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Liebesgeschichten

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von *Orakel-im-Web / Orakelfreunde* - Besuchern
Schattentier / Januar 2005

Mut zu lieben

1998 das Schicksalsjahr. Ich war 19 und kam mit dem Mädchenschwarm Michael kurz vor Silvester 1997/1998 zusammen. Zu Anfang war es echt klasse unsere Beziehung verlief recht gut, doch nach 2 Monaten merkte ich, dass es nicht alles ist. Ich langweilte mich und begann mich vor Michael zu ekeln. Das Ende vom Lied war dann, dass ich Schluss machte.
Nach weiteren 3 Monaten sah ich ihn wieder und ich begann mich neu in ihn zu verlieben. Ob ich jemals aufgehört habe ihn zu lieben? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ging es ihm genauso. Wir waren zu diesem Zeitpunkt beide in einer festen Beziehung, aber wir haben uns von unseren Partnern getrennt und sind wieder zusammen gekommen. Diese Zeit war wunderschön. Wir liebten uns jeden Tag mehr und nach einigen Wochen sagte er zu mir: 'Wer weiß, vielleicht gibt es bald einen Tag in unserem Leben, der alles verändern wird. Dazu müssten wir aber zu Deiner Arbeitsstelle.' Und ich wusste, dass er damit das Standesamt meinte, da ich bei einer Amtsverwaltung arbeitete. Auch unsere Freunde erfuhren davon und freuten sich mit uns. Tage vergingen und ich hörte, dass er einen Autounfall hatte. Ich bin sofort zu ihm gefahren und war unendlich erleichtert, dass ihm nichts weiter passiert ist. An diesem Tag habe ich ihm eine Kette geschenkt 'Ich liebe Dich' mein Name und das Datum an dem wir das 2. Mal zusammen gekommen sind, stand darauf.
Ich war so glücklich und mein Herz meinte jedes Mal vor Freude zerspringen zu müssen, wenn ich ihn sah. Dann sahen wir uns drei Tage nicht. Abgemacht war, dass wir uns Donnerstag abend am Strand treffen. Der Donnerstag kam und die Zeit bis zum Abend wollte nicht vorbei gehen. Es war gegen 11 Uhr als mich meine Kollegin zu sich ins Büro bat und hinter uns beiden die Tür schloss. Ich hatte etwas Angst, denn zu diesem Zeitpunkt war ich noch in der Ausbildung und dachte ich hätte etwas falsch gemacht. Ich saß nun da und guckte sie schüchtern an als sie meine Hand nahm und mich fragte 'Du warst doch mit einem der XY-Söhne gut befreundet oder?' und Ich sagte 'Ja, ich bin mit Michael zusammen.' Sie sah mich an und sagte 'Michael ist heute nacht bei einem Autounfall ums Leben gekommen!' Es ist so, dass ich in einem kleinen Amt arbeite und dort jeder jeden kennt und außerdem seine Cousine und seine Tante hier arbeiten. Seine Mutter arbeitet gegenüber in der Sparkasse.
Was dann passierte, kann ich nicht genau sagen - ich weiß nur, dass ich nicht mehr in der Lage war zu arbeiten. Sie haben mich nach Hause gefahren und ich habe mir dort meinen BVB-Bären geschnappt und nur noch geheult. Meine Kollegen haben noch kurz meiner Oma erklärt, was geschehen ist und sind dann gefahren. Meine Oma hat mir nur Vorwürfe gemacht, dass ich den Bären nicht so nass heulen sollte, das wars. Meine Eltern waren arbeiten, so dass ich keinen Trost erwarten konnte. Ich rief dann einen guten Freund an und fragte ihn, ob das alles stimmte und er bejahte dies leider. Um nicht allein zu sein, holten mich dann Freunde ab, wir haben dann zusammen gesessen und geheult. Doch dann kam die nächste Nachricht. Dennys, der mit im Auto saß, ist bei diesem Unfall ebenfalls ums Leben gekommen. Die anderen beiden hätten überlebt. Die nächsten Stunden war ein einziges Geheule. Ich rief bei Michas Eltern an und sie baten mich vorbeizukommen, aber ich konnte nicht.
Die nächsten Tage waren so schlimm, dass ich nicht mehr wusste, was ich machen soll. Die Beerdigung kam und ich saß in der Kirche vorne bei seinen Eltern. Mein Blick hing am Sarg und ich wollte schreien, aber ich konnte nicht, mir liefen die Tränen und ich sah seine Eltern... ich wollte aufwachen, aber es ging nicht. Seine Brüder saßen neben mir und es brach mir fast das Herz, als ich sie weinen sah, seine Schwester war noch schlimmer dran, ihr Verhältnis zu Micha war das beste unter allen Geschwistern.
Das Schlimmste kam, als wir am Grab standen und ca. 200 Personen kamen, um uns ihr Beileid auszusprechen. Micha war sehr bekannt und beliebt gewesen. Da wir in einem Ferienort an der Ostsee lebten, kannten ihn viele schön über Jahre und kamen selbst aus Hamburg und München.

Aber eins muss man Micha lassen: Das Standesamt hat wirklich unser Leben verändert, in dem es die Sterbeurkunde eingereicht bekam und so alles seinen Lauf genommen hat.

Ich kann nicht behaupten, dass ich nach 6 ½ Jahre darüber hinweg bin. Ich habe danach viel scheiße gebaut. Z. B. hatte ich zwei Wochen nach seinem Tod wieder neue Beziehungen, in denen ging es allerdings nur um Sex, ich wollte ihn vergessen. Ich hatte danach auch eine knapp 3-jährige Beziehung, aber ich weiß nicht ob das Liebe war.
Jetzt bin ich seit knapp einem Jahr wieder in einer Beziehung. Dieser Mann war für mich mein Traummann über fast 3 Jahre. Er war nah und doch für mich unerreichbar. Wir sprachen oft miteinander, aber ich hätte nie geglaubt, dass er der Mann sein wird, mit dem ich lieben, lachen und streiten kann. Er war nur mein Traummann, Gefühle habe ich nicht zugelassen, weil ich unfähig war zu lieben. In den 5 Jahren nach Michas Tod habe ich die Männer nur fürs Bett gebraucht und selbst in meiner 3-jährigen Beziehung habe ich meinen Freund von vorne bis hinten betrogen. Ich hab mich einfach nicht getraut, mich mit allen Gefühlen in eine Beziehung zu begeben, aus Angst wieder so verletzt zu werden. Ich habe immer gesagt, lieber werde ich verlassen und kann den Mann noch sehen, als dass er stirbt und ich keine Gelegenheit mehr habe, ihm zu begegnen. Daher habe ich immer die Männer verlassen, ehe die Beziehungen zu tief wurden.
Doch seit einem Jahr habe ich den Mut wieder richtig zu lieben und ich hoffe, dass es auch so bleibt!

Zusatz: Ja, das war meine Geschichte, die ich selber erlebt habe... ich wünsche so etwas keinem!

Träumerin / Februar 2005

Dem Himmel so nah ...

Mit Dir war ich dem Himmel nah ... ich vergesse nie, wie du neben deinem Flieger standest, dein Schal wehte dir ums Gesicht, du hattest die Hände eingesteckt und lächeltest mich an. Manchmal hat man Bruchstücke einer Begegnung im Kopf, die genau zu dieser einen Person gehören. Wir flogen über unsere Heimat und ich kann nicht sagen, wie glücklich ich war. Ich konnte dich wohl immer nur anlächeln ... ich danke dir dafür und auch für die schönsten Stunden, in denen du mir einen anderen Himmel gezeigt es ... es war so leicht und einfach mit dir ...

Bis ich dich sah ... mit IHR ... und meine Sonne ins Meer stürzte. Mein Sprachzentrum ist gelähmt. Ich wünschte ich hätte Worte für das was in mir vorgeht. Ich fühle mich wie ein Autist ... lebe seither in meiner eigenen Welt und ich weiß heute noch nicht .. ob ich sie je wieder für dich oder jemanden anderen öffnen werde ...

Affenbaby8 / Februar 2005

Diese verdammte Unicherheit

Ich dachte nicht, dass es mal eine so wichitge frage geben wird, wo ich keine antwort drauf weiss.
wir waren so glücklich und froh uns zu haben. Ich wollte soviel zeit wie möglich mit dir verbringen. in deinen armen einschlafen und aufwachen. starrte den tag aufs telefon und wartete auf einen anruf von dir. du warst in mir und ich wollt es nicht anders.
1 jahr und 4 mon. ist dies nun her, dass wir so zufrieden waren. du bist es immer noch. bin ich es? was ist nun...!? es gibt jemanden den ich mag. es kommt mir vor wie in einer soap, die ich mir jeden abend anschaue. sonst habe ich darüber gelacht und fragte mich, wer denkt sich sowas aus.
man kann zwei menschen auch sooo mögen?
der eine hat mir seine liebe vor 1-2 jahren gestanden. den anderen lernst du ganz normal kennen und lieben.
nun tritt der....wie wollen wir ihn nennen...ALTE...in mein leben! auch er hat eine beziehung mit einer ehmaligen besten freundin von mir (der streit zu der freundin hat nichts hiermit zutun). nun sieht man sich mal wieder öfters, ich weiss, ihr wisst alle wie sowas ist, man bekommt herzklopfen... erzählt nur noch sinnloses zeug. aber dieses gefühl muss und will ich verdrängen...oder will ich das nicht...?
die fragen fangen an:...liebe ich meinen freund nicht mehr? will ich ein abenteuer? liebe ich den ``ALTEN``mit dem ich aber doch nie zusammen war?
werde ich weinen, traurig sein, wenn mein freund weg ist? 1 jahr und 4 mon. weg? die vertrautheit,...kann man die nochmal zu jemandem anderen aufbauen? kann ich mich bei noch jemandem so fallen lassen? ihm mich hingeben? auch wenn man keine jungfrau mehr ist, zaghaft an die sache ran gehen?....darf ich den anderen noch sehen? interpretiere ich die gefühle des ``ALTEN``jetzt richtig...?s ein mich anschauen?! seine art mir gegenüber? sind wir uns vielleicht doch zu ähnlich? kann man mit dem eine beziehung führen?
meine frage....wer nimmt mir meine unsicherheit und gibt mir dafür eine klar ansage...ne antwort,...einen wegweiser....oder nen kompass....was braucht man, um sich wohl und sicher zu fühlen. zu wissen was man will?

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