| Missie / email / August
2004 Die verlorene Liebe
es war nach den
sommerferien 1998. es kündigte sich ein neuer
mitschüler an und wir mädels waren alle gespannt auf
ihn! die lehrerin zeigte uns seinen busausweis und ich
dachte nur ohh no! auf dem foto sah er nicht gerade toll
aus! doch der schein trügte er war einfach nur umwerfend
aus! er saß auch nur eine bank vor mir und wir
freundeten uns sehr schnell an und merkten das wir auf
einer wellenlänge lagen! bei schulprojekten arbeiteten
wir immer zusammen! doch nach einem halben jahr, wir
waren schon echt dicke freunde und hingen auch immer
zusammen ab, erzählte er mir, er habe sich verliebt. am
anfang war das auch echt okay für mich, doch irgendwann
merkte ich es tat mir weh wenn ich ihn mit ihr sah, doch
ich traute mich nicht es ihm zu sagen. wir waren doch
dicke freunde und ich hatte angst, dass unsere
freundschaft dadurch kaputt gehen würde. also ertrug ich
den anblick! kurz vor ende unserer abschlussprüfung kam
er zu mir und weinte, denn seine freundin hatte sich
einen anderen genommen und ich war da und tröstete ihn,
obwohl ich ihn liebte und es war schön ihn im arm zu
halte und ihm durchs haar zu streicheln und er näherte
sich mir, doch ich dachte mir nichts dabei!
dann kam die
abschlussprüfung. ich bestand, er nicht, aber er meinte,
ich solle mir keine sorgen machen, er werde das nächste
jahr nutzen und alles besser machen. ich bot ihm meine
hilfe an!
dann kam der tag, an dem sich mein leben komplett
änderte! heute wollte ich ihm meine liebe gestehen, egal
was passiert! am vorabend hatten wir eine kleine
abschlussfeier, ich war nicht dabei, denn ich hatte
starke schmerzen im knie! am nächsten tag standen die
abschlussfotos an und ich ging wie jeden morgen gut
gelaunt zur schule, denn ich wollte genau wissen, was
gestern abging! von weitem sah ich, dass etwas nicht
stimmte. als ich dann bei meinen freundinnen ankam,
sagten sie nur zu mir (sie wussten von meinen gefühlen),
dass ich ganz stark sein soll und ich wusste, es muss
etwas sehr schreckliches passiert sein. ich fragte wo
marco - so hieß er - sei und sie meinten, er habe
gestern nach der feier einen schweren unfall gehabt! und
ich meinte nur, in welchem krankenhaus liegt er und ich
müsse sofort dahin. und sie meinten nur, er wäre nicht
im krankenhaus, denn er sei noch am unfallort gestorben!
für mich brach eine welt zusammen, ich wollte es nicht
glauben, stand unter schock. wir wollten doch alles
ändern, er wollte noch so viel machen! nachmittags kam
ein gemeinsamer freund zu uns, um zu sehen wie es mir
ging und um mir etwas wichtiges zu geben! er gab mir
einen brief von marco, den er an diesem abend auf der
feier schrieb! er gestand mir in diesem brief, dass er in
mich verliebt sei und ich wusste nicht was ich machen
sollte.
ich heulte tagelang, nächtelang - wir wollten beide am
selben tag unsere gefühle gestehen, doch es war für uns
zu spät!
das ist nun knapp 5
jahre her. ich habe einen liebenswerten freund und meine
kleine eigene familie, doch ich kann ihn bis heute nicht
vergessen und will es auch nicht! in meinem herzen werde
ich ihn ewig lieben und er wird immer bei mir sein! mich
quält bis heute das ich mich nicht von ihm verabschieden
konnte und noch heute träume ich nachts von ihm und sehe
immer wieder dieses lächeln im gesicht, als er sich bei
mir verabschiedete um zur party zu fahren. ich spüre
noch heute den kuss auf der wange, den er mir zum
abschied gab!
ich werde immer an Ihn
denken und er wird immer ein bestandteil meines lebens
sein!
Zusatz: Diese
Geschichte habe ich selbst erlebt!
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| Fröschle /
September 2004 In der Höhle
Die Frau
steht am Waldrand und wartet auf ihren Geliebten. Es
regnet, aber die Bäume bieten einen gewissen Schutz.
Endlich sieht sie die Silhouette eines Mannes. Sie läuft
ihm entgegen, ungeachtet des strömenden Regens, der ihre
dünne Kleidung sofort durchnäßt. Er nimmt sie
zärtlich in die Arme, küßt sie leidenschaftlich, und
ohne ein unnötiges Wort zieht er sie mit sich in den
Schutz des Waldes. Ein Stück des Wegs müssen sie gehen,
dann finden sie, was sie suchen: ihre Höhle, gut getarnt
hinter einer alten Buche liegt der Eingang zum
Paradies...
In der Höhle ist es dunkel, nichts kann man mit den
Augen erkennen, und doch wissen die beiden genau, wo ihr
Lager ist, weiches Moos, das noch die Abdrücke ihrer
Körper von der letzten Nacht zeigt. Schweigend zieht sie
ihn auf ihren Platz, sie friert ein wenig in ihrem nassen
Kleid. Vorsichtig hilft ihr der Mann beim Öffnen der
Knöpfe, das Kleid löst sich und gleitet zu Boden. Er
nimmt sie fest in die Arme, hält sie, um das Zittern ein
wenig zu beruhigen. Sie klammert sich an ihn, schweigend,
wärmt sich an seinem Körper. Sie kann in der Finsternis
nichts sehen, doch sie fühlt seine Blicke auf ihrer
Haut, warm, fast brennend....
Er hält sie in seinen Armen, fühlt ihre nasse, kühle
Haut sich erwärmen und küßt sie wieder, seine Hände
wandern über ihren Körper und hinterlassen überall
warme Spuren. Er hört, wie ihr Atem tiefer und schneller
wird, als er mit den Fingern über ihre Brust streicht
und gleichzeitig hört er seinen eigenen Atem, ein Echo
von der Höhlenwand. Die ganze Höhle scheint mit ihnen
zu atmen, ein Rhythmus, der sich langsam steigert und das
Rauschen des Regens draußen übertönt.
Die Natur nimmt Anteil an dem Geschehen in der Höhle,
der Regen wird heftiger, Wind kommt auf, der sich langsam
zum Sturm steigern möchte, rasend schnell ziehen die
Wolken am Himmel vorbei bis endlich ein Blitz die Wolken
zerreißt, dann noch einer, gefolgt von ohrenbetäubendem
Donner.....
Dann beruhigen sich die Elemente langsam wieder, die
Sonne bahnt sich vorsichtig ihren Weg, schickt Strahlen
durch die dichte Baumdecke auf den Waldboden, der bald
anfängt wegen der verdunstenden Feuchtigkeit zu dampfen.
In der Höhle liegt der Mann, schlafend, und neben ihm
die Frau, den Kopf auf seine Schulter gebettet,
glücklich.
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| Marlen / Oktober
2004 Es war doch so schön...
Mein
Herz Liebster, es schreit zu Gott nach dir!!
Du, mein Schatz liegst hier in meinen Armen, mit Blut
übergossen und ich spüre langsam, wie Gott deine Seele
zu sich nimmt! Es war doch alles noch so schön vor ein
paar Stunden, wir bei Flo und Susi auf der
Geburtstagsfeier, es war so wunderschön, all die Gäste
kamen und wir feierten unbekümmert, ohne zu ahnen, dass
ich Dich, mein Ein und Alles, verlieren würde, heute in
dieser Nacht.
Wie sehr würde ich mir wünschen, du würdest den Himmel
jetzt mit mir bewundern können. Dann würdest du sehen
eine Nacht, wie du dir sie immer gewünscht hast, der
Himmel mit Sternen bedeckt und der Mond schenkt uns sein
Licht aber heute ... heute leuchten sie nicht für uns.
Ich schau in den Himmel und fleh zu Gott, er soll Dich
mir lassen, will Dich nicht verlieren...
Ich liebe Dich. Du bist mir wichtiger als mein eigenes
Leben.
Warum er, Gott...? Wir liebten uns doch, warum trennt man
uns zwei glückliche Menschen... waren immer zufrieden
und dankbar.
Und ich dachte, es wäre die schönste Nacht in meinem
Leben.
Auf der Feier vor all den Gästen kniet er nieder, mit
einem Päckchen in der Hand, öffnet es, ein
wunderschöner Ring kam zum Vorschein. Ich war gerührt.
Heute nach den 8 Monaten, die wir schon verlobt waren,
kam der Ring, ein wunderschöner Ring mit unseren Namen
eingraviert "Nina+Mark für immer".
Mir rollten die Tränen vor Freude über die Wangen, ich
war so glücklich, ein Gefühl, das nicht zu beschreiben
ist, stieg in mir auf, ein warmes schönes Gefühl. Meine
Tränen suchten sich ihren Weg über meine Wangen bis zu
meinen Lippen. Er sah mich an, kam hoch und gab mir einen
leidenschaftlichen Kuss, wie ich ihn noch nie kannte.
Aber dann - dass es schöner werden würde, dachte ich
nicht - seine Rede war die Krönung.
"Meine Süße, ich liebe Dich und das weißt du.
Durch deine Einzigartigkeit, einen Menschen zu bezaubern,
hast du mich in deinen Bann entführt. Du, die auf jedes
Gesicht anderer ein Lächeln zaubern kann, bist mein. So
hab ich mir immer meine Traumfrau ausgemalt, so wie du,
eine Göttin auf Erden, die mit einem Kuss Rosen von
neuem aufblühen lässt... Ich liebe Dich. Es gibt nichts
oder jemandem auf dieser Welt, das mich von dir trennen
könnte, denn du gehörst mir. Nur eins könnte andere
voneinander trennen, mich aber nicht von dir... der Tod.
Denn ich würde weiter von oben auf Dich wachen und Dich
mit meinen Händen schützen vor jedem, der dir Schmerzen
zufügen will. Nun, unsere Herzen sind schon eins, ich
frage Dich hier vor all den Leuten ,ob du mich als deinen
Ehemann willst??"
Ich sah in die Gesichter der Gäste, alle waren gerührt,
vielen liefen Tränen über die Wangen. Dann sah ich ihn
an, meinen Schatz, so liebevoll stand er da, wartete auf
eine Antwort von mir, ich kam auf ihn zu, nahm ihn in
meine Arme, flüsterte leise in sein Ohr, wie sehr ich
ihn liebe und dass ich ihm gehöre.
Die Gäste fingen an zu jubeln, klatschen und
gratulierten uns, es war alles schön, den ganzen Abend
haben wir uns alle gemeinsam amüsiert. Wir feierten bis
tief in die Nacht, viele machten sich auf denn Weg nach
Hause, die meisten waren betrunken und gingen zu Fuß.
Aber mein Schatz hatte dran gedacht und nur zwei Gläser
Wein getrunken, weil er wollte mit mir "Lieben"
und weiter "Leben". So veraschiedeten wir uns
von den anderen und gingen zu unserem Wagen. Wir fuhren
los, ohne zu wissen, dass es die letzte Fahrt zu zweit
war, er fuhr langsam und sicher, da die Straßen nass
waren. Und dann - wie soll ich sagen - eine Kurve vor
unserem Häuschen, da kam es, das andere Auto, aus dem
Gegenverkehr, ohne die Kurve richtig einzuschätzen...
da war es auch schon geschehen - er raste in unseren
Wagen mit voller Wucht...!
Stille. Es war nichts mehr nach dem Zusammenstoß zu
hören. Ich sah mich um, meine Arme, ich konnte sie kaum
bewegen, überallBlut. Ich rieß die Tür auf, stieg
unsicher aus und sah ihn, meinen Schatz, leblos am Steuer
sitzen. Ich rannte zu ihm, an seine Seite, zog ihn
langsam aus dem Wagen, setzte mich auf den kalten, nassen
blutüberströmten Boden, unserem Blut.
Das war es auch schon, jetzt sitz ich hier, wünsche mir,
er würde aufstehen und mit mir nach Hause fahren - aber
nein, er liegt jetzt hier in meinen Armen ohne sich zu
bewegen... ach wie sehr wünsch ich mir einen Kuss von
ihm.
Sein Blut es ist überall... Bitte, bitte fleh ich zu
Gott, gib ihn mir wieder, die Leute um mich herum sehen
mich an, in ihren Gesichtern ein Schock, viele schauen
mich an, so hilflos sehen sie aus.
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Warum hilft uns
denn keiner, ich will ihn nicht verlieren, er ist mir so
wichtig, ich brauche ihn... Warum Gott tust du mir das
an??
Ich spüre wie mich meine Kraft verlässt, allein
gelassen.... verloren meinen Liebling.
"Nein", schrei ich hoch in den Himmel, "du
darfst ihn mir nicht nehmen... ich liebe ihn!"
Mein Lächeln von vorhin, die Freude und "Er"
sind weg für immer, erloschen.
Ich seh den Krankenwagen immer näher kommen, Männer
wollen ihn mir aus den Armen nehmen, ich versuche das zu
verhindern, aber ohne Erfolg. Sie nehmen Dich mir einfach
weg, es tut mir so weh. Ich sitz hier allein, denk an den
Tag heute, wie schön er war, du aber bist nicht mehr
hier bei mir, was soll ich tun, ich erinnere mich an
deine Worte, die du mir sagtest vorhin... Das du immer
auf mich wachen würdest und mich schützen mit deinen
Händen von dort oben.
Ich seh hinauf zum Himmel, denk an Dich, entschloßen
mach ich mich auf den Weg, so würdest du es wünschen,
weiter zu leben mit dir... Du dort oben und ich hier. Nur
für dich tu ich dies.
Der Grund für seinen Tod: der Mann am anderen Steuer war
betrunken... Mein Schatz nicht, denn er wollte mit mir
"Lieben" und "Leben".
Zusatz:
Eine selbst geschriebene Geschichte von mir!!
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