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Liebesgeschichten

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von *Orakel-im-Web / Orakelfreunde* - Besuchern
Momo13 / August 2012

Warten lohnt sich

Es ist noch nicht lange her, da träumte ich jeden Abend von meiner Liebe. Meine Liebe hatte dabei nie ein Gesicht. Groß war er und natürlich auch hübsch - aber vor allem gab er mir ein tiefes Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Vertrautheit. Jeden Abend gab es eine Fortsetzung in meinen Gedanken und manchmal auch passte nichts mehr zusammen und ich fing nochmal neu an. Doch immer war es schön und ich war sehr glücklich. Einer meiner Lieblingsträume war, wo ich mit IHM rumtollte auf einer Wiese am Waldrand an einem warmen Sommerabend - denn dies ist für mich die schönste Jahres- und Tagzeit. Ich versuchte ihn zu fangen, war aber nicht schnell genug. Ich scheuchte ihn also in den Wald und lauerte ihm spielerisch hinter einem Baum auf. Im richtigen Moment warf ich mich auf ihn und er ließ sich "geschlagen" fallen. Nun lag ich auf ihm. Leise flüsterte er "Nicht so stürmisch..." Dabei sah er mir tief in die Augen und strich mir über´s Haar. Doch ich rannte schnell weg, war im Moment noch zu schüchtern für diesen Schritt. Lachend rannte ich aus dem Wald. Erst tat er noch so als könnte er mich nicht einholen, was natürlich nur gespielt war. Dann aber packte er mich und schwang mich herum. Wir ließen uns außer Atem auf die Wiese fallen, zwischen wunderschönen Blumen. Irgendwann half er mir auf und sagte "Komm mit. Lass uns den Sonnenuntergang anschauen." Wir gingen zu den nahegelegenen Klippen und schauten auf´s Meer. Es war voll romantisch. Dann wandte er sich plötzlich zu mir und nahm mich in seine Arme. Er flüsterte "Jetzt läufst du mir nicht mehr weg." Und dann küsste er mich. Ich flüsterte nur noch "Nicht so stürmisch" , doch eigentlich war es genau das, was ich schon immer wollte.

Nun hatte ich meinem Traummann gefunden. Klar ist es nicht so verlaufen, wie in meinen Träumen, aber trotzdem bin ich nun glücklich - endlich:

Ich war schon immer sehr schüchtern und wurde früher in der Schule wegen meinen wilden Haaren und meiner großen, sehr dünnen Figur oft geneckt. Irgendwie war das eher ein Körper für jemanden der selbstbewusster war, fand ich. Ich fühlte mich eher klein. Die Menschen um mich rum konnte ich nur schlecht einschätzen. Ständig stellte ich mir Fragen wie: Ärgern sie mich aus Eifersucht? Oder bin ich wirklich so hässlich?
Ich wusste nicht ob ich schön war. Und ich wusste auch nie, ob der süße, sympatische Typ, den ich sah, mich überhaupt beachtete, oder ob er mich vielleicht sogar auch mochte. Als ich aber mit der Schule endlich fertig war, studierte ich Design. Diese Entscheidung viel mir schwer, da ich sehr vielseitig bin. Aber letzendlich war es die richtige. In den Sommerferien verbrachte ich meine Zeit an der Ostsee. Ich hatte Glück und habe eine günstige Ferienwohnung am Meer ergattert. Ganz in der Nähe gab es auch eine Steilküste. Immerhin in dieser Hinsicht, war es wie in meinen Träumen. Ich hatte beschlossen, diese Ferien ohne meine Freunde zu verbringen, um über mein Leben in Ruhe nachdenken zu können. Ich hatte auch richtig Glück mit dem Wetter und war somit fast jeden Tag schwimmen. Eines Tages wollte ich aber einen ausgiebigen Spaziergang an der Steilküste machen. Schön war es und es brachte mich wieder zum träumen. Stundenlang war ich unterwegs und machte auch ein Picknick.

Irgendwann merkte ich, dass es schon dunkel wurde und machte mich erschrocke auf den Rückweg. Im Dunkeln war es nicht mehr so einfach den Weg zu finden. Außerdem war dies kein viel benutzter Wanderweg. Die Sonne ging unter und es sah echt romantisch aus. Auch die Nächte waren in dieser Zeit angenehm mild. Doch ich hatte einen langen Rückweg, sodass ich irgendwann im Dunkeln wanderte. Nein, ganz dunkel war es nicht, denn es war eine Sternenklare Nacht mit Vollmond. Ich schaute nach oben und war überwältigt vom Sternenhimmel. Doch dabei bemerkte ich nicht, dass ich den schmalen Pfad verlassen habe und mich zum Rande der Klippen hin bewegte. Erschrocken bemerkte ich dies im letzten Moment, doch ich stolperte und ich kam in´s Rutschen. Auch wenn es hier nicht senkrecht hinunterging und unten ein schmaler Sandstrand war, rollte ich ziemlich unsanft den Abhang hinunter. Dann stieß ich mit dem Kopf gegen einen Felsen und blieb endlich liegen. Bewusstlos war ich nicht, aber ich konnte mich nicht mehr bewegen; zu groß war der Schmerz in meinem Kopf. Ich versuchte aufzustehen, doch ich taumelte und viel wieder hin.

Plötzlich spürte ich zwei kräftige Arme, die mich runterdrückten. Eine männliche Stimme sagte: "Nicht aufstehen. Ich helfe dir." Gehorsam blieb ich liegen. Ich sah ziemlich verschwommen, trotzdem erkannte ich ungefähr das Gesicht meines Retters. Er musste ungefähr in meinem Alter sein und das was ich sah, gefiel mir. Doch mein Kopf tat zu sehr weh um mir darüber weiter Gedanken zu machen. "Aber ich muss doch zurück" keuchte ich. Er sagte darauf: "Du solltest so aber erstmal in´s Krankenhaus. Das sieht nach einer ordentlichen Platzwunde aus." Ich nickte und biss die Zähne zusammen. Vorsichtig hob er mich hoch. In seinen Armen bekam ich auf einmal so ein Gefühl der Sicherheit... Wie in meinen Träumen! Er wirkte stark und groß und ich war froh, dass er mir half. Und dieses Gefühl war auch das letzte was ich hatte, bevor ich mein Bewusstsein doch noch verlor.

Ich wachte im Krankenhaus auf. Mir ging es schon viel besser. Neben mir auf einem Stuhl, sah ich meinen Retter schlafen. Sein Kopf lag auf meinem Bett. Zärtlich blickte ich ihn an. Gab es echt so viel Glück? Solche Kerle, waren doch schon längst an Schönheiten vergeben, mit denen ich nicht mithalten konnte. Obwohl, vielleicht hatte er ja eine Freundin und war halt vom Tragen so erschöpft, dass er gleich hier eingeschlafen ist. Entmutigt stand ich auf und ging vorsichtig zum Fenster. Eine Träne rann meine Wange hinunter. So schön hätte es ja auch sein können. Aber er kann ja nichts dafür, schließlich war er ja nicht schuld an allem. Ich war nun mal zu schüchtern, um auf andere loszugehen und sie zum Beispiel zu einem Eis einzuladen. Hinter mir hörte ich ein Rascheln. Ich drehte mich blitzschnell um und wollte schnell wieder in´s Bett, damit er mich nicht in dieser Krankenhauskleidung sah. Doch mir wurde schwindelig und meine Beine knickten weg. Er war sofort bei mir und trug mich in´s Bett.

"Du bist doch noch zu schwach zum Laufen".
Beschämt wandte ich den Blick ab und sagte: "Du musst mir nicht helfen".
Da lachte er und sagte: "Das sehe ich anders. Was hast du gestern im Dunkeln nur gemacht?"
Ich versuchte zu erklären. Da sagte er: "Ich war gestern genau wie du unterwegs, jedoch am Strand, um die Abendsonne zu genießen. Auf dem Rückweg habe ich dich dann gesehen, wie du zu nah an den Klippenrand kamst und dann fielst. Natürlich hab ich dir geholfen."
"Tut mir leid, dass ich dir den Abend verdorben hab", erwiderte ich.
"Ach was. Ich hatte doch gar nichts vor. Außerdem konnte ich doch ein hübsches Mädchen wie dich nicht einfach so dort liegen lassen".
Ich wurde rot. Noch nie hatte jemand so direkt gesagt, was er von mir hielt.

Naja, darauf folgten dann noch einige Dates und seit dem sind wir ein glückliches Paar.Inzwischen bin ich eine erfolgreiche und endlich auch selbstbewusste Designerin geworden, mit dem Mann meiner Träume.

Lunasun1956 / September 2012

Der Frühling und die Liebe - eine "fast" wahre Geschichte

Es wahr dieses Jahr im März, als ich von fröhlichem Vogelgezwitscher geweckt wurde.
Daran sieht man, dass jetzt wirklich Frühling ist, dachte ich.
Knapp 5:00, das war wirklich sehr früh. Doch ich war putzmunter und beschloss aufzustehen. Schlaftrunken sah mich meine Hünin "LUNA" an.Ich zog die Jalousette hoch und betrachtete meine Blumenkästen am Fenster.

Das Fenster öffnend sah ich hinaus. Die Straße war menschenleer. Das traf sich gut, denn so früh würde bestimmt niemand unterwegs sein. - Schnell in den flauschigen Bademantel geschlüpft, die goldenen Flip-Flops an die Füße, schnappte ich mir Hundeleine, Mülltüte und Schlüsselbund. Danach ein gemütliches Frühstück, freute ich mich.

Unten angekommen öffnete ich schwungvoll die Klappe des Müllcntainers. Und dann.... - MIST!!!, fluchte ich. Mein Schlüsselbund war mit dem Abfall im Müllbehälter gelandet.- Das konnte auch nur mir passieren. Verzweifelt sah ich mich um. Wirklich..., keine Menschenseele weit und breit. Doch plötzlich...., ich traute meinen Augen nicht. - Ausgerechnet der Glatzkopf aus dem Park mit seinem aufdringlichen Köter. - Ich zog meine Hündin näher zu mir heran und flüchtete in die Nische zwischen Müll- und Papiercontainer. - Pech gehabt, meine Luna verriet mich. Und gleich darauf erschien ein großer, breiter Rottweilerkopf vor uns. Schwanzwedelnd begutachtete er uns. Gefolgt von seinem Herrchen, dem "Glatzkopf", welcher mich mit hochgezogenen Augenbrauen musterte. Er starrte auf den von mir zusammengehalten Bademantel und die goldenen Flip - Flops.

Ja...., ich ähm..., mir ist da eben ein Missgeschickt passiert, stotterte ich. Mein Schlüsselbund ist mit im Müllkübel gelandet. "Keine Panik, junge Frau, das haben wir gleicht." - Sportlich schwang er sich über den Rand des erbärmlich stinkenden Metallbehälters. - Ich besah mir inzwischen seine in Turnschuhen steckenden sportlich muskulösen Beine. Ein heißer Schauer lief mir über den Rücken und ich bekam eine Gänsehaut. Ein wohliges Prickeln durchzog meinen Körper. - Gott sei Dank, dass der Mann da unten steckt und hoffentlich nicht meine aufkeimenden Gedanken lesen konnte, dachte ich.- Auf einmal..., ein Schrei von dort unten: " Verdammt, jetzt ist mir mein Handy aus der Jackentasche gerutscht. Ich kann es hier unten nicht mehr wiederfinden!! Doch hier sind ihre Schlüssel." "Bitte gehen sie doch in ihre Wohnung und wählen sie einmal die folgende Handy-Nummer! Sicher können sie sich die Zahlen bis oben merken. Ich kann dann das klingelnde Handy hier unten in der Dunkelheit besser finden."

Flugs eilte ich in meine Wohnung und wählte schnell besagte Nummer an.- Oh nein, jetzt hat der Typ meine Telefonnummer auf seinem Display, dachte ich ärgerlich.

Von oben aus dem Fenster bedankte ich mich. Damit war für mich die Sache erledigt.- Und tatsächlich, noch am gleichen Abend: SMS for you! - AM MONTAG UM 10:00 IN DER STRANDPERLE ZUM FRÜHSTÜCK? - Aha, der Kerl will Finderlohn, mutmaßte ich wütend.

Trotzdem ging ich dann hin. Das werden wir gleich klären, dachte ich mit säuerlicher Miene. Am Elbstrand angekommen fiel mir jedoch ein, dass das Lokal doch eigentlich Montags Ruhetag hatte. Und doch..., je näher mein Luna ich zur Strandperle kamen, desto deutlicher stieg mir der Geruch von frischen Brötchen und Rührei mit Speck in die Nase. Merkwürdig..., vor dem lokal am Strand stand nur ein einziger gedeckter Tisch.

"Willkommen in meinem Reich", tönte es von drinnen aus dem Haus. "Falls dir kalt ist, auf der Bank vorm Haus liegen Decken. Oder hast du deinen weißen Flauschbademantel und die goldenen Flip - Flops mit?" - Ich fuhr zusammen und lief knallrot an.

Es wurde ein wundervoller Brunch. - Vor uns im Sand am Wasser tobten unsere Hunde herum. Die Sonne schien, die Schiffe tuckerten vorrüber. - OTTO, so hieß er, gestand mir, er habe an diesem Morgen beim Joggen gar kein Handy dabei gehabt und meine Nummer erst zuhause abgelesen. Das Ganze sei nur ein Trick gewesen, um mit mir in Kontakt zu bleiben. Er habe mich bei seinen Spaziergängen im Park schon sehr sympathisch gefunden. Leider sei ich aber immer abweisenden Blickes, ohne ihn zu beachten vorbeigegangen. - Da konnte ich ihm nicht mehr böse sein...

Das "Frühstück" dauerte geschlagene 3 Stunden. Später tranken wir, schon etwas näher aneinander gerückt noch ein Gläschen Champagner. - Was will man mehr...?, dachte ich zufrieden. Das Leben ist schön, mit einem netten Mann an seiner Seite und zwei Hunden, welche offenbar das Gleiche füreinander empfanden.

Übrigens: Ich mag "GLATZKÖPFE" UND "ROTTWEILER" mag ich auch.

Ja, der Zauber des Herzen ist oft gar nicht so weit. Wir müssen ihn nur sehen und unsere Herzen öffnen, denn meistens kommt er unverhofft.

Zusatz: "Halbwahre Geschichte", aber selber erlebt. Wir sind heute noch befreundet.

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