| Herzchen16 / Mai
2005 Tod vorm PC
Sie saß
am PC wie fast jeden Abend. Immer als sie nach Hause kam,
setzte sie sich an den Computer, wählte sich ins
Internet ein und blieb so lange drin, bis sie ihre Mutter
ins Bett scheuchte. Aber an diesem Tag war es anders. Sie
hatte sich verliebt. Es verging kaum eine Minute, wo sie
nicht an ihn dachte. Sie hatte nur seinen Nicknamen im
Kopf und seine Beschreibung. Andauernd dachte sie
darüber nach, wie er wohl aussehen würde. Sie hatten
nie so richtig über sich selbst geredet, nie über
persönliche Details wie genauer Wohnort oder so. Sie
wusste nur, dass er in Deutschland wohnte wie sie selbst,
aber etwa 400 km weit entfernt; zu weit zum besuchen. Sie
konnte ihm vertrauen, konnte sich loslassen, konnte sich
fallen lassen, wenn sie mit ihm chattete, was sie sonst
nicht konnte. In real war sie sehr schüchtern, traute
sich kaum etwas zu. Doch im Chat, wenn sie mit ihm
sprach, dann konnte sie sich richtig fallen lassen und
ihren Gefühlen freien Lauf lassen. Doch dass sie sich in
ihn verlieben würde, daran dachte sie nie. Sie hielt es
nicht für möglich, sich in einem Chat zu verlieben -
doch nun war es passiert; sie konnte nichts mehr dagegen
machen.
Es vergingen einige Tage. Sie dachte pausenlos an ihn;
war schon öfter so nah dran, es ihm zu gestehen, aber
sie schaffte es nie. Doch dann kam der Tag, an dem sie
beschloss, es ihm zu sagen. Als sie sich nach der Schule
an den PC hockte und in den Chat ging, war er nicht da.
Sie wartete lange, doch er kam nicht. Sonst war er immer
da. Jeden Tag um dieselbe Zeit. Doch heute nicht. Sie
hatte keine Ahnung was dazwischengekommen war und
befürchtete schon das Schlimmste. Und da kam ihr die
Idee, ihre E-Mails nachzulesen. Sie hatte Post, es war
eine Mail von ihm. Als sie den Betreff las, stieg in ihr
ein eigenartiges Gefühl auf. Ein mulmiges Gefühl in
ihrem Bauch... Ein Gefühl, das ihr die Luft wegbleiben
ließ. Im Betreff stand: Es tut mir leid, ich mag dich
nicht... Sie machte die Mail auf...
'Na du!
Es tut mir leid, ich hätte es dir schon viel eher sagen
sollen, hätte es niemals so weit kommen lassen dürfen.
Ich bin nicht der, den du denkst. Ich bin nur ein
gewöhnlicher Mensch, kann mit Dir ehrlich gesagt nichts
anfangen. Ich habe Dich die ganze Zeit nur belogen. In
Wirklichkeit wollte ich nur jemanden verarschen. In
Wirklichkeit kann ich dich nicht leiden. Du mit Deinem
ewigen Gejammer, du, mit deiner völlig abartigen Sicht
zum Leben und allem. Ich habe mitgespielt, weil es das
war, was Du wolltest. Aber ich kann dich nun mal nicht
leiden, deswegen werde ich Dich jetzt auch in Ruhe
lassen. Das ist das letzte was du von mir hörst.'
Sie konnte es nicht glauben. Jedes Wort fühlte sich so
an, als würde ein Messer in ihr Herz stechen. Es tat so
fürchterlich weh, als sie das las. Die Tränen konnte
sie nicht mehr zurückhalten. Sie rollten über ihre
Wangen, bis zum Kinn. Es fühlte sich an, wie Dornen die
sich in sie hinein fraßen. Sie war alleine daheim; zum
Glück. So hätte sie es sich nie getraut, aus dem Zimmer
zu gehen. Und das Weinen konnte sie auch nicht mehr
unterdrücken. Es kam aus ihr heraus, als hätte sie seit
Jahren nicht mehr geweint. Sie hatte das Gefühl, als
würden diese Worte alles in ihr zerstören,
verbrennen... Sie wollte nicht mehr. Er war die einzige
Person, der sie vertraut hatte, der sie alles über sich
erzählt hatte. Doch es war alles nur Show... Er war
nicht real, diese Person die sie liebte, hasste sie.
Sie wollte nicht mehr leben. Alles, woran sie geglaubt
hatte, war eine Lüge. Und das schlimmste war immer noch,
dass er es ihr so sagen musste. Er hätte es auch anders
tun können... Aber wieso so? Und wieso gerade sie, und
nicht eine andere naive Chatterin? Sie sah nicht mehr
richtig, ihre Augen waren voller Tränen. Und in ihr
brannte es förmlich. Sie konnte sich noch daran
erinnern, dass ihre Mutter einmal Schlaftabletten gekauft
hatte.... Im Bad mussten sie sein, wie vor einigen Tagen
auch noch, als sie sie per Zufall gefunden hatte. Sie
setzte sich wieder an den PC, vor ihr der Posteingang -
Keine neuen Nachrichten... Der Deckel des Röhrchens
spickte weg, als sie es aufmachte. Darin hatte es einige
weiße Tabletten. So klein und doch so gefährlich. Sie
nahm sich eine raus und schluckte sie. Es war ekelhaft,
schmeckte fürchterlich bitter, aber die Tablette
verschwand sofort in ihrem Magen. 'Der Rest kann ja nicht
schlimm sein, gleich ist es eh vorbei', dachte sie sich,
und schluckte den Rest der Tabletten auch.
Wie lange sie da saß und auf Post von ihm wartete,
konnte man nicht sagen. Es mussten Stunden gewesen sein.
Ihr Kopf wurde immer schwerer, die Augenlider waren so
schwer wie Blei. In ihrem Magen brannte es, doch sie
spürte es nicht mehr. Alles war wie durch Watte
gedämpft. Der Kopf sank auf die Tastatur, ihre Augen
schlossen sich... Das Herz wurde immer langsamer, alles
schlief ein. Für immer.
Man fand sie am nächsten Morgen. Tot vor dem PC, in der
Hand das leere Röhrchen.
Und auf dem Bildschirm, eine Nachricht. Irgendwer musste
sie geöffnet haben. Darin stand:
'Hi!
Gott, was hat denn mein Bruder fürn Mist geschrieben?
Tut mir leid, ich habe das nicht geschrieben... Glaub mir
bitte... Ich könnte dir niemals weh tun...
Denn ich liebe Dich...'
Zusatz:
Diese Geschichte soll zeigen das man nicht gleich
aufgeben soll... und gerade heut zutage mit dem Internt
ist das so eine Sache! Bitte denkt mal darüber nach!
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| Herzi / Juni
2005 Liebe auf den ersten Blick
Vor fast
zwei Wochen trat ein neuer Typ in mein Leben, ich war von
Anfang an in ihn verliebt. Meine Freundin wusste gleich,
dass er was von mir will. Dies bestätigte sich auch noch
wirklich am nächsten Tag. Wir tauschten Nummern aus. Als
er und seine Kumpels nach Hause mussten, sagte mir meine
Freundin, dass er mich anrufen würde und es mir selber
sagen will. Das tat er auch, aber er bestätigte nicht
die Aussage meiner Freundin. Ich war erschüttert. war
total sauer auf meine Freundin.
Am nächsten Tag kam er wieder mit seinen Kumpels, auch
meine Freundin. Zuerst redete ich nichts mit beiden, weil
beide wieder zusammen weggingen. Ich war so
eifersüchtig. Auf beide!!!!
Aber ich wussste ja nicht, dass beide über mich redeten.
Und zwar darüber, wie er mir es sagen soll. Der Tag ging
schnell vorbei. Meine Freundin blieb noch etwas länger,
die erzählte mir dann alles ganz genau, was er sagte.
Nachts um halb 12 rief er mich dann tatsächlich wieder
an. Er fragte mich dann auch nach einer Weile, ob ich
mich jetzt auch wirklich in ihn verliebt habe? Ich sagte:
"JA"
Danach er: Das könne er nicht ganz glauben, und ob ich
mir vorstellen könnte mit ihm zu gehen?
Naürlich sagte ich ja. Mann war ich happy.
Tja und seit diesem Tag an sind wir glücklich zusammen.
mfg herzi
Zusatz:
Diese Geschichte habe ich wirklich erlebt. Und ich bin
immer noch happy
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