| Dachdeckerin / Februar
2006 Der Anfang vom Ende
Was soll
nur geschehn denkst du dir, hast dein leben soweit in den
griff bekommen, legst einen Stein nach dem anderen in den
geraden weg und dann kommt da jemand und stößt dir
einen nach dem anderen weg.
Na super
Happy birthday denkst du dir und wie
gehts nun weiter. fällst erst mal in ein großes
schwarzes loch.
Und sowie du dort unten sitzt und dir um eine mögliche
Rettung Gedanken machst, kann die antwort so nahe sein,
doch du siehst sie nicht
...
Aber das zu Anfang - ich denke ich erzähl euch einfach
mal, wie alles angefangen hat. Und ihr könnt mir glauben
es hat was, hätte ich damals gewusst, was heute auf mich
zu kommt, hätte ich mich nie soweit aus dem Fenster
gewagt.
So nun ist der Tag meines Auszuges, der 1 Juli 2005. Ich
habe gerade die Hauptschule beendet und starte ab heute
ein aufregendes Jahr in einer neuen Stadt wo ich mein
erstes Lehrjahr zur Dachdeckerin hinter mich bringe. Nach
meinem Einzug bei den Eltern meines freundes hatte ich 2
Monate wo ich faulenze und einfach nix tue. Die Nächte
lang am PC gehockt, TV und in die Sterne gesehen und
überlegt, ob das der richtige Weg war. Weg aus meiner
Heimatstadt weg von meiner Oma weg von meiner Mutter und
weg von meinen Schwestern. Oh man das tut im Herzen weh,
selbst jetzt noch wo noch 5 Monate vor mir liegen.
Mein erster Tag In der neuen Schule. Ich als einziges
Mädchen in einer Dachdeckerklasse, das sollte mir
eigentlich vorher klar gewesen sein, doch da hab ich
gemerkt: Mensch Mädel reiß dich am Riemen jetzt
gehts erst richtig los, die Sachen die hinter dir
legen hast du dir schon genug versaut, versau dir das
jetzt nicht auch noch. Ich musste regelrecht meinen Platz
in der Jungengesellschaft erkämpfen, zeigen dass ich
nicht zimperlich bin, mich durchsetzen, aber auch
einstecken kann. Nachdem die Wochen vergingen und ich mit
mir selber am kämpfen war, dass die Chaoten mich so
akzeptieren wie ich bin, ging dann alles seinen Lauf, ich
hatte meinen Stand in der Klasse. Von da an war ich die
Prinzessin in der Klasse, und konnte mit allen sehr gut.
Damit hatte ich ein Problem weniger, die Zeit verging und
es war Dezember, mein Geburtstag stand vor der Tür. Was
schon klar war, dass ich nach Hause fahre, soweit war es
ein schöner 18 Geburtstag auch wenn es nicht eine
Sauftour mit Freunden war, wie man sonst die
Volljährigkeit feiert. Nachdem die Uhr 12 geschlagen
hat, ging erstmal mein Handy und wollte schon gar nicht
mehr aufhören zu klingeln
. Doch das erste was ich
gemacht habe, war zu einem ganz guten Freund zu gehen der
mich schon von klein auf kennt und da hab ich den Abend
bzw. den Morgen verbracht. Gegen 4 bin dann doch mal heim
gedackelt und hab mich auf die Couch geschmissen, und
doch noch ein bisschen Schlaf ab zu bekommen. Pünktlich
wie die Mmaurer um 8 wurde ich dann mit einem Lied von
Mutter und Geschwistern geweckt
Mensch Leute es
ist Sonntag das geht doch nicht, Aber anders hätte ich
mir meinen Geburtstag nicht vorstellen können, so wie
der war ist der super gewesen. Um 16 Uhr ging mein Zug
wieder in die neue Stadt
Meine Mama hat mich nach
Kaffee und Kuchen zum Bahnhof gefahren. Nach langen
Umarmungen und Geküsse bin ich in den Zug eingestiegen.
Nachdem er los fuhr kamen mir die Tränen und mein Herz
tat verdammt weh.
Die Zeit geht weiter bis Weihnachten und Silvester, na wo
war ich da denn bloß? Richtig - daheim! Es war ein
richtig schönes Weihnachten dieses lernt man erst zu
schätzen wenn man lange von einander getrennt ist. Na ja
es ist Januar, die Schule fängt wieder an, also
gabs wieder ein haufen Kullertränen am Bahnhof. So
jetzt kommen wir immer mehr auf das hier und jetzt, auf
die Zeit wo ich gerade drin hänge, die Zeit wo man über
Hilfe nachdenkt und die zeit wo man sich fragt, wie man
eigentlich dort hingekommen ist.
Ende Januar Bewerbungszeit. Es gab Zeugnisse, doch eine
Woche vorher habe ich bestimmt 30 Dachdecker
angeschrieben. Doch dann kam eine Antwort, wo ich zu
einem Vorstellungsgespräch melden sollte. Und das auch
noch in meiner Heimat. Super, ein Problem weniger und
noch einen Stein kann ich hinter mir lassen. Ich habe
einen Praktikumsplatz und wenn alles gut verläuft, auch
eine Ausbildungsstelle.
Der Februar ist da. Dank meiner Familie kann ich mit dem
Führerschein anfangen. Und nun fängt der Anfang vom
Ende an
Ich habe mich also in einer Fahrschule angemeldet und
hänge nun in der Theorie die ich fast fertig hab. Meine
erste Fahrstunde ist ganz super gelaufen wären da nicht
diese Hilfestellungen gewesen. Wer kennt das nicht, ein
Top Schuss steht vor dir und dir geht das Herz auf. Hast
das Gefühl verstanden zu werden, dass man dir zuhört
... Aber nun zurück zum Thema - schalten war zum
Anfang: da ich total verkrampft war und die Gänge rein
geschlagen hab wie beim Fleisch klopfen, nahm er meine
Hand, legte sie auf die Kupplung, legte seine drauf und
sagte: 'mach das mit Gefühl' - in diesen Augenblick habe
ich gedacht mein Herz bleibt stehen.
Der nächste Satz, nachdem das soweit alles geklappt hat,
war nur: 'wenn du etwas mit Gewallt machst kann etwas
nicht stimmen.' Danach kamen noch zufällige
Berührungen. Nach der Fahrstunde hatten wir noch mal
drüber gesprochen wie alles geklappt hat in diesem
Augenblick hat er mir über die Wange gestreichelt und
sagte: 'siehste war doch gar nicht so schlimm, hat doch
alles super geklappt.'
Der nächste Tag war da und habe noch 2 Fahrstunden vor
mir, die Stunde verlief ganz gut und wieder kamen
zufällige Berührungen. Jedoch heute hatte er mir seine
Handy Nr. gegeben. Falls Fragen sind oder Fahrstunden
abgesagt werden. Dann hatte ich aus Jux und Dollerei
gesagt: 'Jupp sicher ich texte dir heut Abend mal außer
du willst des nicht
.' Er sagte: 'doch mach ich
würde mich freuen, dann wärst du die erste mit der ich
privat simse
' Na ja, nach meiner Fahrstunde hatte
ich noch Theorie, wo ich noch mal 1 ½ Stunden abgesessen
hab. Endlich 8 Uhr ab nach Hause. Also wie versprochen
hab ich noch getextet, und hab ihn gefragt was er denn
schönes macht, darauf kam nur zurück, dass er
Rückenschmerzen hat. Na gut hab ich mir gedacht
schreibste doch ganz einfach: 'Och du Armer soll ich dich
massieren??? Sag mir wann und wo und ich bin da.' Gesagt
getan, er hatte mich dann abgeholt und ich hab ihn
massiert. Wir haben noch was gequasselt, da kam dann
raus, dass er mich attraktiv und anziehend findet, okay
dachte ich mir das beruht auf Gegenseitigkeit. Nur das
Dumme an der ganzen Sache war, ich habs nicht
gedacht, sondern gesagt - dumm gelaufen...
Nach langem hin und her, hat er mich in den Arm genommen
und ich wäre am liebsten in diesen Armen
gestorben
.
Na gut ich lebe immer noch, bin leider nicht gestorben,
wir haben uns angesehen und ich wäre am liebsten noch
mal gestorben, doch bin es leider wieder nicht, Mensch
Herrgott mach doch mal was, und ich war am überlegen:
bevor du in diesen Augen versinkst, sollst du ihn
küssen?? Und ich hab mich zusammen gerissen und habe
nein nein nein gedacht, er ist verheiratet, lass die
Finger davon, du bist vergeben, und er verheiratet.
Doch es sollte nicht so sein, er sah mich an und sagt:
'weißt du was ich schon die ganze zeit machen wollte?'
Ich schaute ihn nur ganz verdutzt an und fragte mit einem
Lächeln im Gesicht: 'Nein was denn?' Er streckte seine
Hand aus, legte sie auf meine Wangen, die andere an den
Hinterkopf und küsste mich.
Schwups, alle Sicherungen sind durchgebrannt, alles zu
spät, das Herz ist in die Hose gerutscht und ich hab ein
Stoßgebet in den Himmel geschickt, doch der gute Herr da
oben hat wohl gerade Pause gehabt. Dann hat er mich vor
meiner Türe abgesetzt und sagte: 'bis Morgen, Kleines.'
Die Nacht wollte nicht vorbei gehen, ich würde geplagt
von meinem schlechten Gewissen und noch dazu lag mein
Freund ahnungslos neben mir. Die schlaflose Nacht war
endlich vorbei, ein neuer Tag ein neues Glück? Nix
dergleichen. Nach meiner Fahrstunde kurz nach Besprechung
von der Fahrt fragte er, ob ich noch eine Stunde
mitfahre, da ich eh nix besseres zu tun hatte, sagte ich
ja. Der Fahrschüler kam und machte seine Fahrt, während
dessen packte er plötzlich einen Block aus und wir
schrieben ein bissen, hauptsächlich über den Abend
davor, was da passiert ist
Das Wochenende kam und ich wäre beinahe durchgedreht,
vor lauter Panik wie und ob das überhaupt weiter geht.
Montag morgen - ich konnte es nicht mehr aushalten - ich
hab mich einem Kollegen anvertraut und um Rat gefragt,
bei dem ich sicher sein konnte, dass nix nach außen
geht. Er sagte nur: 'Was solls denn, fahr
zweigleisig. Mehr als auffliegen kannst du nicht - oder
habe ich da Unrecht??'
Und zu meinem Erstaunen hab ich echt drüber nachgedacht,
doch zu einem wirklichem Ergebnis bin ich noch nicht
gekommen.
Zusatz:
Wer Interesse hat wie es ausgeht oder weitergeht,
schreibe ich gerne weiter - doch ür mich jetzt heißt es
erstmal abwarten - in spätestens 2 Tagen bin ich
schlauer.
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| Bingo / email / März
2006 Die Zeit vergeht zu schnell
Ich
werde diese Zeit wohl niemals vergessen. Es war die
schönste meines bisherigen noch kurzen Lebens. Ich
steckte gerade in großen Problemen... Und hatte mir
geschworen nie wieder etwas mit dem männlichen
Geschlecht zu tun haben zu wollen. Doch mit Septermber
muss es gewesen sein. Da schrieb mich ein Junge aus der
10. Klasse an bei einem Chatprogramm an. Er ging auf
meine Schule, doch ich hatte ihn nie zuvor dort gesehen.
Wir verstanden uns eigentlich überhaupt nicht.
Beleidigten uns nur, aber trotzdem chatteten wir immer
mit einander, auch wenn es nur böse Worte waren. Doch
irgendwann nach 2 Wochen telefonierten wir durch ein
Verhasbeln im Chatgespräch miteinander. Dort wurden aus
den bösen Worten immer mehr Liebesworte. Er rief jeden
Tag darauf an und er erzählte mir alles über sich. Es
war wunderschön. Manchmal rief er mich sogar schon um 5
Uhr morgens an und wir telefonierten 8h miteinander. Aus
den netten Worten wurden liebevolle Worte. Er bombadierte
mich förmlich mit SMS, doch die schlechte Erinnerung an
den Jungen aus dem Camp ließen mich nicht los, drum
hielt ich Abstand!
3 Monate täglichen Telefonierens vergingen und er lud
mich ein, zu ihm zu kommen und den ersten Film der
Filmreihe "Matrix" zu schauen. Ich war auf ein
freundschaftliches Treffen eingestellt und freute mich
riesig darauf, Zeit mit ihm nicht nur am Telefon zu
verbringen. Dort waren die ersten 10 min auch so wie ich
es mir gedacht hatte, doch wir kuschelten uns immer
näher und schließlich lag ich in seinen Armen. Wir
waren beide in einer Decke eingehüllt und er streichelte
mich zärtlich am Hals. Ich wollte nie wieder aus diesem
Moment gehen und mir war nach diesem Moment klar, dass
ich ihn liebte. Ich liebte ihn wie noch nie jemand zuvor.
Wir küssten uns nicht, doch trotzdem - obwohl er mich
nicht gefragt hatte, ob wir zusammen seien, war so ein
Band zwischen uns. Wir wussten immer, was der andere
denkt und wir wollten es beide nicht aufgeben. Doch
leider haben wir darüber nie gesprochen, man konnte mit
ihm über alles reden. Zumindest ich...
Er ließ niemand anderen an sich ran und ich schätzte
dies mehr als alles andere. Zeit verging wieder und wir
telefonierten immer noch jeden Tag. 1 Monat später kam
er dann zu mir um den 2. Teil der Matrixreihe zu sehen.
Es war aber doch schon etwas anders. Ich liebte sein Denken,
sein Handeln, seine Meinung. Ich liebte einfach alles an
ihm. Doch bald war das Telefonieren nicht mehr das
gleiche wie damals. Wir wussten schon, was der andere
dachte, was er fühlte, wir mussten es gar nichts mehr
sagen. Drum versank alles in Schweigen. Ich bekam keine
Kuss-SMS mehr von ihm. Er rief zwar noch tagtäglich an,
doch die Gespräche wurden leerer. Ein letztes Mal kam er
noch zu mir. Doch er hielt nicht mal meine Hand. Ich war
am Boden zerstört. Und mir kam wieder nur der Gedanke,
dass doch alle Jungen gleich waren.
Am Ende nach einem halben Jahr kamen wir zu dem Entschluss,
nicht mehr miteinander zu telefonieren. Alles was ich zu
dieser Zeit noch in meinem Leben geschätzt hatte, ging
zu Grunde. Ich verlor alles. Meine Freunde,
Familienmitglieder, meinen Glauben und was mir wohl am
wichtigesten erschien: IHN!!!
Ich ass nichts mehr. Wurde krank und lag unzählige Tage
nur noch heulend im Bett. Die so schönen Stunden die wir
verbracht hatten. Ich würde sie wohl nie vergessen. Er
war anders als alle anderen. Er war wie es niemand war.
Er war aber auch eiskalt. Er hatte Gefühle, aber er
wusste nicht mit ihnen um zu gehen. Er war seinem Alter
weit voraus, doch in seinem Herzen war er weit zurück.
Das sah er nicht ein, drum lenkte er seine Meinung darauf,
Liebe sein nur ein Gen, um sich zu vermehren. Man kann
gar nichts fühlen, es ist alles nur reine Einbildung.
Diese Meinung habe ich nun übernommen und kam zu den Entschluss,
mich nie wieder verlieben zu wollen. Er war meine große
Liebe und eine andere wollte und will ich nicht haben..
Vielleicht wird er dies ja eines Tages merken! ICH HAB
DICH LIEB BROMBÄR!!!!!
Zusatz:
Dies ist eine wahre Geschichte, ich habe niemandem meine
wahren Gefühle zu ihm erzählt....
Aber ich weiß dass er es weiß da ich es weiß
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