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von *Orakel-im-Web / Orakelfreunde* - Besuchern
Klummsy / April 2012

Mein Leben und ich

Kapitel 1: Schulanfang, bitte werde gut ...

Mein Leben und Ich. wir sind nicht gerade die besten Freunde. Es gibt viel zu viele Uneinigkeiten zwischen uns. Ich wollte eigentlich immer nur fröhlich und unbeschwert mein Leben genießen, doch mein Leben will mich lieber leiden sehen.
Ich heiße Christina und ich bin 17 Jahre alt. In der Schule habe ich einen Haufen an Problemen angesammelt. So Freunde- und Notenmäßig sieht es ziemlich schlecht aus. Ich habe das Gefühl, dass mich meine Freunde nicht mehr wirklich verstehen. Während ich andauernd versuche allen etwas recht zu machen, ist der Rest der Welt egoistisch, knallhart und unberechenbar. Aber egal wie stark ich von einigen Menschen enttäuscht wurde, ich sehe irgendwie immer nur das Gute in ihnen. So kommt es auch dazu, dass viele mich ausnutzen. Bei den Noten bin ich einfach nur ratlos. Ich lerne und lerne und mache kein Auge zu, um dann eine mangelhafte Leistung zu vollbringen. Wenigstens habe ich keine Probleme mit meinen Eltern. Sie sind immer sehr rücksichtsvoll und unterstützen mich an allen Ecken. Ich bin wirklich sehr froh, solch liebe Eltern zu haben.
Natürlich ist mir bewusst, dass viele Menschen ihre individuellen Probleme besitzen. Trotzdem sind meine Probleme anders.. Es scheint, als wollten sie mich zerstören.

Montagmorgen. Ich muss mich natürlich mal wieder total beeilen um meinen Schulbus zu bekommen. In einem 4er Sitz unterhalte ich mich mit drei Freundinnen. Anne, Lisa und Laura. Alle haben gerade das große Glück verliebt/vergeben zu sein. Anne hat gerade ein Auge auf einen Schüler geworfen, der eine Klasse über uns ist. Ich habe keine Ahnung wie er aussieht. Das Einzige, was ich weiß, ist dass die beiden seit kurzer Zeit in Kontakt getreten sind und viel Interesse aneinander zeigen. Ich finde das ja total süß. Lisa und Laura haben jeweils einen Freund. Lisa seit 6 Monaten und Laura seit 2 Jahren. Die sind echt beneidenswert. Ich dagegen hatte so meine gewissen Probleme. Immer wenn ich einen Jungen interessant fand und mich versuchte ihm zu näher, wurde ich schmerzvoll abgewiesen bzw. beleidigt. Mein Selbstbewusstsein musste dadurch stark leiden und bis auf 2 mm schrumpfen. Haha. Naja.
Das 11. Schuljahr beginnt. Ich bin wirklich total aufgeregt und gespannt, wie meine neue Klasse seien wird. Ich hoffe, dass ich gut mit ihr zurechtkomme und nicht noch mehr Probleme bekomme. Ich und meine 3 Freundinnen sitzen auf einer Bank und beobachten das Geschehen im Schulgebäude. Ich bemerkte, wie sich ein Junge von seiner Gruppe löste und sich auf uns zubewegte.
"Alex!" schrie Anne.
Sie rannte auf ihn zu und umarmte ihn.
"Leute, darf ich vorstellen, dass ist Alex" sagte sie zu uns und schaute uns triumphierend an.
Teilnahme- bzw. Lustlos schaute ich ihn mir an. Er war eher mittelmäßig. Ich stehe eher auf Typen, die auffällig sind und aus der Menge herausstechen. Wie der dunkelhaarige Typ, der sich in der Gruppe, aus der Alex kam befindet und gerade ein außerordentlich süßes Lächeln zeigte. Ich wurde ein wenig rot. und damit hatte sich dieses Thema auch erledigt.
"Na freut ihr euch auch alle so sehr auf ein neues, aufregendes Schuljahr?" fragte Alex mit ironischem Tonfall.
"Ahwas, Schule ist so öde. Ich will lieber noch länger Ferien!" sagte Anne.
Wahrscheinlich versucht sie vor Alex cool zu wirken. Das würde aber total gegen die Anne sprechen, die für jede Arbeit 2 Wochen am Stück wie verrückt lernen muss . -.- :D
Die Schulglocke klingelte und es wurde Zeit unser Klassenzimmer aufzufinden. Raum 290. Das sollte ich mir merken können. Unser Klassenlehrer Herr Rauch verbrachte 4 Stunden mit uns der Klasse 11c und erklärte uns den Ablauf der 3 Jahren. Nach diesen 3 Jahren sollte ich mein Abi haben. JUHUU =)
In meiner Klasse gab es keine außergewöhnlichen Personen. Irgendwie sahen alle gleich aus. Außerdem kannte sich viele schon von früher, wie ich Anne und die anderen schon kannte. Somit hatten wir uns in viele Untergruppen gebildet. Naja. Mir egal. Pause gab es um 11 Uhr bis 12 Uhr. Das war die sogenannte Flirtzeit. Lisa und Laura gingen zu ihren Freunden und ließen mich und Anne einfach zurück.
"Wollen wir uns mal die Cafeteria anschauen?" fragte ich sie.
Sie war einverstanden. Somit begaben wir uns in das unterste Stockwerk und nahmen Platz an einem freien Tisch.
"Ich finde es echt schade, dass wir in so eine seltsame Klasse gekommen sind! Die waren alle so mysteriös Naja, Hauptsache wir zwei sind zusammen in einer Klasse!" sagte ich zu Anne.
"Hihi, ja. Wir brauchen keinen anderen außer uns. Hast du dir eigentlich aufgeschrieben was wir uns für die Schule besorgen sollen."
"Was? Sollten wir uns was besorgen?"
"Haha, Ich wusste doch dass du mal wieder nicht zugehört hast." Anne lachte.
Sie holte ein Heft aus ihrer Tasche und lies vor: "Den dicken Taschenrechner, Kohlhaas Reclam und unbedingt das Lektürenbegleitheft. Schreib dir das lieber auf, bevor du es vergisst."
Ich holte meinen Block und mein Stift und schrieb mir alles auf.
"Oh man, dass Schuljahr hat gerade angefangen und schon muss ich mir etwas besorgen." Ich bemerkte nicht, dass sich mein Stift Richtung Tischkante bewegte und somit fiel es runter. Ein Junge, der gerade in diesem Augenblick an unserem Tisch vorbeiging blieb freundlicherweise stehen und hob den Stift für mich auf. Er hielt ihn vor mir und schaute mir tief in die Augen.
"Pass auf deine Sachen auf!" sagte er, lächelte dabei und ging wieder.
°Der Typ mit dem tollen Lächeln° dachte ich.
"Wow, das war aber ein echt gutaussehender Typ. Der würde perfekt zu dir passen Chrissi!" sagte Anne.
"Ahwas." Sagte ich und blockte somit jede weitere Diskussion ab.

Kapitel 2: Alex und sein Freund Marc

Dienstagmorgen = Rennen zum Bus!
Es ist echt total stressig sich morgens für die Schule vorzubereiten. Man hat keine Zeit zum Frühstücken, muss sich beim Schminken immer hetzen. und am Ende muss ich IMMER zum Bus rennen. Ich weiß echt nicht, wie Anne und die anderen es schaffen gemütlich zum Bus laufen zu können. Der Bus war total voll und ich musste mich irgendwo hinsetzen. Dabei beachtete ich nicht wo ich mich hinsetze. Ich machte meinen Ipod an und hörte Musik. Den Rest der Welt beachtete ich nicht mehr.
So langsam hatte der normale Ablauf der Schule begonnen. In Mathe hatten wir sofort 4 Seiten vollgekritzelt. So nebenbei: Ich hasse Mathe!
Um das Kennenlernen innerhalb der Klasse zu unterstützen, erarbeiteten wir alles in Gruppenarbeit. Unnötigerweise, wie ich fand, denn ich wusste schon von Anfang an, mit wem ich mich nicht anlegen würde. Die Pause lief genauso ab wie gestern. Laura und Lisa rannten weg und ich und Anne gingen zur Cafeteria.
"Hast du schon das neue Lied von Lady Gaga gehört?" fragte ich Anne voller Begeisterung.
"Was? Ein neues Lied? Ohaaa, das muss ich unbedingt hören!" sagte sie.
"Tja, sei froh, dass du mich als Freundin hast. Denn ich habe das Lied bereits auf meinem Ipod!" Ich krümelte in meiner Tasche rum und suchte nach meinem Ipod.
"Hier irgendwo muss es doch sein!" Ich krümelte etwas hysterischer in meiner Tasche.
"Ehm Christina?" Anne pikste mich.
"Aua! Was denn?"
Anne deutete nach vorne. Der Typ von der Gruppe bewegte sich genau auf uns zu. Als ich das bemerkte wurde ich leicht rot ohne genau zu wissen warum. Und mit jedem Schritt, den er sich uns näher wurde ich nervöser.
"Hay!" sagte er.
"Hay" sagte ich mit leicht zittriger Stimme.
Er hielt ein IPod vor mich.
"Mein IPod?! Wo.?" Ich griff nach meinem IPod und schaute ihn fragend an. Er lächelte mich total süß an.
"Ich sagte doch bereits: Pass auf deine Sachen auf!"
"Wo war mein IPod?" fragte ich ihn.
"Du saßt im Bus vor mir. Hast mich anscheinend nicht bemerkt. Als du ausgestiegen bist, ist dir dein IPod aus der Tasche gefallen. Ich wollte es dir ja wieder geben, aber du bist wie ein wildes Schwein davon gerast."
Jetzt wurde ich wirklich rot, denn mir wurde bewusst, dass wenn er hinter mir saß, er sicherlich gesehen haben muss, wie ich mit meinem Kopf hin- und hergewackelt hatte.
"Ah. D-danke."
"Warum bist du eigentlich so gerannt!" fragte er mich.
"Weil." ich stoppte.
°Weil ich ganz ganz dringend auf die Toilette musste. Das kann ich doch nicht sagen!°
Statt etwas zu antworten lächelte ich nur verlegen.
"Naja, ist auch egal. Pass einfach auf deine Sachen auf!"
Und mit diesen Worten ging er weg.
"Er war im gleichen Bus? Heißt das er wohnt bei uns in der Nähe?" fragte mich Anne.
Dass hatte ich mich allerdings auch gefragt.
Nach der Schule begaben Anne und ich uns auf unseren Weg nach Hause. Wir waren total müde, denn wir hatten heute Nachmittagunterricht. Und noch schlimmer: Ich hatte vergessen mir etwas zu essen mitzunehmen, weshalb ich tierisch hunger hatte. Mein Magen knurrte sehr laut.
"Oh Christina. Wie kannst du nur vergessen dein Essen einzupacken?" Anne schaute mich mit diesem Blick an, der sagte: Mensch bist du ein Idiot! Ich hasste es, wenn sie diesen Blick drauf hatte.
"Ich hatte einfach keine Zeit mehr." verteidigte ich mich.
"Du kannst zur Abwechslung auch mal etwas früher aufstehen!" meinte Anne. Diese doofe kleine Klugscheißerin.
"Ja. das nehme ich mir jeden Tag vor. Aber am Schluss bin ich einfach zu faul."
Anne schaute mich kritisch an und damit war dieses Thema beendet.
"Achja, bevor ich es vergesse. Heute treffe ich mich mit Alex und seinen Freunden in einem Cafe. Ich bin so aufgeregt. Alex ist wirklich total süß. Er meinte, ich kann bestellen was ich will, er bezahlt es mir dann. Du musst schon zugeben, dass ich wirklich einen tollen Typen gefunden habe. Nicht mehr lange und wir kommen zusammen. Da bin ich mir sicher!" Anne war in ihrem Element.
"Ja. Er ist wirklich toll." Sagte ich, um sie zufrieden zu stimmen.
"Ja und bald ist er MEIN!" gackerte Anne so laut, dass es mir echt peinlich wurde.
"Jaa." "Und was machst du eigentlich heute noch?" fragte mich Anne. Ich wette sie wollte mich darauf hinweisen, dass ihr Tag aufregender sein würde als meiner.
"Meine Mutter ist krank. Deswegen muss ich in einige Geschäfte und ein paar Sachen für sie und meine Schwester besorgen. Anschließend habe ich Klavierunterricht." Sagte ich. Mit gespanntem Blick wartete ich auf ihren Kommentar.
"Haha. Oh du Arme! Naja. Wenn du auch einen Jungen finden würdest hättest du bestimmt auch ein spannenderes Leben." Kicherte sie mit einem fießen Gesichtsausdruck.
Mit einem gequälten Lächeln zeigte ich ihr, dass ich ihr diesen Kommentar nicht übel nahm. Anne ist manchmal wirklich sehr fieß. Aber ich mag sie trotzdem sehr. Ich meine, weiß sie denn nicht, dass ich die ganze Zeit vergeblich nach einem Jungen suche, der meinen Ansprüchen gerecht wird und dann noch kein totaler Vollidiot ist. So etwas zu finden ist wirklich schwer!
Zu Hause musste ich mich erst um meine kranke Mutter kümmern. Sie hatte hohes Fieber, weshalb ich ihr versprach heute für sie einkaufen zu gehen. Sie gab mir 50 Euro, ich hoffte, dass das reicht und ich fuhr wieder in die Stadt. Zuerst in REWE um dort ihr erwünschtes Gemüse zu kaufen. Sachen die ich vorher nie gehört hatte. Es dauerte sehr lange, bis ich all diese Gemüsearten gefunden habe. 3 mal musste ich die Verkäuferin um Hilfe bitten. Mit einer großen schweren Tasche wollte ich dann wieder nach Hause fahren, als mich meine Mutter anrief und meinte, dass sie wirklich gerne noch ein Kuchen hätte. Also ging ich in das nächste Cafe und bestellte dort einen Kuchen.
Zufälliger Weise befanden sich in diesem Cafe Anne, Alex und ein paar Freunde von Alex, die ich nicht bemerkte.
"Hey Anne, ist das nicht Christina?" fragte Alex.
"Wenn du willst kannst du sie zu uns rufen."
Anne lächelte schräg und schaute böse in meine Richtung.
°Bestimmt hat sie in jedem Cafe nach uns gesucht. Ich wusste doch, dass sie neidisch ist!° dachte Anne.
"Christiiinaaaa!" rief sie mit einer überraschend fröhlichen Stimme.
Ich bemerkte sie und ging auf sie zu. Ich musste ja nicht lange bei ihnen bleiben. Nur kurz Hallo und dann ab nach Hause. Denn ich war schon richtig müde.
"Hay Leute." Sagte ich.
"Was hast du den in dieser Tasche drin?" fragte Anne mich.
"Oh. Gemüse, Gemüse, sehr viel Gemüse." sagte ich mit einem mürrischen Ton.
Ich schaute auf die Freunde von Alex und war verwundert als ich den Typen sah, der mir meinen IPod gebracht hatte.
°Oh Gott. Er ist mit Alex befreundet?° dachte ich.
Er grinste mich an und machte mich dadurch total nervös.
"Also heißt das Mädchen, das all ihre Sachen verliert Christina?" bemerkte er.
"Ich verliere nicht all meine Sachen! Aber egal jetzt. Ich muss mal wieder gehen. Meine Mutter wartet darauf, dass ich ihr etwas koche." Meinte ich.
"Etwas mit Gemüse?" fragte Anne und lachte.
Ich schaute sie etwas verwirrt an und packte nach meiner Tasche. Sie war wirklich schwer. Ich wollte gehen als jemand meinen Namen rief. ER hat mich gerufen.
"Diese Tasche sieht wirklich schwer aus. Lass sie mich für dich tragen." Sagte er und alle schauten in verdutzt an. Er wollte meine Tasche für mich tragen? Ohne auf meine Antwort zu warten nahm er mir die Tasche aus der Hand und schaute mich an.
"Komm wir gehen. Wohin musst du eigentlich?" fragte er und öffnete die Tür des Cafés.
"Zur Bushaltestelle." Meinte ich.
"Ach, fährst du mit dem Bus? Ist ja super. Dann kann ich gleich mitfahren."
Mit diesen Worten schubste er mich die Tür hinaus und verließ das Cafe. Mir war das total unangenehm. Andererseits hatte es mich auch gefreut.
"Anne ist eine Freundin von dir, oder?" fragte er mich.
"Ja genau!" antwortete ich.
"Sie kann sehr viel reden. SEHR VIEL!"
"Haha. Ja =) So ist meine Anne eben." Ich musste lächeln.
"Ich bin froh, dass du da warst. Das gab mir einen Grund aus dem Cafe zu fliehen. Das war ja nicht mehr auszuhalten mit dieser Anne."
Ich spürte wie mein Herz in meine Hose rutschte. Also wollte er mich nur begleiten, weil er schnell vom Cafe weg wollte. Ich war etwas enttäuscht. Als wir an der Bushaltestelle ankamen, stand der Bus bereits da.
"Ich fahre doch nicht mit!" bestimmte er.
Ich schaute ihn fragend an und merkte, wie erneut mein Herz in meine Hose rutschte.
"Hier deine Tasche! Wir sehen uns dann morgen." Sagte er und wollte wieder gehen.
"Hey, darf ich denn wissen wie du heißt?" fragte ich ihn und schämte mich sofort für diese peinliche Frage.
Er drehte sich um und ich errötete, als ich sein süßes Lächeln sah, dass er gerade auf seinem Gesicht trug.
"Ich heiße Marc!"

Kapitel 3: Einbildung oder Realität??

Heute hatte Ich endlich mal erst etwas später Unterricht. Trotzdem musste ich wieder zum Bus rennen. Anscheinend gehört das zu meinem Alltag dazu.
Lisa und Laura sind schon zur ersten Stunde gefahren, da sie sich unbedingt mit ihren Freunden treffen wollten. Die Liebe muss schon schön sein, wenn man dafür sogar bereit ist, seinen Schlaf vorzeitig zu unterbrechen. Zusammen mit Anne nahm ich den Bus zur dritten Stunde und durfte mir detailliert anhören, wie der Tag mit Alex weiterging. Anscheinend hatte er ihr endlich gesagt, dass er sie total nett findet und sie gerne romantisch zum Essen einladen will.
"Oh, ich war so fröhlich, als er das gesagt hatte. Ich dachte ich würde sterben. Ich wette mit dir, dass er mich dort dann fragen wird, ob ich mit ihm gehen will. Hihi. Wir müssen davor unbedingt noch einmal shoppen gehen. Ich brauche ein ganz besonderes Kleid dafür." Sagte Anne im verträumten Ton.
In der Schule angekommen, begann mal wieder die Qual meines Lebens. Mathe. Doppelstunde. Echt zum Kotzen-.- Wenn ich nicht bald etwas ändere, kriege ich in Mathe null Punkte. Ich weiß einfach nicht, wie ich es schaffen soll, mich in diesem Fach zu bessern. Rebecca, eine aus meiner Klasse, lachte sich natürlich mal wieder den Arsch ab, als der Lehrer mich aufrief und ich totalen Müll zusammen gerechnet hatte.
"Oh Chrissi, findest du nicht, dass es ein Fehler war, dich an dieser Schule anzumelden?!" sagte sie.
Ich war stinkwütend. Was bildete sie sich ein. In allen anderen Fächern war ich besser als der Durchschnitt. Und insgesamt habe ich auch eine bessere Note als sie. Ach, muss versuchen mich nicht über diese Kuh aufzuregen. Dieses Mal musste ich alleine in die Pause gehen, denn Anne traf sich noch mit Alex.
°Und am Schluss, lassen sie mich alle alleine!° dachte ich und schaute böse auf Anne.
"Tja, wenn du einen Jungen finden würdest." fing Anne an, doch ich blockte ab und ging in den Pausenhof.
Während ich mich draußen auf die Treppe setzte, unterhielten sich Anne und Alex.
"Hallo meine Süße." Sagte er und umarmte sie dabei. Anne wurde dabei rot und lächelte wie eine doofe Kuh.
"Hay." Sagte sie.
"Hast du Christina nicht mitgenommen?" fragte er sie und schaute sich um.
"Was Christina? Nein wieso auch?" Anne schaute skeptisch auf Alex.
Alex blickte unsicher auf Marc und dann wieder auf Anne.
"Nur soo." sagte er schüchtern und begann ein neues Thema.
Ich schaute auf den Himmel und beobachtete wie sich die Wolken bewegten. Die Natur faszinierte mich sehr. Sie war so wunderschön und voller ungeahnter Fähigkeiten, ich wünschte ich könnte genauso sein wie sie. Während ich so auf den Himmel blickte näherten sich Schritte. Marc kam auf mich zu und setzte sich neben mich auf die Treppe.
"Wurdest du auch von deinem Freund stehen gelassen?" fragte ich und klang dabei sehr beleidigt.
Marc lachte und gab mir einen Klatsch auf die Schulter.
"Es gibt schlimmeres. Sei doch wegen sowas nicht beleidigt."
Ich schaute ihn traurig an und erinnerte mich an gestern. Als ich so erfreut war, dass er mich begleiten wollte und so enttäuscht war, als ich merkte, dass er es nicht wegen mir tat.
°Warum ist er zu mir gekommen? Es ist bestimmt wieder wegen demselben Grund wie gestern. Ich brauche mir wohl keine Hoffnung zu machen. Was? Hoffnung? Was rede ich denn da? Und warum bin ich jetzt so nervös?°
Wieder lächelte er und mir wurde ganz warm ums Herz. Ich schaute ihn an und verlor mich in seinen wundervollen tiefschwarzen Augen.
"Alex meinte, er wollte nicht, dass Anne dich alleine lässt. Er hat mich geschickt um nach dir zu suchen. Komm wir gehen zu denen. Die warten bestimmt schon." Marc stand auf und reichte mir seine Hand.
"Ich denke nicht dass Anne darüber erfreut sein wird." sagte ich. "Im Gegenteil. Sie wollte unbedingt mit Alex alleine Zeit verbringen."
"Ist doch egal was Anne will. Alex will mich dabei haben. Und wenn ich Anne ertragen soll, dann will ich wenigstens, dass du dabei bist."
Ich dachte mir fallen die Ohren ab. Was genau wollte er mir damit sagen? Mag er mich? Ich war einfach nur total verwirrt. Als ich eine Zeit lang verdutzt da saß und mich nicht regen wollte, packte Marc mich an meinem Arm und zog mich hoch.
"Los!" befahl er mir und schubste mich rum.
"Hey, hör auf damit mich rumzuschubsen!" Sagte ich und schubste ihn nach vorne.
Marc lachte und schubste mich wieder, nur dieses Mal so stark, dass ich auf den Boden fiel. Mit verärgertem Blick schaute ich auf ihn und versuchte so elegant wie nur möglich wieder aufzustehen. Ich sammelte all meine Kraft und wollte ihn zurückschubsen, doch als ich gerade meine Arme ausstreckte um ihn zu treffen, packte er meinen rechten Arm und umklammerte mich mit seiner anderen Hand, sodass wir uns plötzlich umarmten.
"Du bist lustig." Sagte er, ließ mich wieder los und zehrte mich weiter. Mit knallrotem Kopf kam ich bei Anne und Alex an. Wie erwartet, schien Anne überhaupt nicht begeistert davon gewesen zu sein. Besonders als sie mein rotes Gesicht sah, schien sie wütend.
"Hay Chrissiiii =)" rief sie, völlig unpassend zu ihrem Gesichtsausdruck und umarmte mich.
Als sie mich umarmte erinnerte ich mich an das vorhin und blieb total starr stehen. Ich hatte einfach nur viel zu viele Fragen, die ich Marc am liebsten stellen würde. Aber sie sind so peinlich und ich würde mich auf keinen Fall trauen. Zu viert saßen wir nun in der Cafeteria und redeten. Marc schien wirklich genervt von Anne und versuchte sie so gut wie nur möglich zu ignorieren. Alex dagegen schien wirklich begeistert von ihr zu sein. Er schaute sie verliebt an und ich merkte doch tatsächlich die Eifersucht in mir. Es war einfach nur zuckersüß, die beiden zusammen zu sehen. Außerdem war Alex auch zu mir sehr nett. Somit hatte er sich ganz viele Sympathiepunkte ergriffen. Seit der Umarmung, traute mich nicht mehr Marc anzusehen. Ich war die ganze Zeit wie gelähmt und versuchte seinen Blicken auszuweichen. Doch, da war ich mir hundert Prozent sicher, er blickte die ganze Zeit in meine Richtung. Ich hoffe, dass mein Gesicht nicht allzu rot angelaufen war, denn ich merkte wie sehr mir die Hitze ins Gesicht lief. Nur zu gerne würde ich wissen, was in seinem Kopf vorgeht. Als die Pause vorbei war, war ich total erleichtert.
"Hey Leute, morgen wieder an diesem Tisch. Ich freu mich schon." Sagte Alex und umarmte erneut Anne.
"Dann bis morgen." Flüsterte mir Marc ins Ohr, was mich total zusammenzucken ließ.
Als die beiden schon so weit entfernt waren, dass sie uns nicht mehr hören konnten, schaute Anne mich an und fragte: "Sag mal? Was läuft da zwischen dir und Marc?"
Ich schaute sie erschrocken an.
"Wie? Was sollte zwischen uns laufen. Haha. Da ist überhaupt nix!" meinte ich und ging schnell zurück in unser Klassenzimmer.

Kapitel 4 : Einbildung! Er ist schon vergeben -.-

Heute war der aller schlimmste und peinlichste Tag in meinem ganzen Leben. Es scheint als ob ich doch der größte Pechvogel bin, den es gibt.
Die letzte Nacht, hatte ich mir die ganze Zeit Gedanken darüber gemacht, wie Marc wohl über mich denkt. Am Ende war ich total davon überzeugt, dass er in mich verliebt sein muss. Oder zumindest interessiert an mir. Ich war total glücklich darüber und überlegte mir, wie ich ihm am besten zeigen kann, dass auch ich an ihn interessiert bin. So und jetzt ist es raus. Ich finde Marc toll. Er ist echt süß und ich hatte immer so ein schönes Kribbeln im Bauch, wenn er in meiner Nähe war. Das war einfach nur Verliebtheit.
Also ging ich strahlend und zur Abwechslung mal ohne Stress zum Bus. Meine Freundinnen starrten mich entsetzt an.
"Chrissy? Bist du es? Seit wann bist du mal pünktlich?"
Aber ich war zu gut drauf, um mich darüber aufzuregen. Als ob ich IMMER unpünktlich bin. Tze tze!
Im Bus schaute ich jede einzelne Person an, da ich dachte dass Marc bestimmt schon drin sitzt. Und tatsächlich. Er saß ganz hinten und hatte sogar noch einen Platz frei. Ich strahlte ihn an und nahm neben ihm Platz.
"Oh Hay." Sagte er und grinste mich an.
"Hay" pfiff ich vor lauter Glück.
"Oho, da ist eine aber ganz gut drauf." Meinte er und schaute mich durchdringend an.
"Ist irgendetwas passiert? Etwas, was mich vielleicht interessieren könnte." Fragte er.
Ich wurde knallrot und kicherte wie eine besoffene Erbse. Marc schaute mich zuerst fraglich an, dann lachte er ebenfalls.
°Oh wenn du nur wüsstest. Ich glaube das würde dich so glücklich machen, dass du mindestens eine Woche lang Spongebob Lieder singen würdest.° Dachte ich und lächelte verlegen.
"Wenn du es mir nicht erzählen willst, dann musst du nicht. Aber es ist echt schön dich so fröhlich zu sehen." Sagte Marc und brachte mein Herz damit zum Schmelzen.
Ich bemerkte, dass Anne und meine anderen Freundinnen alles genau beobachteten und grinste sie glücklich an.
°Na bitte, schaut es euch an. So ein toller Typ wie Marc freut sich, wenn ich fröhlich bin. Ich hoffe ihr habt das alle gut gehört.° Ich triumphierte innerlich und konnte nicht mehr aufhören zu grinsen. Als ich dann von Marc erfuhr, dass er aus irgendeinem Grund zusammen mit der 11 c Sport hat (11c ist meine Klasse) platze ich schon beinahe vor Freude.
"Wirklich? Ich bin in der 11c." sagte ich.
"Echt? Cool, dann sehen wir uns ja bestimmt. Anscheinend meinen die Lehrer, dass die 11 Klassen dann motivierter sind oder irgendwie sowas. Aber an uns 12 haben die dabei nicht gedacht! Naja, wenn so nette Mädchen wie du dabei sind, hab ich nichts dagegen." Erzählte er.
°Oh mein Gott. Habt ihr das gehört. Bitte sagt mir dass ihr das gehört habt.°
Ich war total gespannt auf den Sportunterricht. Saß den ganzen Unterricht lang unruhig auf meinem Stuhl, schaute ungeduldig auf meine Uhr und wartete sehnsüchtig auf die 7.Stunde.
Dann war es endlich soweit. Ich war total glücklich, dass ich etwa total schickes zum Sport mitgenommen hatte. Sonst war es immer irgendein hässliches t-shirt. Somit musste ich Marc darin gefallen. Ach er ist verliebt in mich, natürlich wird im das Gefallen. Zusammen mit Anne, Lisa und Laura ging ich total gespannt in den Sportsaal. Und tatsächlich. Dort saß er. Neben Alex und einem komischem Mädchen. Hihi, gleich setzt ich mich zwischen sie. Sie küssten sich. Moment mal? Wieso küsst er dieses Mädchen?! Ich dachte er ist in mich verliebt.
WUSCH! Freude am Arsch, Lächeln am Arsch, alles am Arsch...
"Hey Chrissy. Komm wir setzten uns zu Alex und Marc!" sagte Anne und schaute mich mit einem frechen Gesichtsausdruck an. Meine Enttäuschung konnte man gut und deutlich an meinem Gesicht ablesen.
Wider Willen setzte ich mich neben Anne und blickte lustlos auf unseren Sportlehrer.
"Was ist denn mit deiner Fröhlichkeit passiert?" fragte Marc mich.
Ich war den Tränen nahe. Ich hatte mir etwas vorgespielt. Ich hatte mir aus irgendeinem Grund auch immer eingebildet, dass Marc in mich verliebt ist. Es war wirklich anstrengend meine Tränen zu unterdrücken. Ich glaub es hatte auch nicht wirklich viel gebracht, denn Marc sah mich mitleidig an.
In Sport spielten wir Volleyball. Ich war total mies gelaunt und spielte grauenhaft. Rebecca ergriff diese Gelegenheit sofort und ärgerte mich wieder.
"Na Chrissy. In Sport noch schlechter als in Mathe. Das so etwas möglich ist!" kicherte sie.
Ich wurde wütend, nein ich rastete aus. Meine Entäuschung und meine Wut verbündelten sich und zeigten sich als Flammen, die mich umringten. Alle traten erschrocken beiseite. Und Marc sah mich gespannt an.
"Du solltest dir echt noch überlegen die Schule zu wechseln!" rief sie mir zu.
"Halt deine Klappe und mach Anschlag!" schrie ich voller Wut.
Mit voller Kraft machte sie einen Anschlag, den normalerweise kein Mensch halten könnte. Doch ich fasste den Ball, machte einen angsteinflößen Schrei und schoss ihn wieder zurück zu Rebecca. Sie wich erschrocken zurück und alle schauten mich verblüfft an.
"Warum nicht gleich so Christina?" fragte mich der Lehrer und schaute mich stolz an.
"Du hast Anschlag! Ich wette das war nur ein Zufallstreffer!" reizte Rebecca mich.
"Na das werden wir sehen."
Die Flammen um meinen Körper vergrößerten sich und ich machte mit großem Schwung einen so starken Anschlag, man konnte den Ball nicht sehen, weil er sich zu schnell bewegt hatte. Rebecca, die meinen Ball erfassen wollte, hatte ihn zwar bekommen, aber die Kraft mit der dieser Ball geschossen wurde war so groß, dass Rebecca nach hinten gestoßen wurde und umgefallen war.
Die anderen klatschten. Ich sah rüber zu Marc und wurde erneut enttäuscht. Er war anscheinend nicht an mich interessiert. Denn statt über meinen grandiosen Anschlag zu diskutieren unterhielt er sich mit diesem Mädchen. Meine Flammen erloschen und mein Herz zerbrach. Mit runter hängenden Schultern machte ich mich auf den Weg nach Hause. Doofer Marc!
Er rannte mir hinterher.
"Hay Chrissy, warum wartest du nicht auf mich. Ich wollte dir noch meine Freundin vorstellen. Ich wette du würdest dich gut mit ihr verstehen." Sagte er und sah mich erwartungsvoll an.
"Hmh." antwortete ich ihm.
"Hey was ist denn los mit dir?" fragte er.
"Du warst doch heute Morgen im Bus noch so gut drauf."
Als sich meine Laune immer noch nicht besserte fing er an meine Backen zu kneifen.
"Werde fröhlich, werde fröhlich, werde fröhlich."
Doch genau das Gegenteil trat ein. Ich fing an zu weinen. Marc sah mich erschrocken an.
"Habe ich etwas Falsches gesagt." Er wollte mich in seine Arme nehmen um mich zu trösten, doch ich stoß ihn weg von mir und schaute ihn mit ernstem Blick tief in die Augen.
"Du bist so ein Idiot!" schrie ich und rannte weg.
Marc blieb verdutzt hinten stehen.
°Wie sollte ich bei solch sanften Sätzen auch nicht anfangen zu weinen. Er ist einfach nur total süß. Aber leider ist er auch vergeben. Er hat eine Freundin. Eine verdammte Freundin hat er. Was soll ich jetzt nur machen. Mensch ich bin so ein Depp! Ich hätte doch ahnen können, dass so etwas nicht möglich sein kann.°
In meinem Zimmer angekommen ließ ich mich auf mein Bett fallen und heulte die ganze Nacht durch. Ich war einfach nur fertig und unglücklich. Warum musste ich mir auch nur so große Hoffnungen machen?

Freitag in der Schule wurde es dann noch schlimmer. Mein Versuch mich von Marc fernzuhalten schien irgendwie nicht klappen zu wollen. Irgendjemand wollte mir wohl unbedingt zeigen, welchen süßen Typen ich doofe Gans eben nicht bekommen werde. Na danke! Da erlebt man so was Enttäuschendes und darf es nicht einfach vergessen. Jedenfalls versuchte Marc andauernd mich mit seiner Freundin bekannt zu machen. Man! Ich will sie nicht kennen !!!
Doch Marc schien sich dafür nicht zu interessieren. So besaß er doch die Frechheit sie in der Mittagspause mit zu unserem Tisch in der Cafeteria zu bringen. Als ich die beiden sah, dachte ich mein Unterkiefer würde auf den Boden fallen. Sie hielten Händchen. Anne sah dem Ganzen vergnügt zu.
"So! Jetzt seht ihr euch endlich!" strahlte Marc und schubste mich vor seine Freundin.
"Schatzy (BÄH, er nennt sie Schatzy) das ist Christina. Ist sie nicht süß?" stellte er mich vor.
"Und das ist meine Freundin Ellen. Sie ist aus der Klasse 12 b."
Zwar strahlte Marc, aber ich bekam das Gefühl, dass Ellen mich nicht wirklich toll findet.
"Du bist also Christina? Interessant. Warum hängst du mit meinem Freund ab? Willst du was von ihm?" fragte sie sofort, ohne mit den Wimpern zu zucken.
Alle sahen Ellen erschrocken an. Besonders ich.
"Was? Wie? Nein! Ich bin eine Freundin von Anne. Und sie ist eine Freundin von Alex! Und Marc ist ein Freund von Alex. Und. ach wie soll ich sagen. Keine Ahnung warum..." versuchte ich alles zu erklären und verwirrte mich dabei selbst.
Ellen schaute mich grinsend an.
"Was bist du den für eine?" fragte sie, lachte und wandte sich von mir ab.
°AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH° war das Einzige, was ich in diesem Moment dachte.
"Schatzy, ich will nicht das du dich weiterhin mit dieser Person triffst!" befahl sie, packte Marc am Arm und zog ihn weg.
Marc riss sich los und starrte sie ungläubig an.
"Was zum Teufel soll das werden? Wie redest du mit meinen Freunden?"
Ich wusste echt nicht ob ich jetzt gerührt sein sollte oder nicht.
"Ich entscheide selber mit wem ich abhänge und mit wem nicht! Dein Verhalten ist mir einfach nur peinlich. Melde dich bitte erst wieder, wenn du normal im Kopf bist!" sagte Marc in klarem Ton.
Ich war ernsthaft erstaunt von seinen Worten. Er nahm mich und Alex an der Hand und zerrte uns nach draußen. Anne lief uns hinterher.
"Boah, du musst es dir wirklich abgewöhnen mich andauernd rumzuzerren." Sagte ich im genervten Ton.
Marc schaute mich traurig an. Oh Mann. Sogar wenn er traurig ist, sieht er total toll aus.
"Mir ist das wirklich sehr unangenehm. Ich dachte ihr könntet euch anfreunden. Ich hoffe du hast nichts persönlich genommen. Ellen ist immer so." entschuldigte er sich bei mir.
Alex tätschelte seine Schulter.
"Hey Marc, mach dir keine Sorgen. Ellen beruhigt sich wieder. Dann erklär ich ihr noch mal alles und damit klärt sich dann alles!" tröstete er ihn.
"Ja du hast Recht. Ich hoffe sie ist jetzt nicht sauer, dass ich sie doof angemacht habe. Ich liebe sie doch so sehr." sagte Marc und schaute traurig auf den Boden.
´Ich liebe sie doch so sehr...´ dieser Satz war wie ein Stich in mein Herz. Doch beim Anblick seiner Traurigkeit konnte ich nicht anders als ihm etwas Aufbauendes zu sagen.
"Ich wette, wenn ich nochmal mit ihr rede, dann werden wir uns bestimmt anfreunden!"
Marc schaute mich erstaunt an. Und dann. dann lächelte er.
"Es ist schön dich lächeln zu sehen." Sagte ich und die anderen stimmten mir zu.
Meine Worte rührten Marc so sehr, dass er aufstand und mich ganz fest umarmte. Mir wurde total schwindelig. Aber ich riss mich zusammen. Immerhin liebt er eine andere. Doch meine Gefühle für ihn sind so groß, .
"Danke Christina! Du bist die Beste!" Sagte Marc und lächelte mich an.

Kapitel 5: Eine Freundschaft mit dem Feind?!

Seit ich erfahren hatte, dass Marc eine Freundin hat, verlor mein Leben einen Sinn. Mit hängenden Schultern lief ich zur Schule und mit hängenden Schultern lief ich zurück nach Hause. Marc zu sehen, war für mich nur noch eine Qual. Und um alles noch schlimmer zu machen, hatte ich Marc versprochen erneut mit Ellen zu reden. Dabei hatte ich so etwas von keine Lust. Was sollte ich auch mit ihr anstellen? Beste Freundinnen werden. Niemals!
Wie versprochen trafen ich und Ellen uns nach der Schule in einem Cafe, um uns näher kennenzulernen. Dieses mal waren wie alleine. Ich hatte schreckliche Angst.
Als sie auf mich zukam wirkte sie überraschend freundlich. Sie begrüßte mich und bestellte sich etwas zu trinken. So als wären wir gute Freunde. Ich war erstaunt. Doch dann verstand ich alles. Marc hatte uns von draußen beobachtet. Wahrscheinlich wollte er sichergehen, dass Ellen mir nicht an die Gurgel geht. Als er der Meinung war, alles wäre okay, ging er wieder. Zu meinem Leid. Denn auf einmal wurde Ellen total wütend.
"Was hast du dir dabei gedacht? Wieso müssen wir zwei uns hier treffen. Ich habe keine Lust auf dich und dein hässliches Gesicht!" rief Ellen wütend.
"Ja, ehm Marc." wollte ich sagen. Doch Ellen unterbrach mich mit einem grauenhaften Schrei.
"Sprich nie seinen Namen aus! Ich will das du nicht einmal an ihn denkst!" befahl sie mir.
"Sag mal? Was ist den los mit dir? Warum bist du so scheiß empfindlich? Es ist ja nicht so als ob ich dir Marc."
"AHHH! Ich sagte du sollst seinen Namen nicht aussprechen!" unterbrach sie mich erneut.
"Jetzt reicht es mir! Was ist das für eine Art mit fremden Menschen zu reden. Du kennst mich nicht, also benehm dich mal!" Schnauzte ich sie an.
"Wer gibt dir das Recht, mir irgendwas zu befehlen. Bleib meinem Freund einfach nur fern! Hast du verstanden, du dumme Schlampe?"
"Sonst was?" fragte ich sie und erhielt daraufhin einen kräftigen Schlag ins Gesicht. Ich flog auf den Boden und blickte entsetzt auf Ellen.
"Das war nur der Anfang." Sagte sie und stolzierte elegant hinaus.
°Sie hat mich. sie hat mich tatsächlich geschlagen.°

Zu Hause angekommen sah mich meine Mutter besorgt an.
"Kind, wer hat dir ein blaues Auge verpasst?"
"Ein blaues Auge?" fragte ich mich. Erschrocken rannte ich ins Bad und schaute in den Spiegel.
Alle Achtung, die hatte mir doch tatsächlich ein blaues Auge verpasst. Oh Marc, was hast du nur für eine Freundin?

Am Montag in der Schule sah mich Marc neugierig an.
"Oh Chrissy ich bin ja so froh?" sagte er.
Ich sah ihn verwirrt an.
"Ellen meinte, dass du ein sehr nettes Mädchen ist und dass sie sich in Zukunft öfters mit dir treffen will. Ich finde das einfach nur super! Hihi, und wie fandest du den Nachmittag? Hat Ellen dir auch gefallen?" fragte er mich..
Ich starrte ihn immer noch verwirrt an.
"Oh mein Gott. Wo hast du den das blaue Auge her. Oh nein du Arme. Tut das sehr weh?" Marc berührte sanft mein Auge. Es tat brutal weh, aber ich wollte nicht dass er seine Hand wegtut und hielt den Schmerz einfach aus.
"Ach es sieht schlimmer aus als es ist. Hatte eine kleine Auseinandersetzung mit meinem kleinen Bruder. Haha. Der kann drauf hauen, dass hatte mich echt überrascht." Log ich ihn an.
"Achja, Ellen kommt in der Mittagspause auch in die Cafeteria. Das ist doch in Ordnung?" fragte er.
"Haha. Aber natürlich!" Log ich erneut.
Schweren Herzens entschied ich mich dazu, ihm nicht die Wahrheit zu sagen. Sollte er doch selber herausfinden, wie seine Freundin wirklich drauf ist.
Rebecca, die immer noch total geschockt vom Sportunterricht war, lief sofort auf mich zu als sie mich und mein blaues Auge sah.
"Das war Marcs Freundin! Hab ich recht?"
"Oh? Wie kommst du auf die Idee?" verdutzt schaute ich sie an.
"Ich war auch in der Cafeteria. Frage mich wirklich, was er von so einer Tussie will. Habe mitbekommen, dass sie schon einige Strafanzeigen hatte." Erzählte sie.
"Irgendwie überrascht mich das gar nicht!" sagte ich und schaute traurig auf den Tisch.
"Hör zu. Es tut mir leid, dass ich immer so gemein zu dir war. Eigentlich finde ich dich echt cool. Wenn du Probleme mit dieser Tussie hast, dann kannst du jederzeit zu mir kommen." Sagte Rebecca, und ich war sichtlich gerührt.
"Ist das dein Ernst?" fragte ich sie und lächelte.
Sie bejahte und ich umarmte sie ganz fest.
Mittagspause.
Mit unsicheren Schritten näherte ich mich unserem Stammtisch. Ellen und Marc waren bereits da und küssten sich. Als ich kam winkte Ellen mir zu, so als wären wir Freunde.
°Hinterhältige Schlampe!°
Zehn Minuten lang hörte ich mir dieses widerliche Liebesgesössel von Marc und Ellen an. Ich versuchte die beiden zu ignorieren und widmete mich hauptsächlich den Gesprächen von Anne und Alex.
"Diesen Abend gehen wir endlich gemeinsam Essen. Ich freue mich schon." Sagte Anne.
"Oh ja, ich würde auch gerne mal wieder schick essen gehen. Anne du bist ein Glückspilz. Ich glaube, vor 8 Jahren war ich das letzte Mal in einem Restaurant." Sagte ich.
"Hahaha" kicherte Ellen. "Vor 8Jahren?? Ich esse jeden Monat einmal in einem Restaurant. Aber natürlich nur, wenn Marc mitkommt."
"Hey, wie wäre es, wenn du das nächste mal mitkommst?" fragte Marc mich.
"Was? Nein, lieber nicht. Ich will euch bloß net stören." Sagte ich und schaute ihn an als hätte er eine andere Sprache gesprochen.
"Achwas du störst doch nicht. Ellen würde sich bestimmt auch freuen. Oder?"
Ich blickte in Ellens eiskalte Augen und war froh, als Rebecca auf einmal auftauchte.
"Chrissy, kann ich kurz mit dir reden. Es ist wirklich dringend!" sagte sie.
Unser Stichwort.
"Aber natürlich Rebbylein. Ich komme sofort." Und damit verschwand ich.
"Oh maaan. Sie ist so erschreckend kalt. Gott sei Dank, hast du mich da rausgeholt." Sprudelte es aus mir raus.
"Ellen ist wirklich eigenartig. Pass echt auf. Wenn du dich mit ihr anlegst, liegst du schneller im Krankenwagen als dir lieb ist." Warnte sie mich.
"Sag mal Rebby, sind wir jetzt Freundinnen?" fragte ich sie vorsichtig.
"Japp, genau das sind wir!" antwortete sie.


Fortsetzung folgt . =)

Zusatz: erfundene Geschichte

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