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von *Orakel-im-Web / Orakelfreunde* - Besuchern
Marcus / email / März 2006

Liebe macht blind! - eine wahre Geschichte:
Die Geschichte von Marcus und Bianca - Teil I:

Als ich Sie das erste Mal sah, dachte ich: Was für eine hübsche Frau!
Ihre strahlend blaue Augen, Ihr süßes natürliches Lächeln, Ihre Ausstrahlung, einfach der Wahnsinn in meinen Augen. Sie hat in mir was ausgelöst, was ich bisher noch nie erlebt habe.
Was war es? War es Einbildung? Weil ich in der bestehenden Beziehung einfach nur noch unglücklich war? Suchte ich vielleicht nur irgend jemanden, um einen Absprung zu schaffen?
Oder was war es?! Ich war nun mal in einer Beziehung. Hatte einen kleinen Sohn. Ich war aber leider viel zu jung um mit all dem klar zu kommen. Ich war gerade mal 20 Jahre, als es auf einmal hieß: Du wirst Vater! Ich war geschockt! Mein Leben schien von jetzt auf gleich ein Ende zu nehmen. Ich liebte meine Partnerin zu dieser Zeit schon nicht mehr wirklich. Und jetzt das! Ich werde Papa! Die Welt brach zusammen. Für immer mit dieser Frau zusammen leben? Auweia! Was hast Du nur getan!? Na ja, das Kind kam und die Wege nahmen ihren Lauf. Ich wollte das alles eigentlich gar nicht. Aber trennen? Wohin sollte ich nur gehen? Sollte ich wirklich meinen Sohn verlassen? Mein ganzes Leben Unterhalt zahlen? Wieder bei Null anfangen? All diese Gedanken gingen mir durch den Kopf. Sodass ich nie diesen Schritt gewagt habe.
Doch eines Tages sollte es alles anders kommen. Ich erinnere mich daran als wäre es erst gestern gewesen. Es war Ende 2001. Ein Bandkollege brachte eine neue Sängerin mit. Es war seine Cousine. Ich sah Sie und war hin und weg. Habe mich nie getraut mit Ihr mal ein Gespräch anzufangen. Aus Angst ich könnte mich in Sie verlieben. Angst vor dem Schritt meine Familie zu verlassen. Jedes mal beim Proben beobachtete ich Sie. Wenn Sie mich ansah, drehte ich meinen Blick sofort ab von Ihr. Wie im Kindergarten! Ich konnte Ihr einfach nicht in Ihre bezaubernden Augen sehen. Ihr Blick hätte gereicht, um mich zu verlieben. Ich hatte Angst. Nach jedem Proben wartete ich, bis Sie vor oder hinter mir mit Ihrem roten Cabrio war. Wieso weiß ich nicht!? Was hatte ich davon? Nichts! Sie fuhr nach Hause und ich zu meiner Familie. Irgendwann dachte ich nur noch: Lass es lieber sein! 1. Diese Frau wirst Du eh nie bekommen. Sie ist viel zu hübsch. 2. Denk an Deine Familie.
So vergingen gut 4 Monate. Ich war immer noch unglücklich.
Doch plötzlich kam der Tag, an dem sich alles ändern sollte.

Es war Freitag der 19.04.2002. Ich verabredete mich mit meinem Arbeitskollegen zum Feiern in der Neusser Skihalle. Es war ein sehr feucht-fröhlicher Abend. Wir hatten sehr viel Spaß. An diesem Abend habe ich das erste Mal mit meinem Kollegen darüber gesprochen, dass wir jetzt eine neue Sängerin in der Band haben. Ich sagte noch wörtlich zu Ihm: Ich muss aufpassen, die Frau gefällt mir sehr gut. Na ja, wir gingen dann rüber zur anderen Seite der Halle. Plötzlich klopft mir jemand von hinten auf die Schulter und sagt: Hallo Marcus! Mein Herz blieb stehen. Es war die Frau, von der ich so begeistert war. Von der ich gerade noch gesprochen hatte. Es war Bianca. Die neue Sängerin. Ich schaute meinen Kollegen an und wie auf Kommando packten wir uns beide an die Stirn. Ausgerechnet Bianca dachten wir beide in diesem Moment. Aber diesmal war alles anders. Vielleicht weil ich was getrunken hatte? Ich war locker drauf und redete das erste mal mit Ihr. Natürlich über die Musik. Worüber sonst?! Wir quatschten und quatschten und quatschten ohne dass es ein Ende nahm. Mein Kollege verabschiedete sich inzwischen und ging nach Hause. Ich blieb natürlich da. Auf einmal hieß es Feierabend! .Es war mittlerweile 3 Uhr nachts und die Skihalle schloss ihre Türen. Was nun? Nach Hause? Nein!! Auf keinen Fall! Bianca wollte ebenfalls noch nicht nach Hause. Also fuhren wir zwei noch in die Stadt ins Lollipop. Die haben bis 5 Uhr auf. Bianca war mit dem Auto da, sodass wir uns gleich auf den Weg machten. Im Lollipop angekommen, setzten wir unsere Unterhaltung fort. Wir redeten mittlerweile über alles Mögliche aus Ihrem und meinem Leben. Die Nacht verflog. Es hieß wieder Feierabend! 5 Uhr! Was nun? Ich wollte Sie nicht gehen lassen. Sie wollte allerdings auch gar nicht gehen. Es schien Ihr ebenfalls sehr gut zu gefallen. Wir entschlossen uns fürs Frankies. Die haben bis 8 Uhr auf. Und wir redeten und redeten.
Auf einmal spürte ich irgendwas in mir. Ich sah Ihr ganz lange in die Augen und da war es passiert: Ich war verliebt!!!! Noch nie zuvor spürte ich so ein gigantisches Gefühl wie in diesem Moment.
An dieser Stelle muss ich eine Pause machen. Mein ganzer Körper zittert und ich kann den Monitor vor lauter Tränen nicht mehr erkennen.


Ich wollte es Ihr sagen, dass ich in Sie verliebt bin. Ich sagte Ihr aber, dass ich unsere heute geschlossene Freundschaft nicht direkt wieder zerstören will. Also sagte ich nichts.
Es war mittlerweile 7 Uhr morgens, als mein Handy klingelte. Es war meine Freundin, die sich Sorgen machte wo ich denn wäre. Ich sagte nur, dass ich auf dem Weg nach Hause bin.
So machten wir uns dann auch langsam auf den Weg. Bianca fuhr mich nach Hause.
Im Auto fragte ich noch nach Ihrer Nummer. Als ich zu Hause rein kam, stand meine Freundin schon in der Tür. Sie machte gleich Theater. Mir war das aber egal und ich legte mich ins Bett. Lange schlafen konnte ich jedoch nicht. Ich wurde wach und mein erster Gedanke war gleich Bianca. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Meine Freundin war zu der Zeit unterwegs. Ich war hin und her gerissen. Sollte ich Bianca anrufen? Oder lieber doch nicht?!
Ich rief Sie an. Als ich Ihre Stimme hörte war es wieder da. Dieses gigantische Gefühl der Liebe. Ich fragte Sie, ob Sie gut geschlafen hätte usw. Wir verabredeten uns für den Abend wieder in der Skihalle. Ich war auf einmal wieder ein glücklicher Mensch. All die Jahre war ich unzufrieden. Doch jetzt sollte sich alles ändern. Wie gesagt, wir trafen uns am Abend und redeten wieder ununterbrochen. Bis 4 Uhr morgens. Obwohl ich um 6 Uhr arbeiten musste. Mir war alles egal. Sonntags auf der Arbeit rief ich Bianca wieder an. Sie kam nachmittags zum Proberaum, der sich auch auf dem Firmengelände befindet. Sie brachte Kuchen und Kakao mit. Und wir redeten wieder ununterbrochen. So langsam wurde ich Ihr gegenüber konkreter. Ich sagte Ihr, dass ich mich in Sie verliebt habe und meine Familie verlassen werde, wenn Sie auch bereit dazu wäre. Sie sagte nur: Das liegt ganz alleine an Dir! Sie hätte jedenfalls sehr viele Gefühle für mich. Abends zu Hause angekommen legte ich mich direkt wieder ins Bett. Ich redete kein Wort mehr mit meiner Freundin. In meinem Kopf befand sich nur noch Bianca.
Die nächsten drei Tage waren dann wohl die schwierigsten in meinem bisherigen Leben. Verlasse ich wirklich meinen kleinen Sohn? Diese Frage beschäftigte mich wirklich sehr.
Und ich musste jede Menge Tränen dabei lassen. Es war die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Aber es musste nun mal eine Entscheidung her. Auf der einen Seite mein Sohn, auf der anderen dieses gigantische Gefühl der Liebe zu Bianca.
Die Entscheidung kam immer näher. Es war Mittwoch der 24.04.2006.
Ich war arbeiten. Wir hatten auch noch einen anstrengenden Tag in der Firma. Es war Reparatur. Aber zum Arbeiten hatte ich gar keinen Kopf. Wie denn auch? Ich stand vor der größten und schwierigsten Entscheidung meines Lebens. An diesem Tag musste ich auch noch 12 Stunden oder sogar mehr arbeiten. Es war die Hölle! Allein der Gedanke daran, dass mein Sohn in Zukunft ohne mich aufwachsen wird, brachte mich fast um. Tränen und Tränen fielen an diesem Tag. Heute sollte die Entscheidung kommen. Ich traute mich aber nicht. Ich telefonierte mit meinen Eltern, die das als einzige vorher wussten. Am Ende ging mein Vater zu meiner Freundin und hat sie vorgewarnt was ich vorhabe. Dies bereue ich heute noch. Dass ich nicht den Mumm hatte, es ihr selbst zu sagen. Das war einfach nur feige. Schäme mich wirklich heut noch dafür. Aber es ist nun mal passiert und das Leben geht weiter. Ich bin um 23 Uhr von der Arbeit nach Hause gefahren und hab meine Sachen gepackt. Meine Freundin war zwar am Boden zerstört, aber mir war das egal. Ich wollte Bianca. Ich war eiskalt zu ihr. Hat mich selbst gewundert. Bin dann mit Sack und Pack in der Nacht zu meinen Eltern gezogen. Ich habe nachts Bianca noch angerufen und Ihr gesagt, dass ich ausgezogen bin. Ich fühlte mich erleichtert. Ein Stein ist mir vom Herzen gefallen. Endlich war ich befreit von dem Gefängnis Familie, die ich von Anfang an sowieso nicht gewollt habe, weil ich mich dafür einfach noch zu jung fühlte.
Am folgenden Freitag, den 26.04.2006 hab ich mich mit Bianca wieder in der Skihalle verabredet. An diesem Abend sind wir dann offiziell zusammen gekommen.
Nachts beim Abschied, haben wir uns dann zum ersten Mal geküsst. Es war scheiße kalt. Unsere Knie zitterten vor Kälte. Aber alles war unwichtig. Wir liebten uns.
Von diesem Zeitpunkt an war ich wohl einer der glücklichsten Menschen der Welt. Ich war über beide Ohren verliebt. Ich bereute meine Entscheidung in keiner Hinsicht. Ich fühlte mich wie neu geboren. Wie heißt es so schön? Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben. Da ist was Wahres dran.

Teil II:

Wie gesagt, ich war über beide Ohren verliebt und es folgten die schönsten Monate meines Lebens. Wir verbrachten jede freie Minute miteinander. Wenn wir arbeiten waren schrieben wir uns eben sms oder telefonierten. Nach Feierabend kam Bianca immer direkt zu mir nach Hause und wir unternahmen was gemeinsam. Den Abend verbrachten wir dann bei mir zu Hause, wo wir täglich ungestört kuscheln und Zärtlichkeiten austauschen konnten. Es war wundervoll. Wir erzählten uns alles aus unserem vorherigen Leben. Jeder hörte dem anderen interessiert zu. So erfuhr ich sehr viel von Ihren Ex-Freunden und was Sie so alles mit ihnen erlebt hatte. Im Nachhinein war das nicht gerade sehr gut für mich. Aber dazu später mehr.
Fast täglich fuhren wir zu Ihren Eltern. Sie lebte schließlich noch bei Ihnen. Am Anfang machte mir das nichts aus. Hauptsache ich war bei Ihr. Aber irgendwann nach ungefähr 3 Monaten störte mich das doch ein wenig, jeden Tag stundenlang bei den Eltern rum zu sitzen.
Schließlich hatte ich doch eine eigene Wohnung. Zwar ziemlich klein (nur ein 1-Zimmer Appartement) aber immerhin meine eigene Wohnung. Zu dieser Zeit sagte Bianca zu mir: Warum schlafe ich überhaupt noch zu hause? Ich bin ja nur noch zum Schlafen da. Da kann ich ja auch gleich bei Dir bleiben! So kam es dann, das Sie nicht nur tagsüber sondern auch nachts bei mir blieb. Mir war es recht. Denn jedes Mal, wenn Sie abends nach hause fuhr, fühlte ich mich sehr alleine. Ich war ja zu diesem Zeitpunkt noch nie alleine gewesen. Es fiel mir sehr schwer. Außerdem vermisste ich Bianca nachts so sehr, dass es mir den Schlaf geraubt hat. Also freute ich mich über Ihre Entscheidung, dass Sie ab sofort bei mir schlafen würde. Es war wunderschön zu spüren, dass Sie neben mir im Bett lag. Ich war überglücklich.
Außerdem dachte ich, vielleicht wird sich das auch mit dem jeden Tag nach Mutter fahren legen, wenn Sie eine eigene Wohnung hat. Aber das war leider nicht der Fall. Im Gegenteil!
Wir verbrachten nun noch viel mehr Zeit bei Ihren Eltern als vorher. Mich störte das ungemein. Hatte einfach keine Lust, täglich stundenlang da rum zu sitzen. Aber ich wollte keinen Streit mit Ihr, also sagte ich anfangs nichts. Hab es über mich ergehen lassen. Nach weiteren Monaten ärgerte mich das aber so sehr, dass ich es Ihr sagen musste, wie total mich das stört. Ich sagte Ihr, dass wir doch eine eigene Wohnung hätten und auch mal da unsere Zeit verbringen könnten. Sie sagte darauf, dass Sie aber Ihre Eltern sehr vermisst und außerdem würde Ihr die Decke in dem kleinen Appartement auf den Kopf fallen. Also musste eine größere Wohnung her. Sie wollte unbedingt eine größere Wohnung haben. Sie sagte, dass sie dann bestimmt mehr Zeit dort verbringen wird, weil es ja da auch viel zu tun gibt. Aufräumen, sauber machen usw. Sie hätte dann eine Aufgabe. Also schauten wir uns nach einer größeren Wohnung um. Es musste alles sehr schnell gehen, wenn es nach Ihr ging. Sie wollte schnellstmöglich aus der kleinen Wohnung raus. Schnell fand sich dann auch eine große Wohnung. Um genau zu sein, war es eine sehr große Wohnung. 4 Zimmer und insgesamt gut 95 qm. Das war übrigens die gleiche Wohnung, die ich vorher mit meiner Familie hatte. Nur eine Haustür weiter. Wir renovierten die gesamte Wohnung mit Ihrem Vater. Überall Laminatboden usw. Es war ziemlich viel Arbeit, die auch mit sehr viel Kosten verbunden war. Aber egal! Sie wollte ne große Wohnung, also bekam Sie die auch. Wir haben sogar an meinen Sohn gedacht und ihm ein Kinderzimmer eingerichtet. Obwohl Bianca sich sehr schwer damit tat, dass ich einen Sohn habe. Sie kam damit eigentlich überhaupt nicht mit klar. Oft sagte Sie zu mir: Ich wünschte dein Sohn wäre nicht da! Und dann sprach Sie stundenlang nicht mehr mit mir, weil Sie mit Ihren Gedanken nicht klar kam. Das war ziemlich schmerzhaft für mich. Denn schließlich war es mein Sohn. Aber ich liebte Sie! Was sollte ich nur tun?! Ich sagte Ihr, ich könne leider nichts mehr dran ändern. Er ist nun mal da. Aber in dem Moment brachte alles gute Zureden nichts. Ich stand plötzlich zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite mein Sohn, auf der anderen meine große Liebe. Es war echt eine verzwickte Situation. Ich wollte nicht, dass Sie darunter leidet, dass ich einen Sohn habe. So kam es, dass ich nur noch sehr wenig Kontakt zu meinem Sohn suchte. Nur um Sie nicht zu verletzen. Obwohl mein Sohn des öfteren sagte, dass er zu Papa möchte, habe ich jeglichen Kontakt vermieden.
Es kostete mich sehr viele Tränen, das durch zu ziehen. Habe sehr oft wegen meinem Sohn geweint. Aber was sollte ich tun?! Ich liebte Sie über alles und hätte zu der Zeit wirklich alles für Sie getan. Ich wusste, dass es falsch war. Aber ich fand keine andere Lösung. Ich wollte mit Ihr keinen Streit deswegen haben.

Nach einer gewissen Zeit aber hat Bianca es dann doch mehr oder weniger akzeptiert, dass mein Sohn nun mal da war, sodass er hin und wieder mal bei uns geschlafen hat. Aber so richtig guten Kontakt habe ich bewusst vermieden. Wegen Ihr. Na ja, soviel zu dem Thema Sohn.
Ansonsten war ich immer noch der glücklichste Mensch der Welt.
Wir teilten alles gemeinsam. Sogar unser Hobby war unser gemeinsames. Wir machten schließlich beide in der gleichen Band Musik. Es war wundervoll mit Ihr zusammen auf der Bühne zu stehen. Mit Ihr zusammen zu singen. Wir sangen jeden Abend von R. Williams & N. Kidmann das Lied Something stupid. Es war jedes Mal wunderschön es gemeinsam zu singen. Dieses Lied wurde zur Liebeshymne von uns. Aber es gab auch schwierige Zeiten gemeinsam auf der Bühne. Denn irgendwann kam der Zeitpunkt der Eifersucht.

Jedesmal, wenn ein paar Mädels auf der Tanzfläche tanzten, fragte Bianca mich hinterher, ob ich die hübsch finden würde. Ich sagte nur: Ich habe die gar nicht gesehen, noch beobachtet, noch würden die mich interessieren. Aber Sie glaubte mir das nicht. Jedes Mal beobachtete Sie mich, wenn irgendwelche Frauen auf der Tanzfläche waren. Es war schlimm. Ich konnte machen was ich wollte. Sie glaubte mir nicht. Dabei liebte ich Sie doch über alles. Und es interessierte mich wirklich niemand anderes. Es hätte Heidi Klum oder Claudia Schiffer vor mir stehen können und ich hätte mich garantiert für Bianca entschieden. Sie war doch meine Traumfrau. Warum nur, war Sie dann noch so eifersüchtig?! Sie hatte doch gar keinen Grund dazu!? Wie gesagt, es war sehr schlimm. Ich traute mich schon gar nicht mehr auf die Tanzfläche zu gucken, wenn da Frauen getanzt haben. Ich schaute demonstrativ in eine andere Richtung, damit Sie einen Beweis hatte, dass mich niemand anderes interessiert. Ich fing an mich zu verstellen.

Ein anderes Beispiel für die Eifersucht:
Es war Neusser Schützenfest und eine Freundin meiner Schwester, war zu Besuch in Neuss. Ich kenne Sabine schon gut 15 Jahre vom Campingplatz in Holland. Sie war die Freundin meiner Schwester. Wir trafen die beiden auf dem Kirmesplatz und Sabine kam auf mich. Sie packte mir an den Bart und sagte: Seit wann hast Du denn einen Bart? Ich versuchte gerade noch nach hinten auszuweichen. Aber es war zu spät. Bianca bekam sofort einen dicken Hals und sagte später zu mir: Wenn die das noch mal macht, hau ich ihr auf die Schnauze! Ich konnte doch wirklich nichts dafür. Bianca sprach mit mir stundenlang kein Wort mehr. Den ganzen Weg zu Fuß nach hause war Stillschweigen angesagt. Ich versuchte Sie zu beruhigen, aber vergebens. Sie war stur. Irgendwann nach ein paar Stunden Stillschweigen ist mir dann der Kragen geplatzt. Ich sagte Ihr, dass Sie nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und war richtig sauer. So war der Streit dann vorprogrammiert. Wir redeten beide kein Wort mehr miteinander. Am nächsten Tag war wieder alles in Ordnung und wir gingen rüber zu meinen Eltern. Als wir gehen wollten, ging ich noch kurz ins Zimmer meiner Schwester, um mich zu verabschieden. Meine Schwester lag noch im Bett und neben Ihr ihre Freundin Sabine. Ich sagte nur kurz Tschüß und wir gingen raus. Draußen hatte Bianca dann schon wieder ihr Gesicht verzogen. Ich merkte sofort, dass Sie wieder irgendwas hat. Sie sagte: Warum hast Du denn ins Zimmer deiner Schwester geguckt? Du wolltest doch bestimmt nur die Sabine sehen, wie die im Bett liegt!? Was wäre denn gewesen, wenn die nackt gewesen wäre?! Ich verstand die Welt nicht mehr. Ich wollte mich doch nur verabschieden sagte ich Ihr, um Sie wieder zu beruhigen. Ich hatte wirklich keinerlei Absichten. Aber es war wieder zu spät. Bianca hatte einen dicken Hals und redete wieder kein Wort mit mir. Es war wirklich schlimm. Ich konnte sagen was ich wollte, es brachte nichts. Sie schwieg wie ein Grab. Nach mehrmaligen Versuchen Sie zu beruhigen, wurde ich dann auch wieder sauer und sagte Ihr, dass Sie bescheuert ist. Und ging zum Antreten in die Stadt. Ich bin aktiver Schütze in Neuss.
Ich konnte aber keinen klaren Gedanken fassen. Ich dachte nur an Sie. Wir schrieben uns dann ein paar sms und alles war irgendwann wieder in Ordnung.

Und noch ein krasses Beispiel von Eifersucht:
Bianca und ich schauten fern. Es kam Werbung. Ich schaute weiterhin auf den Bildschirm, als die Niveawerbung kam. Dort zu sehen war eine halb nackte Frau. Ich dachte mir nichts weiter dabei. Auf einmal bekam Sie wieder den dicken Hals. Und fragte mich: Findest Du die etwa toll, oder warum guckst Du die ganze Zeit dahin? Sie nahm die Fernbedienung und schaltete um. Ich war perplex. Was habe ich nun schon wieder getan?! Sollte ich etwa weg gucken, nur weil da so ne Werbung kam? Die Frau interessiert mich doch überhaupt nicht, sagte ich zu Ihr. Aber Sie war wieder beleidigt. Wieder sprach Sie kein Wort mit mir. Ich versuchte wirklich alles, um Sie von diesen kranken Gedanken abzulenken. Es brachte alles nichts. Der Streit war wieder vorbestimmt.

Bianca hatte noch eine Schwester, die nur 2 Jahre jünger war wie Sie. Jedes mal fragte Bianca mich, ob ich Ihre Schwester hübsch finde. Oder wenn ich sie im Gespräch mal angeschaut habe, hieß es direkt: Du findest sie ja doch hübsch!? Was sollte ich nur tun. Es war doch gar nicht der Fall. Bianca war meine Traumfrau. Ich konnte es Ihr noch so oft sagen, Sie beruhigte sich nicht. Es kam soweit, dass ich jeden Blickkontakt zu der Schwester vermieden habe. Ich schaute lieber an die Decke, bevor es wieder Streit gab.
Auch Biancas Cousinen habe ich, so gut es ging, gar nicht beachtet. Geschweige denn, mal ein Gespräch mit denen angefangen. Denn jedesmal hieß es: Gib es doch zu, die sind alle viel hübscher als ich! Es war zum Verzweifeln. Auch mit der Familie mütterlicherseits habe ich, so gut es ging, jeglichen Kontakt vermieden. Es hieß immer, die sind doch voll asozial, mit denen kann man gar nicht reden. Die sind nur am saufen und reden über schmutzige Sachen. Obwohl ich überhaupt gar keine Probleme mit denen gehabt hätte, vermied ich den Kontakt. Ihr zuliebe. Die müssen gedacht haben, was ist das für ein eingebildeter Idiot. Sie wussten ja nicht, wie ich wirklich bin. Das ich es nur Bianca zuliebe getan habe.

Bianca und ich stritten sehr oft über solche Kleinigkeiten.Sie hatte einfach Komplexe. Ich hab es nicht geschafft, Ihr die zu nehmen. Ich wusste einfach keine Lösung. Bis mir auf einmal die geniale Idee kam: Reagiere einfach mal genauso, wie Sie es immer tut. Vielleicht konnte ich Ihr damit zeigen, wie schlimm das ist, wenn man so denkt und handelt. Also reagierte ich bei jeder Gelegenheit genauso krank wie Sie. Es war der Anfang vom Ende. Es war die reinste Hölle. Der Ball wurde immer wieder hin und her gespielt. Das Schlimme daran war, dass ich mittlerweile aus diesen Gedanken nicht mehr raus kam. Ich wurde genauso so wie Sie. Sie hatte mich regelrecht angesteckt mit Ihren kranken Gedanken.
Das war aber nicht der einzige Streitpunkt. Es gab noch jede Menge andere. Zum Beispiel die große Wohnung:
Wir haben uns die Arbeit aufgeteilt. Ich war fürs Staubsaugen, Putzen, Treppenhaus putzen, Einkaufen zuständig und Sie für den Rest. Das klappte vorne und hinten nicht. Jeder beschwerte sich, dass er mehr tun würde als der andere. Es kam sehr oft zum Streit. Sie war mit Ihren 20 Jahren total überfordert und ich kannte das alles auch nicht. Ich habe in der ersten Beziehung so gut wie gar nichts machen müssen. Aber ich habe meine Aufgaben immer, so gut es ging erledigt. Auch wenn es mal nicht Freitag mittag war, sondern erst Samstag morgen oder so. Aber das hat Sie total gestört. Sie verlangte von mir, das ich Freitag direkt nach der Arbeit anfange, meinen Part der Wohnung zu machen. Obwohl Sie selber erst Samstags Ihren Teil gemacht hat. Ich hab es bis heute nicht verstanden.

Gegessen wurde zu Hause so gut wie gar nicht. Obwohl wir eine top moderne neue Küche hatten. Aber wir waren ja auch nie zu Hause. Immer noch fuhren wir jeden Tag zu Ihren Eltern. Und da wurde dann abends auch gegessen. Mich störte das natürlich unheimlich. Aber ich habe wieder monatelang nur alles geschluckt. Bis es dann irgendwann aus mir herausplatzte. Ich wollte zuhause essen. Mit Ihr gemeinsam mal was kochen oder so. Aber Sie hat es nicht eingesehen. Sie sagte zu mir: Ich gehe doch jeden Mittag von der Arbeit aus was essen. Dann habe ich natürlich abends keine Lust bzw. auch gar keinen Hunger was zu essen. Ich suchte den Kompromiss. Ich sagte, Sie solle dann mittags halt nur einen Salat oder so essen, ich würde auch kochen. Ich hatte immer nach Feierabend eine Stunde Zeit, bis Sie nach hause kam. Am ersten Tag ging es noch gut. Ich habe gekocht und wir haben endlich mal zusammen gegessen. Am zweiten jedoch kam Sie nach Hause, ich war dabei zu kochen, und Sie sagte zu mir: Ich habe keinen Hunger, ich habe heute Mittag schon gegessen. Ich war stinkesauer. Hätte Ihr am liebsten den Topf vor den Kopf geschmissen. Sie konnte nicht verstehen, warum ich so sauer war. Sie sagte nur, weil Sie schon mittags gegessen hätte, wäre ich so sauer. Dass Sie mich total verletzt hat damit, hat Sie gar nicht eingesehen. Also kochte ich nicht mehr. Lass mich doch nicht zum Affen machen, dachte ich.
Sie sagte zu mir: Ich gehe mittags mit der Firma essen. Warum gehst Du denn nicht bei Deiner Mutter essen? Oder Du kochst Dir selber was!? Ich sagte, dass ich mit Ihr essen und zusammen kochen möchte. Schließlich haben wir doch eine Küche. Darauf sagte Sie zu mir: Du bist nur zu faul, Dir selbst was zu kochen! Der Streit nahm dann natürlich seinen Lauf und der Abend war wieder mal gelaufen. Völlig frustriert bin ich ins Bett gegangen und morgens ebenso wieder wach geworden. Ich wollte doch einfach nur glücklich sein. Aber ich konnte machen was ich wollte. Immer wieder kam es zum Streit.

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