur noch schlimmer. Beinahe wären wir die besten Freunde geworden, fast...
Doch die Liebe ist bitter, ihren bittersüßen Geschmack sollte ich noch erfahren. Natürlich muste ich auf eine andere Station, aber ich bekam Sie nicht aus meinem verdammten Kopf. Egal was ich auch versuchte. Wir liefen uns von Zeit zu Zeit immer wieder über den Weg, fielen uns in die Arme. Ich genoß jede ihrer Umarmungen unendlich, den Duft ihres Parfüms, ihre Wärme, ihre Stimme in meinen Ohren. Ich fühlte mich schmutzig, wenn ich jede Nacht davon träumte ihren nackten Körper zu berühren. Ihren heißen Atem auf meiner Haut zu spüren. Ihre Lippen zu küssen. Aber es gab kein Entrinnen und das Schicksal nahm seinen Lauf. Meinen Wunscheinsatz wollte ich im Gyn.OP verbringen und ich freute mich auf himmlische Momente mit Dörthe. Sie würde mir alles erklären und es würden die kürzesten Wochen meines Lebens werden. Doch alles kam anders. Dörthe hatte eine neue Freundin namens "Nina" gefunden und beachtete mich kaum noch. Mein Herz zerbrach in tausend Stücke und ich wollte nur noch sterben. Warum sagte ich ihr nicht die Wahrheit? Dass ich sie über alles liebte? Warum war ich so verdammt feige? Ich musste ihr noch mehr zeigen, dass ich sie mag.
Diese Entscheidung sollte ich bitter bereuen. Ich saß auf meinem Bett und schrieb ihr ein Gedicht, ein Liebesgedicht - ich weiß nicht mehr was ich schrieb, doch es hinterließ einen schalen Nachgeschmack. Ich rollte mein Geschenk in rotes Schleifband. Wie blöd war ich eigentlich? Ich steckte es Dörthe in ihre Kitteltasche. Das war das entgültige Aus unserer Freundschaft. Sie ging mir fortan aus dem Weg und ich konnte unsere Beziehung auch mit tausend Erklärungsversuchen nie mehr kitten. Am liebsten wäre ich an meinen Tränen erstickt, oder hätte meine Erinnerungen an sie für immer begraben.
Aber auch dass ich in eine andere Stadt gezogen bin, löschte meine Liebe zu ihr nicht aus.
Sie ist und bleibt der wichtigste Mensch in meinem Leben. Für immer.

Chaosmagnet1988 / März 2008

Das verfaulte Glück

Nun ist es also endgültig, er hat mir ins Gesicht gesagt, dass er mich nicht mehr will und absolut keine Gefühle mehr für mich hat. Nein, noch schlimmer, er sieht sich nach anderen Frauen um, möge mich doch aber als gute Freundin, ja ist klar
Das letzte Treffen ist nun vier Tage her, seitdem haben wir Nichts mehr voneinander hören lassen. Wozu denn auch? Um seine neue gute Freundin zu spielen und ihn zu fragen, wie es denn mit seinen Frauen läuft?
Ich fühle mich mit Füßen getreten. Ja, ich war wirklich nicht immer einfach und habe viele Fehler begangen, aber niemals hätte ich mir das endgültige Ende nur annähernd so schlimm und trostlos vorgestellt. Er verschwendet bestimmt keinen Gedanken an mich, vergnügt sich anderweitig, bandelt an, während ich die Wohnung seit Tagen nicht mehr verlassen habe und vorm Fernseher eingehe. Habe ihn über jeden anderen Menschen gestellt, er mich leider nicht,
Das erklärt auch, weshalb er nun viele Freunde hat und ich nur die paar kargen Wände daheim zum reden habe.
Der geneigte Leser fragt sich sicherlich wovon die Rede ist und wer ich überhaupt bin? Nun, darf ich mich vorstellen, nennen wir mich mal Mimmi, ich bin neunzehn Jahre jung, mache zurzeit Abitur und führe ein trostloses Leben. Ich befürchte durch das Abitur durchgefallen zu sein, habe so gut wie keine Freunde, wurde von meiner großen Liebe verlassen und na ja, habe das Talent kein Fettnäpfchen zu verpassen, nein noch schlimmer, man könnte mir eine ganze Fettpfanne hinstellen und ich würde wohl rein springen. Zu der großen Liebe muss man sagen, dass ich mich genau dann in ihn verliebt habe, als er sich in mich entliebt hat.

Wie das geht, nun ganz einfach, habe die letzten anderthalb Jahre geglaubt etwas zu verpassen, wenn ich mich nur auch ihn konzentriere, dieses Jahr habe ich erkannt, wie viel er mir tatsächlich bedeutet und nun hat er genau den Gedanken ausgesprochen, den ich früher hatte - er will sich nicht an mich binden um nichts im Leben zu verpassen, noch viel schlimmer er hat noch nicht einmal mehr Gefühle für mich. Schläft erst zweimal mit mir, weiß nach dem ersten Mal, dass ich ihn noch sehr mag und schwafelt dann etwas von guter Freundin. Man nennt seine Exfreundin keine gute Freundin und macht ihr Hoffnungen, oder?
Anstatt meine restlichen Osterferien noch zu genießen, kann ich an nichts anderes mehr denken. Meine Gedanken kreisen nur um die vergangene Zeit, ich kann nicht aufhören ihn und die Zeit die wir hatten zu idealisieren.
Gibt es vielleicht wirklich so etwas wie Karma? Und ich zahle zurzeit alles zurück, was ich getan habe?
Es scheint mir glatt so. Sämtliche Trennungsratgeber raten einem nach einer derartigen Trennung sich abzulenken, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen, es als Chance für einen Neuanfang zu verstehen usw., aber mal ehrlich was für ein Neuanfang bitte?
Ich fühle mich einfach nur gedemütigt, niedergeschmettert und unglaublich traurig.

Zusatz: es ist leider wahr und ich kriege die Gedanken an die vergangenen 1,5 Jahre nicht aus dem Kopf...

Kati / März 2008

Liebe auf Irrwegen

Während meiner Abi-Zeit interessierte ich mich nicht sonderlich für Jungen. o.k. ich war ein paar mal unglücklich verliebt, hatte mir aber bis dahin weiter keine Gedanken gemacht. Über Freunde lernte ich ihn kennen. Er ging mir anfangs ziemlich auf die Nerven mit seinen coolen Sprüchen, er wollte mir natürlich imponieren. Wir waren ein paar mal in der Gruppe tanzen gegangen. Da ich solo war tanzte ich mit ihm, aber die Antipathie blieb. Zunächst...

Dann grillten wir zusammen und er fragte meine Freundin nach meiner Telefonnummer. Ich hab erstmal nichts von ihm gehört und dachte auch nicht daran... ich war ja nicht an ihm interessiert. 3 Jahre später rief er mich an, er wollte die Stadt sich ansehen und mich besuchen. Anfangs war ich skeptisch, aber die Telefonate liefen ganz gut. Aufeinmal war Sympathie da, naja er ist eben doch erwachsener geworden. Dann kam es auch zum ersten Treffen. Ich ging ziemlich unvoreingenommen an die Sache ran. Ich holte ihn vom Bahnhof ab. Er kam sofort auf mich zugestürzt. Ich schlug ihm vor einen Stadtbummel zu machen und das taten wir auch. Wir genossen den Tag und das herrliche Wetter. Abends als wir in einem kleinen Cafe saßen machte er dann auch die ersten Annäherungsversuche. Aber ich wollte nicht, das ging mir zu schnell. So trafen wir uns eine Woche lang, unternahmen viel und stellten Gemeinsamkeiten fest und hatten viel Spass. Ich glaube im Nachhinein war es ganz gut, ihn ein bisschen zappeln zu lassen. Es kam auch dann zum ersten Kuss. Ich war postiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass er so gut küssen kann. Es war auch romantisch, nachts in einem französischen Restaurant allein. Er wollte auch immer mehr, aber da fühlte ich mich nicht wohl (der Kellner!). Leider musste er dann schon wieder abreisen und brach auch sehr überstürzt auf.

Ich besuchte ihn aber 4 lange Wochen später. Immer wieder telefonierten wir miteinander, denn die Sehnsucht wuchs, aber leider auch die Zweifel. Also fuhr ich zu ihm hin. Leider wurde ich von dem Wochenende enttäuscht. Wir hatten uns plötzlich nichts mehr zu sagen. Er holte mich vom Bahnhof ab und dann gingen wir noch was trinken. Stille... ich weiß nicht ob es die Anspannung war. Wir fuhren zu ihm in seine Wohnung. Er war sichtlich nervös. Wir liebten uns die ganze Nacht, aber irgendwie mit einer Verzweiflung, als gäbe es keinen Morgen. Den nächsten Tag fühlte ich mich völlig leer und ich fragte mich, was mache ich hier eigentlich.
Wir hatten uns auch den ganzen Sonntag nichts zu sagen. Er berührte mich auch kaum, das kränkte mich. Dann kam der Abschied und ich wusste, dass er für immer war. Das war so ein Gefühl. Ich liebte ihn von ganzem Herzen und als ich mich von ihm trennen musste, klammerte ich mich an ihn. Als ich zu Hause war ging die Grübelei wieder los. Mein schlechtes Gefühl bei der Sache verließ mich nicht, denn wir kannten uns nicht richtig und ich hatte so vieles über Freunde gehört, dass er so ein Aufreißertyp sei. So beschloss ich nicht mehr darauf einzugehen. Er versuchte mich unzählige Male anzurufen, doch ich hatte nicht den Mut ihm meine Bedenken zu sagen. Und das beschäftigt mich bis heute.

Was bleibt ist das Gefühl, das erste Mal hingebungsvoll geliebt worden zu sein.

Zusatz: Diese Geschichte habe ich wirklich erlebt. Sie war wunderschön, auch wenn leider nichts weiter draus geworden ist. Doch ich bin froh und dankbar dafür, dass ich sie erleben durfte.

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