| Britty / email / Juli
2004 Es kam ganz anders
Alles
fing an im Sommer 2002.
Es war der 9. Juni und ich war mit meiner Klasse auf
Abschlussfahrt. Während der ganzen zehn Tage in der
Toscana verstand ich mich sehr gut mit Ernst, einem
Klassenkameraden, aber eigentlich auch nur, weil er sich
bei mir ausheulte, da er in meine beste Freundin Ina
verliebt war. Am besagten 9 Juni sassen Ernst und ich vor
einem Bungalow, in dem wir in dieser Zeit wohnten, wir
redeten wie immer über alles mögliche. Wie es genau
dazu überhaupt kam, weiß ich nicht mehr genau. Ich
weiß nur noch, dass an diesem Abend Ernst meinen Hals
küsste, mich streichelte und ich auch dasselbe bei ihm
tat, ich dachte aber auch nicht großartig darüber nach,
was ich da überhaupt tat, es war einfach nur
wunderschön. An diesem Abend kam es jedoch nicht zum
Kuss.
Am nächsten Morgen war wieder alles wie vorher, wir
redeten ganz normal miteinander, als wäre nichts
gewesen, aber ich versuchte ihm an diesem Morgen aus dem
Weg zu gehen, da ich mir schon meine Gedanken darüber
machte und noch dazu war ich nicht in Ernst verliebt und
wusste nicht, was das von meiner Seite aus sollte warum
ich nicht Stopp gesagt hatte.
Der
nächste Abend war der letzte Abend unserer
Abschlussfahrt, den wollten wir alle zusammen am Strand
verbringen. Als der Sonnenuntergang begann, sassen wir
alle auf Decken am Strand. Ich sass bei Ernst und ich
wusste nicht genau warum, aber aus irgendeinem Grund, war
ich sehr zickig zu ihm und das merkte er.
Wir sassen, bis es dunkel wurde am Strand, dann gingen
wir wieder zurück zu unseren Bungalows.
Ernst und ich setzten uns alleine vor den Bungalow, in
dem ich wohnte mit einigen anderen Klassenkameraden. Es
fing wieder alles so an wie am Abend zuvor, er
streichelte mich und ich ihn, er küsste meinen Hals und
meine Wangen und ich seine. Doch dann merkte ich, wie
Ernst immer mehr zu meinen Lippen kam und ich zog den
Kopf immer mehr zur Seite, doch dann küssten wir uns.
Alles in mir fing an zu kribbeln, es war richtig schön.
Wir sassen dort noch eine ganze Zeit lang und küssten
uns, doch irgendwann dachte ich mir, was mache ich
eigentlich hier und sagte, ich sei müde und wolle ins
Bett gehen und tat dies dann auch.
Ich lag im Bett und konnte nicht schlafen. Ich wusste
nicht, was das sollte, warum küssten wir uns? Ich liebte
Ernst nicht und er mich auch nicht, er war scharf auf
meine beste Freundin - also was sollte das. Es dauerte
noch lange bis ich einschlief.
Am
nächsten Morgen war Abreisetag und wir packten unsere
Koffer und räumten die Bungalows aus. Ich hatte Ernst
schon gesehen, beachtete ihn aber nicht, ich hatte
irgendwie Angst davor, mit ihm zu reden, am liebsten
hätte ich den Abend zuvor ungeschehen gemacht und ich
war mir sicher, dass er nicht anders darüber dachte.
Als ich dann mit meinem Koffer zum Bus lief, stand Ernst
da und sah mich an. Ich konnte mich ja schlecht einfach
umdrehen und gehen. Er sagte mir Hallo und ich ihm, dann
sagte er: 'ich dachte schon, du willst gar nicht mehr mit
mir reden'. Ich zuckte nur mit den Schultern, hatte keine
Ahnung, was ich ihm hätte darauf antworten sollen. Im
Bus sass meine beste Freundin Ina neben mir und darüber
war ich auch ganz froh, doch wir machten alle 4 Stunden
Pause zwischen der Busfahrt. In dieser Zeit war ich dann
mit Ernst zusammen. Wir redeten ganz normal und küssten
uns auch. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mir
eine ganz schöne Scheiße eingebrockt hatte, doch es kam
alles ganz anders...
Als wir wieder an unserer Schule ankamen, war es mitten
in der Nacht und meine Eltern waren schon da, um mich
abzuholen. Mein Vater holte meinen Koffer und ich ging zu
Ernst und sagte ihm tschüß. Zu Hause dachte ich über
alles nach, aber ich kam nicht auf die Idee, ihm zu
sagen, dass es nicht gut war, was wir getan hatten.
Dann
begannen unsere letzten drei Tage Schule vor unserem
Abschlussabend und wir hatten keinen Unterrricht mehr.
Wir probten nur noch für den Abschlussabend und machten
nur Quatsch. In diesen Tagen war Ernst so nett und
zuvorkommend, wir küssten uns, er kam mit zu mir, wir
redeten viel, wir lachten zusammen und wir schliefen
miteinander, ich weiß nicht wie es passierte, doch in
diesen drei Tagen verliebte ich mich wirklich in ihn und
es war ein tolles Gefühl.
Nach unserem Abschluss hatten wir Ferien und in dieser
Zeit war Ernst eigentlich jeden Tag bei mir. Er schlief
bei mir, wir wachten gemeinsam auf, es war einfach
wunderschön. Klar stritten wir uns auch, aber es waren
meistens nur kleine dumme Auseinandersetzungen wegen
Kleinigkeiten, wie das halt so ist. Es war schön, ihn
bei mir zu haben, mit ihm konnte ich über alles reden,
wir lachten zusammen, ich kann nur immer wieder sagen, es
war einfach toll.
Doch dann, nach fast zwei Monaten, kamen wir auf neue
Schulen und wir sahen uns oft nur noch am Wochenende und
Ernst verlor das Interesse. Ich baute sehr viel Scheiße,
sagte nicht sehr nette sachen und log - aber eigentlich
(es hört sich dumm an), tat ich das alles nur, weil ich
ihn nicht verlieren wollte. Ich konnte mir nicht mehr
vorstellen, ohne ihn zu sein. Dann weitere zwei Monate
später trennten wir uns. In der Zeit danach baute ich
noch immer viel Scheiße und jetzt im Nachhinein tut es
mir wirklich unendlich leid! Ich würde einiges dafür
geben, alles ungeschehen zu machen, was ich tat - doch
das geht nicht.
Heute,
zwei Jahre später, hänge ich noch immer an Ernst und er
hasst mich mittlerweile, weil ich so viel Mist gemacht
habe. Ich kann es nicht mehr ändern, ich würde es
sofort tun, wenn ich könnte. Ernst und ich sprechen
schon seit über einem Jahr nicht mehr miteinander und
das ist eigentlich das Schlimmste für mich.
Ich habe mir alles, was ich mal hatte, kaputt gemacht...
Zusatz:
Mit dieser Geschichte möchte ich nur zeigen, dass ich
viele Dinge wiklich bereue, ich kann nur sagen, seid
nicht so blöd und macht euch alles selbst kaputt - ihr
werded am Ende die Dummen sein...
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| Nate / Juli
2004 Heilt die Zeit alle Wunden?
Es sind
nun über zwei Jahre her, seit wir uns getrennt haben. Es
war ein schrecklicher Tag. Überhaupt war die Zeit nicht
sehr gut für uns, aber ich hatte immer die Hoffnung,
dass es nur besser werden kann.
Dieser Tag ... ja der hat uns und unserer Ehe keine
Chance gegeben.
Am 01.
Mai ging ich, ich wollte nicht mehr, es war genug Alkohol
in unsere Ehe geflossen und genug Streit hatte unsere
frische Liebe vergiftet. Trotzdem habe ich in den Tagen,
nachdem ich mitten in der Nacht von ihm gegangen bin,
immer noch gehofft, dass er mich anruft und darum bittet,
zurückzukommen. Er tat es nicht. Nein er rief nie mehr
an, doch einmal, als er mich bat, meine Sachen aus dem
Haus zu holen, denn er hätte schon neue Nachmieter
gefunden und diese würden bereits in zwei Wochen
einziehen.
War es wirklich das Ende? Ich konnte es nicht glauben, es
war doch gar nicht so lange her, da hatten wir erst
geheiratet. Aber nun ... ja wir gaben das gemeinsame Haus
auf und alles war zu Ende. Ich hörte nur noch, dass er
jemanden neuen in Mexiko kennengelernt hat, nur drei
Monate nach unserer Trennung - war unsere Liebe tot? Nach
so kurzer Zeit? Wie konnte er alles vergessen? Oder
brauchte er nur Trost? Alles Fragen, die mich die Nächte
nicht schlafen ließen und meine Wangen immer wieder mit
Tränen feucht hielten. Aber kein Zeichen von ihm.
Silvester
sah ich sie dann zusammen. Sie passten zusammen, das
mußte ich zugeben - aber es tat weh. Mein Herz war
verletzt und vor lauter Weinen war auch meine
Silvesterlaune vergangen. Er wußte nicht, dass wir ein
gemeinsames Kind erwarteten, als ich von ihm ging, ich es
aber vor lauter Kummer im zweiten Monat verloren hatte.
Erfahren hat er es auch nie. Nun, wie gesagt hatten wir
Silvester und unser Kind wäre schon 21 Tage alt - nein
daran durfte ich nicht denken, denn dann kamen noch mehr
Tränen.
Die Zeit
verging, nun sind wir schon seit März d. J. geschieden -
ich wünsche ihm alles Gute für sein Zukunft, er hatte
nicht nur gute Eigenschaften, ich sicher auch nicht, aber
im Herzen ist immer noch so viel Liebe für ihn, dass ich
all den Männern, die ich nach ihm kennengelernt habe,
einfach keine ehrliche Chance gegeben habe, mich zu
erobern, denn ER hält immer noch mein Herz in seinen
Händen.
Ich
liebe Dich noch - Heilt die Zeit wirklich alle Wunden?
Ich glaube es nicht!
Zusatz:
Das ist eine wahre Geschichte die ich erlebt habe und
mich nie los lassen wird.
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