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Liebesgeschichten

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von *Orakel-im-Web / Orakelfreunde* - Besuchern
Estel / email / Oktober 2004

Der Brief

Ich ging die verschneite Straße entlang und fragte mich, was machst du hier eigentlich? Da hat dir irgend so ein Depp einen Brief geschrieben, du rennst gleich wie die Wilde hierhin und willst ihn treffen!
Ich kämpfte schon den ganzen Weg lang mit mir selbst, da ich aber furchtbar neugierig bin, bin ich bisher einfach weitergegangen und habe diese zweite Stimme im meinem Kopf ignoriert. Jetzt aber kommen in mir Zweifel auf, was wenn es nur ein dummer Streich ist? Wenn irgend jemand aus meiner Klasse einfach nur schauen will, wie naiv ich bin? Ich gehe in großen Schritten weiter und konzentriere mich einfach auf den Weg, der vor mir liegt. Dahinten ist das Cafe, in dem er mich treffen will, ich ziehe meinen Mantel enger um mich und öffne die Tür. Drinnen sitzen nur ein paar Menschen, von denen ein paar aufblicken, als ich reinkomme.
Mein Herz klopft bis zum Hals als ich mich umsehe. Ich kann niemanden entdecken, also drehe ich mich um und will wieder gehen. Da steht er aufeinmal hinter mir. Es ist der Junge, Lukas, aus der Nachbarsklasse, der mir schon öfter aufgefallen ist. Mir schießt das Blut ins Gesicht und ich spüre wie ich rot anlaufe. Lukas schaut auch etwas verlegen, doch dann schaut er mir in die Augen und küsst mich.
Ich bin auf Wolke sieben und von all meinen Gefühlen überwältigt. Als er aufhört, schaut er mich verlegen an und will aus dem Cafe stürmen, doch ich halte ihn fest und wir gehen zu einem Tisch in der hintersten Ecke. Wie ich nacher von ihm erfahre, ist er schon seit längerem in mich verliebt gewesen, doch er hatte nie den Mut, sich bei mir zu melden, also hat er mir diesen Brief geschrieben und wollte sehen, ob mich das überhaupt interessiert.

Der Brief lautete:
Hallo
Ich habe heute zum ersten mal den Mut gesammelt, endlich meine Gefühle für dich aufzuschreiben. Wenn du wissen willst, wer ich bin, dann komme bitte heute abend um halb acht in das kleine Cafe an der Himmelsstraße.

(c) Nadja
Zusatz: Lalala na is die Geschichte nicht nett? ist leider alles nur erfunden *heul* wenn die wahr wär, wär das nur zu schön, so und jetzt hör ich auf mit dem geschnulze und ihr könnt mir ja schreiben wie bescheuert diese Geschichte ist, wenn ihr sie euch überhaupt bis zum ende durchgelesen habt und nicht vorher schon abgebrochen habt, weil euch übel geworden ist *lol*

destination / email / Oktober 2004

In der klaren Nacht

Es war eine sternenklare Nacht, die Luft war rein und frisch. Es war angenehm kühl, doch mit der Zeit begann sie zu frieren! Sie stand auf dem kleinen Balkon und stützte sich aufs Geländer um die Sterne zu beobachten. Diese Nacht kam es ihr vor, als würde der Mars nur für sie leuchten. Sie drehte sich herum, ihr gegenüber saß der Junge ihrer Träume, er sah sie mit einem festen Blick an, so starr als wolle er damit die Sterne für sie vom Himmel holen. Er stand auf und ging zum Aschenbecher, der auf dem Geländer neben ihr stand und drückte seine Zigarette aus.

Nun stand er ganz nah neben ihr, sie konnte seine Wärme und Sehnsucht regelrecht spüren! Die Kälte der Nacht erfasste sie und ließ alle Knochen ihres Körpers zittern. Eigentlich war ihr nicht so kalt, als dass sie zittern müsste, aber da war noch ein weiteres Gefühl in ihr, dass sie zum Zittern bewegte! Er legte seinen Arm um sie und seine Körperwärme erfasste sie und ließ ihr Zittern lindern. "Ist dir so kalt?" fragte er sie mit einer warmer Stimme, die die Stille der Nacht durchbrach. "Ein bisschen ist mir schon kalt, aber eigentlich nicht so sehr, dass ich zittern müsste!" antwortete sie ihm und schmiegte sich etwas an ihn heran. "Und warum zitterst du dann trotzdem?" fragte er sie mit sanfter Stimme. "Ich weiß nicht, .... da ist noch ein anderes Gefühl, ...." Sie starrte einen Augenblick vor sich hin und dachte nach. "Was denn, mhh?" hakte er nicht drängend nach und fuhr mit seiner warmen Nase über ihre Wange.
"Ach, ... nichts!" erwiderte sie mit einem leichten Seufzer. Ein kühler Windstoß kam auf und umwehte die beiden. Ein paar Haarsträhnen wurden ihr ins Gesicht geblasen, aber das störte sie nicht. Sie hatte kein Wort gesagt und doch spürte er, dass etwas nicht stimmte. Er stellte sich ihr gegenüber, sein Blick durchbohrte sie und ließ nicht mehr locker. Sie spürt ein Verlangen, ein Verlangen nach Zuneigung und Liebe. Sie wusste, dass er sich in sie verliebt hatte und sie sich in ihn. Aber sie wussten auch, dass es ihnen verboten war. Aber in diesem Augenblick konnte sie seinem Blick nicht widerstehen, ... sie wollte es auch nicht! Er hielt sie mit seinen starken Händen fest, so als könne er sie vor dem Unheil der Welt schützen! Ihre Blicke konnten sich nicht mehr voneinander lösen, sie waren wie in Trance und doch wussten sie was sie taten. Sie hatte ihre Arme verschränkt, um sich selbst etwas zu wärmen. Sie fühlte sich so sicher wie noch nie zuvor in ihrem Leben. Er sah ihr in die Augen und fühlte sich ihr hingezogen. Mit ihrer Hand fuhr sie durch ihr Haar um die Strähne in ihrem Gesicht nach hinten zu tun.
"Was willst du jetzt machen? ... Ich meine, wir können die ganze Nacht hier so stehen, ich hätte nichts dagegen!" fragte er sie, immer noch mit dem selben festen Blick. Sie wurde nervös und sah weg. "Ich weiß nicht," sagte sie in die Nacht hinaus mit leiser Stimme. "Wieso nicht?" entgegnete er ihr mit fester, fragender Stimme. Und wieder antwortete sie ihm "Ich weiß nicht," Sie sah ihn wieder an und wurde wieder in den Trancezustand der Wirklichkeit zurückgeholt. "Das ist schlecht," entgegnete er ihr mit einem leicht ironischen Lächeln. Sie lächelte ihn verlegen an und als sie ausatmete, stieß sie ein leises "Ja" aus sich heraus. Er konnte nun nicht mehr anders, ... Langsam legte er seinen Kopf schief und ging mit diesem näher an sie heran. Ihr Puls wurde schneller, ihr Atem flacher, ihr war so plötzlich so warm geworden! Sie spürte seinen warmen Atem auf ihrer Haut. Ihre Augenlider hatten sich schon halb gesenkt, als seine weichen, warmen Lippen die ihre berührten. Und dann dieser stechende Schmerz tief in ihrem Herzen ließ sie ihren Kopf wegdrehen nach nicht mal einer halben Sekunde. Sie fühlte sich plötzlich so unsicher und ängstlich! "Was ist los?" fragte er ganz ruhig mir sanfter Stimmer und schmiegte seine Wange an die ihre.
"Ach, ... nichts!" Ihr Herz wurde schwer, ihre Seele litt. "Es ist nur, ... wegen meinen Eltern, sie sind so sehr dagegen, es fällt mir so verdammt schwer!" Sie hatte ihren Blick abgewandt und starrte nun die Wand an. Sie konnte ihn nicht anschauen, nicht in diesem schweren Moment. "Man bemerkt es ja, wie schwer du dich tust! Man sieht es ja regelrecht!" Wie recht er doch hatte, ihr Gesicht war vor Angst und Schmerz verzogen, ihre Augen waren geschlossen, um das Leid darin nicht zu sehen. Aber tief in ihrem Herzen wusste sie, dass sie ihn liebt und dass er sie liebt, warum sonst hätte Gott sie zusammengebracht? Sie hatte sich immer gewünscht, ihren ersten Kuss von jemandem zu bekommen, der sie von Herzen liebt und umgekehrt. Und dieser jemand stand ihr jetzt gegenüber und hielt sie an ihren Schultern fest! ... Sie war verzweifelt! ... Er stellte sich wieder neben sie und wärmte sie wieder, indem er seinen Arm um sie legte. Sie umarmte ihn und er hielt sie ganz fest! Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter und wollte heulen, aber sie konnte nicht! Sie wollte einfach nur gehalten werden! Sie lösten die Umarmung, gingen aber nicht auseinander, sie hatte ihre Hände noch immer an seinen Nieren und er hatte seine Hände noch immer an ihrem Rücken! Dann sah sie ihn an, entschlossen für kurze Zeit die Eltern zu vergessen! Er sah sie voller Leidenschaft an und legte langsam wieder seinen Kopf schief und ging näher an sie heran. Sie schloss ihre Augen ganz und ließ ihre Gefühle zu! Ihre Lippen trafen aufeinander, berührten sich sanft liebend und gingen nur kurz wenige Millimeter auseinander und dann gleich wieder zusammen und küssten sich ein zweites Mal mit noch mehr Liebe und Sanftheit!

Sie ging mit ihrem Kopf weg und atmete schwer! Sie wurde zum 1. Mal in ihrem Leben von jemandem geküsst, der sie wirklich liebte! Sie war überglücklich! Die kurze Zeit war vorüber, ihre Eltern waren wieder in ihrem Kopf. Sie legte ihre Arme um seinen Hals, er legte die seinen um ihren Körper und hielt sie fest und sicher in den Armen. Sie schloss die Augen und genoss den Moment, denn sie wusste weder wie lange er anhalten würde, noch wusste sie, ob er nochmals zu Stande kommen würde. Nach einem romantischen Moment einer innigen Umarmung gingen sie wieder auseinander. Ihre Hände rutschten langsam an seinen Armen herunter und hielten dann bei seinen Ellebogen an. Ihre Blicke schienen endlos ineinander zu verschmelzen und nie mehr voneinander weichen wollend. Er trat näher an sie heran und verspürte das Verlangen, sie wieder zu küssen und sich in dem Kuss zu verlieren. Aber sie wich mit ihrem Kopf nach hinten aus! Nicht dass sie ihn nicht noch einmal küssen wollte, das war es nicht, nein. Sie konnte nicht, denn sie hatte ihre Eltern vor Augen. Nur wenige Zentimeter trennten ihre Gesichter voneinander.
"Was ist denn los?" fragte er sie mit so sanfter Stimme, dass sie es gerade noch hörte, wie einen Hauch heißer Luft der über ihre Lippen strich. Sein Mund blieb offen und er atmete ganz langsam aus, sodass wieder sein wohltuender heißer Atem über ihre Lippen strich. Sie sahen einander wieder in die Augen. Sie konnte ihm nicht antworten. Ihr war als wäre sie in einer anderen Welt, so als würde sie niemand verletzten können. Und er gab ihr dieses wunderbare Gefühl! Sie öffnete ihren Mund, wollte ihn küssen, aber in ihrem Kopf hörte sie ein schreiendes ,NEIN' und so konnte sie nicht. Aber sie gingen nicht auseinander, sondern blieben so, ihrer beider Atem vermischte sich und wurde vom Wind davon getragen. Allmählich verschwanden die Gedanken an das Verbot ihrer Eltern. Ihre Gedanken waren frei und sie konnte ihre Gefühle los lassen. In diesem Moment war alles so märchenhaft, ... so romantisch, dass sie nicht mehr anders konnten. Er überwand die wenigen Zentimeter zwischen ihnen und küssten sie leidenschaftlich. Er ließ seine Lippen über die ihren gleiten, ganz langsam hin und her, so lieblich und intensiv. Es war so romantisch.

Als sie wieder auseinander gingen, waren ihre Herzen von Gefühlen überfüllt, sie konnten ihre Zuneigung einander nicht mehr verbergen. Es war ein heimlicher und verbotener Kuss, aber das war ihnen vollkommen gleich, sie sahen einander nur noch in die Augen ....

Zusatz: Naja, die Geschichte ist eine wahre Begebenheit, nur dass sie in Wirklichkeit nicht so schön war, wie ich sie geschrieben habe!

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