| Cora / email / April
2006 Die wahre Liebe in Indien...
Es ist
ein wunderschöner Tag, an dem Anju wieder mal mit ihrem
Fahrrad zur kleinen Kindertagesstätte in ihrem Dorf
namens Umri in Indien fährt. Anju arbeitet dort um
Kindern zu helfen. In ihrem Dorf kennen sie die Menschen
als liebevoll und freundlich. Anju wohnt dort mit ihrer
Mutter Anila in einem wundervollen Haus, welches von
ihnen mit Liebe im indischen Stil eingerichtet wurde. Ihr
Vater Mehil starb vor 3 Jahren an einem Autounfall! Anju
und ihre Mutter leiden bis heute noch am Verlust ihres
Vaters und Ehe-Mannes. Anju denkt an jenem Tag, wie schon
sehr oft, dass sie die Welt umreisen will; etwas sehen;
Neues erleben, andere Kulturen und Menschen. Doch sie
kann das ihrer Mutter Anila nicht antun.
Am nächstem Morgen steht Anju fröhlich und munter auf.
Sie schaut aus dem Fenster und freut sich über den
Sonnenschein der ihr ins Gesicht scheint.
"Morgen Matrika"! Matrika heißt auf indisch
Mutter, deshalb nennt Anju sie so.
"Morgen mein Kind! Wie geht es dir an diesem
Morgen?"
"Gut geht es mir, ich werde heute an diesem
wunderschönen Tag etwas mit Soma unternehmen."
"Es ist schön, dass du dich wieder amüsieren
kannst, mein Kind! Ich habe mir schon Sorgen gemacht, ich
würde dein wunderschönes und bezauberndes Lächeln
nicht mehr sehen."
"Ach Matrika mache dir keine Sorgen um mich, mir
gehts gut...", beruhigt Anju ihre Mutter.
Schon klopft es an der Tür und Soma ist schon da.
"Tschüß Matrika"
"Pass auf dich auf mein Kind" ruft Matrika
ihrer Anju noch zu.
"Ach Soma ich mache mir so Sorgen um meine liebe
Mutter. Sie hat kaum noch Freude, ich möchte sie wieder
glücklich sehen! Nach Vaters Tod ist sie nicht einmal
mit Freunden ausgegangen."
"Das wird wieder Anju! Sie brauch Zeit, ihre Seele
ist noch nicht verheilt."
"Hmmm... vielleicht hast recht Soma" stimmt
Anju etwas zweifelhaft zu.
Die beiden sind nun in der Stadt angekommen und Soma
steht vor einem Geschäft... "Anju schau dir das
Hochzeitskleid an. Es ist so wunderschön."
"Ja" stimmt Anju etwas traurig zu. "Was
ist los?" fragt Soma unwissend. ""Es ist
so: wir stehen vor diesem Geschäft fast jede Woche. Aber
verstehst du nicht, ich werde nie die Gelegenheit haben
so was zu tragen. Niemand bittet mich um meine Hand.
Schau dich an, du bist seit langem glücklich mit Rahil
verheiratet", erklärt Anju traurig mit leiser
Stimme und gesenktem Kopf.
"Hey Anju, du findest jemanden ganz besonderes. Die
wahre Liebe - der begegnet man mit viel Glück einmal im
Leben. Denkst du etwa ich wollte von Anfang an mit Rahil
zusammen sein? Ich kannte ihn nicht einmal. Sein Vater
fragte meinen Vater, ob sein Sohn mich heiraten dürfe.
Es dauerte, bis ich meine Liebe zu Rahil entwickelte.
Aber du Anju, hast die Chance deine wahre Liebe zu
bekommen. Für die wahre Liebe ist es nie zu spät."
Mit einem zarten Lächeln schaut Anju das Kleid an.
"Komm Soma lass uns weiter" Die beiden gönnen
sich noch ein Eis im kleinem Cafe an der Ecke.
Am Abend legt sich Anju müde ins Bett. An diesem Abend
träumt Anju von einer wunderschönen Hochzeit, wie es
sich ein Mädchen nur vorstellen kann..
Am frühen Morgen wird Anju und ihre Mutter von einem
Klingeln an der Tür geweckt.
"Wer ist das nur zu dieser frühen Zeit?."
fragen sich Anju und Anila
Es ist Yuma der Sohn vom großen Firmenchef Saptarishi in
Indien.
"Mein Vater schickt mich um euch mitzuteilen, ihr
müsset nun Mehils Firma verkaufen. Seht es ein, ihr habt
keine andere Wahl. Mein Vater wird euch eine gute Summe
zukommen lassen."
"Verschwinde unfreundlicher Yuma" erwidert Anju
mit wütender Stimme und erhobener Hand
"Lass uns in Ruhe" fügt Anila hinzu.
"Wie ihr wollt, nun überlegt es euch. Wie gesagt,
ihr habt keine Wahl, mein Vater wird bald kommen. Ich
hoffe ihr habt eure Entscheidung bis dahin
geändert."
Anju schlägt die Tür wütend und fest zu.
""Dieser gemeine Mensch Saptarishi. Wie kann er
so gefühllos sein. Er hat keinen Respekt. Man sollte
ihn... Ich will es nicht mal sagen..." regt sich
Anju auf.
"Lass nur mein Kind, es ist so wie es ist. Traurig
aber leider Gottes wahr. Wir müssen verkaufen, uns
bleibt nichts anderes übrig. Wir haben kein Geld und ein
großes Haus, welches kostest. Schau es ist Vaters Werk,
das Haus - er hätte nicht gewollt, dass wir es
verlieren. Er würde sicherlich lieber seine Firma als
dieses Haus voller Liebe weggeben. Dieses Haus steckt
voller Erinnerungen an schöne Tage mit unserer Familie.
Es ist alles was uns von Vater bleibt. Diese Firma wird
uns nur Ärger, Kummer und Stress machen."
"Oh Matrika, leider Gottes hast du recht"
stimmt Anju überzeugt, doch mit trauriger und leiser
Stimme zu.
"Mutter ich werde nun zum Dorfbrunnen etwas
Spazieren gehen, nachdenken und mich beruhigen."
"Mach das mein Kind"
Beim Spazieren im Park beim schönen Dorfbrunnen macht
sich Anju viele Gedanken. Sie ist sehr traurig, dass sie
die Firma an diesen Betrüger Saptarishi abgeben müssen.
"Kopf hoch es geht weiter" flüstert sich Anju
selber aufmunternd zu. Es muss weiter gehen, um meines,
Martikas und sicherlich auch Vaters Willen.
Auf dem Weg nach Hause läuft Anju Yuma dem Sohn des
gemeinen Saptarishi über den Weg.
"Was für ein schlechter Tag, so ein Pech, das hat
mir noch gefehlt", ärgert sich Anju, ihm jetzt
über den Weg zu laufen.
"Was für eine nette Begrüßung meine wunderschöne
Anju."
"Lass das, ich bin nicht deine wunderschöne Anju.
Damit du es weißt: ihr kriegt zwar die Firma, aber
niemals die Liebe, Harmonie und Freundlichkeit die in der
Firma herrschte, als mein Vater Mehil noch lebte!",
sagt Anju mit ernsthafter und lauter Stimme zu Yuma.
"Nun, ihr habt euch also entschieden. Was für eine
wunderschöne Nachricht. Also wenn du mich fragst, ist
heute ganz und gar nicht ein schlechter Tag. Ganz im
Gegenteil ein wahrhaft vollkommener Tag, meine
bezaubernde Anju. Nun dann werde ich diese erfreuliche
Nachricht mal meinem Vater berichten."
Anju ärgert sich nur noch über Yumas unfreundliche Art.
Jetzt auch das noch: Anjus Tasche fällt hin und alle
ihre Sachen liegen auf dem Boden.
"Kann ich Ihnen wunderschöne Frau helfen?",
fragt hilfsbereit eine junger hübscher Inder.
"Vielen Dank, das ist sehr nett von ihnen."
"Oh nenn mich doch Sharukh" bittet er Anju.
"Ok Sharukh, mein Name ist Anju."
"Anju, das bedeutet: jemand der mit Herzen lebt,
gefühlvoll ist", sagt Sharukh.
"Woher weißt du das?", fragt Anju.
"Man muss doch die Bedeutung von einem so
bezaubernden Namen wissen", flirtet Sharukh ein
wenig mit Anju.
Anju fühlt sich sehr geschmeichelt, dass sie ihn richtig
nett findet. "Nun ich muss jetzt nach Hause, meine
Mutter wartet auf mich."
"Warte, wenn du willst, fahre ich dich Anju",
fragt Sharukh.
"Danke aber ich wohne hier vorne in dem weißen
Haus", bedankt sich Anju.
"Du bist die Tochter von Mehil?" fragt Sharukh.
"Du kennst meinen Vater?", fragt Anju.
"Ja natürlich kannte ich ihn. Er war so ein netter
Mann, er gab meiner Mutter Arbeit, obwohl sie nie Bildung
bekam, aber er war so freundlich und wusste, sie braucht
Arbeit. Es ist einfach schade, dass er sterben
musste."
"Ja das ist es, ich liebe ihn heute noch so
sehr", erzählt Anju Sharukh traurig, doch mit einem
netten Lächeln.
"Ok ich muss nun wirklich gehen, meine Mutter
braucht mich", sagt Anju.
"Ich hoffe bis bald, es wäre schön, wenn wir uns
wieder sehen könnten Anju", verabschiedet sich
Sharukh freundlich und mit der Hoffnung, Anju wieder zu
sehen.
Anju lächelt und geht nach Hause.
Hallo Matrika, ich bin wieder daheim",
begrüßt Anju ihre Mutter.
Meine Anju, wo warst du denn so lange. Ich habe
einen Anruf von Saptarishi bekommen. Er wird morgen
kommen, um mit uns den Vertrag zu unterschreiben. Er ist
so gefühllos, ich merkte, was er für Schadenfreude
hatte. So ein Fiesling!", berichtet Anila ihrer
Tochter mit trauriger und sehr verzweifelter Stimme.
Matrika bitte rege dich nicht auf. Er wird die
Firma bekommen aber niemals das, was dort drin steckt:
Vaters Liebe und Freude zur Arbeit. Weißt du, ich habe
heute einen netten jungen Mann kennen gelernt, sein Name
ist Sharukh. Er kannte Vater. Vater gab seiner Mutter
einen Arbeitsplatz in seiner Firma, obwohl sie nie
Bildung bekam. Sharukh war Vater sehr dankbar dafür.
Verstehst du, was ich damit meine Mutter? Diese
Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wird Saptarishi
niemals bekommen!", überzeugt Anju ihre Mutter mit
netter und überzeugter Stimme.
Du hast recht Anju, wir sollten stolz drauf sein,
dass Vater so vieles und gutes für viele Menschen
gemacht hat", stimmt Anila ihrer Tochter nun auch
überzeugter Stimme zu.
Nun ich werde jetzt schlafen gehen Mutter, ich muss
morgen wieder zur Arbeit", sagt Anila.
Gute Nacht schlaf gut mein Kind.
In dieser Nacht denkt Anju über viele Sachen nach. Sie
hat zwei Gefühle in sich: einmal das gute und doch
leider noch etwas schlechtes. Sie denkt darüber nach,
keine Sorgen mehr wegen dieser Firma zu haben, und sie
wünscht sich immer noch so sehr ihre wahre Liebe zu
finden. Kennt sie die Person schon oder kennt sie die
Person noch nicht? Vor dem Schlafengehen betet Anju noch
ein paar Zeilen aus ihrem Lieblingsgebet:
*Du verlangst nach Liebe, und die Nacht ist kurz im Monat
Chaitra. Also eile, wünschst du zeitig noch nach Haus zu
kommen.*
Jayadeva sang dies seinem Fürsten Raja Sib Singh Rup
Narayan. Schon schläft Anju gemütlich und mit einem
kleinen müden Lächeln ein.
.....
Anju aufstehen, du musst arbeiten. Hey du
Schlafmütze", weckt Anila ihre Tochter.
Ist ja schon gut Mutter ich bin ja schon wach. Du
hast mich aus so einem wunderschönen Traum geholt. Ich
habe meine wahre Liebe kennen gelernt", erzählt
Anju ihrer Mutter am frühen Morgen mit müder Stimme und
kleinen Augen.
Mein Schatz, das wird auch nicht nur ein Traum
bleiben. Ich bin mir sicher, bald wirst du deine wahre
Liebe finden".
Auf dem Weg zur Arbeit denkt Anju über diesen netten
Mann von gestern nach. Wohnt er hier im Dorf",
fragt sich Anju ahnungslos? Nun ist Anju an der
Kindertagesstätte angekommen und begrüßt alle Kinder
und die anderen Mitarbeiter. Auf einmal am
Nachmittag...........
Anju, komm mit da ist Besuch für dich",
erzählt ein kleines Kind. Wirklich wer denn?
so Anju.
Ich bin es. - Es ist Sharukh.
Hallo Sharukh, woher weißt du, dass ich hier
arbeite?", fragt Anju sehr überrascht und erfreut.
Deine Mutter hat es mir bei einem Tee gesagt, sie
ist eine sehr nette Mutter", sagt Sharukh mit netter
und freundlicher Stimme. Du hast mit meiner Mutter
Tee getrunken?", fragt Anju.
Ja ich wollte dich besuchen und da warst du nicht
da, deine Mutter fragte mich so ob ich einen Tee mit ihr
trinken wolle", erzählt Sharukh.
Ja meine Mutter mag einfach jeden Menschen. Sie ist
eine gute Frau zu jedem nett und hilfsbereit."
Anju ich muss jetzt leider wider gehen, es würde
mich freuen, wenn ich dich heute Abend zum Essen
ausführen dürfte", fragt Sharukh Anju.
Gerne, nur ich weiß nicht, ob meine Mutter Hilfe
braucht.
Ich habe deine Mutter schon von meinem Vorhaben
erzählt, sie sagt, du sollst dich heute Abend
amüsieren. Ich hole dich um 8.00 Uhr bei dir zuhause
ab. Ok Sharukh bis dann, ich freue mich
schon", verabschiedet sich Anju mit überraschter,
doch hörbar glücklicher Stimme.
.....
Anju ist verliebt, Anju ist verliebt, Anju ist
verliebt" singen die Kinder aus der
Kindertagesstätte. Anju wird ganz rot und fragt sich
selber: Bin ich verliebt? Anju wird immer
roter, denn ihr wird gerade bewusst, sie habe nun endlich
ihre wahre Liebe gefunden. Anju verabschiedet sich noch
schnell und fährt mit schnellem Tempo auf ihrem alten
Fahrrad nachhause........
Mutter du musst mir helfen, was soll ich nur
anziehen. Mutter ich bin verliebt!", schreit Anju
ganz aufgewirbelt und aufgeregt durchs Haus. Hallo
mein Kind, ich habe dir ein bezauberndes Kleid auf dein
Bett gelegt, welches ich früher bei meiner ersten
Verabredung mit deinem Vater trug.
Oh, Matrika dieses Kleid ist so schön. Ich danke
dir. Wie findest du ihn?", fragt Anju ihre Mutter
mit großen glücklichen Augen.
Er ist ein sehr netter Mann. Er hat Anstand und
Benehmen, das gefällt mir. Ich denke er ist sicherlich
der richtige Mann für dich, wie du es verdienst mein
Kind", sagt Anila ihrer Tochter Anju.
Schon klingelt es an der Tür. Es ist Sharukh. Anju ist
warnsinnig aufgeregt.
Die beiden fuhren zu einem richtig schönen Restaurant
direkt am Strand. Anju strahlte den ganzen Abend vor
Freude. Du siehst so wundeschön aus heute Abend
Anju, dieses Kleid ist wunderschön. Ich mag es wie du
deine Harre trägst", beschmeichelt Sharukh Anju.
Die beiden verstanden sich den Abend über prächtig.
Anju war seit dem Tod ihres Vaters nicht mehr so
glücklich. Sie wusste nun, dies ist meine wahre Liebe.
Sie erinnert sich an die Worte ihrer Freundin Soma. Sie
hatte recht. Der Abend lief weiter gut.
Als der Abend fast vorbei war, bekam Anju ihren
Nachtisch. Als sie die Haube vom Teller nahm, sah sie
einen Ring. Sie schaute Sharukh an und war völlig
aufgelöst, ihr kamen schon die Tränen.
Anju als ich dich das erste Mal im Park traf, sah
ich in deine Augen und wusste du bist es. Ich verliebte
mich auf den ersten Blick in dich. Ich weiß du bist die
wahre Liebe. Ich möchte dich fragen, willst du meine
Frau werden?
Ja Sharukh ich will, an jenem Tag fühlte ich das
gleiche. Es war Liebe auf den ersten Blick!"
Die beiden näherten sich und küssten sich eine lange
Zeit. Anju schossen dabei viele Gedanken durch den Kopf,
wie sehr ihr Leben sich nun verändern würde.
Beide wahren nun überglücklich. Sie liebten sich so
sehr. Nach 2 Monaten heirateten Anju und Sharukh.
Die beiden sind viele Jahre glücklich, bekamen zwei
wunderbare Kinder.
.....
Eines Tages.....
Sharukh wurde schwer herzkrank, genau wie Anjus Vater.
Als Anju nach Hause kam...
Hallo mein Schatz.
Doch sie bekommt keine Antwort.
Sie ging mit Befürchtung und zitterndern Knien die
Treppe hoch.
Sharukh wo bist du", rief Anju ins Haus
herein. Sie ging langsam ins Ehezimmer. Sie sah Sharukh,
ihr kamen die Tränen und der Schrecken rutschte ihr in
die Kehle. Sie weinte mit lauter Stimme und brach in sich
zusammen.
Nein, lieber Gott wie konnte das passieren. Wie
tust du mir das an. Ich liebe ihn so sehr. Ich habe doch
schon meinen Vater verloren."
Wut, Verzweiflung, Trauer und Schmerz bohrten sich ganz
tief in ihr Herz.
©
Coralie Mentil
Zusatz: Diese Geschichte habe ich frei erfunden! Freue
mich über eure Meinungen LG.Cora
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| Kurdin / April
2006 "Du sollst nie mehr
weinen"
"Das
wollte ich nicht
Bitte, Geena, es tut mir so
leid." Dann küsste er sie ein letztes Mal und
verschwand im Dunkel der Nacht. Soeben hatte er mit ihr
Schluss gemacht. Sie stand da und sah ihm weinend nach,
wie er verschwand und sie konnte es nicht fassen.
"Das wollte ich nicht" schwirrte es immer
wieder durch ihren Kopf. "Es tut mir so leid."
Das sind Sätze, die sie wohl nie mehr vergessen wird.
"Wenn er es nicht wollte, warum hat er es dann
getan?" Sie lehnte sich gegen die Wand und weinte,
sie ließ alle Tränen fließen, die sie hatte - Tränen
der Wut & der Verzweifelung. Ihr Blick fiel auf ein
Foto, das auf dem Tisch lag. Greg hatte es gerade eben
dort hingelegt. Auf dem Foto waren Geena und Greg zu
sehen, lachend & glücklich. Sie nahm das Foto und
zerriss es, immer noch weinend, in hundert kleine
Einzelteile.
"Greg, ich liebe Dich doch so sehr, warum machst du
das mit mir?" Sie ließ sie sich immer noch weinend
auf ihr Bett sinken. Sie rollte sich unter der Decke
zusammen und wollte nie wieder aufstehen! Sie schluchzte
und weinte, bis sie endlich einschlief.
Plötzlich wurde sie von einem lauten Knall geweckt. Sie
schreckte hoch und wusste gar nicht, was passiert ist.
Das Geräusch kam auf jeden Fall von draußen.
Verschlafen ging sie zum Fenster und dachte an wieder an
Greg. Wie oft hat sie aus dem Fenster gesehen, wenn er
gegangen ist? Plötzlich war sie hellwach. Im
Scheinwerfer eines Autos sah sie Greg auf dem Boden
liegen. Sofort rannte sie nach draußen. Sie kniete sich
neben ihrer großen Liebe nieder und weinte noch mehr als
vor ein paar Stunden. Sein Gesicht war blutverschmiert.
Es rann seinen Mundwinkel hinab. Der Autofahrer war total
fassungslos & begriff anscheinend nicht, was er getan
hat. Er rief Polizei & Krankenwagen an.
Geena streichelte Greg über die Wange und flüsterte ihm
zu. "Greg, ich liebe Dich. Ich werde dich immer
lieben!" Er öffnete seine Augen und sah sie an.
"Geena
" flüsterte er. Er versuchte zu
lächeln. Er hob eine Hand und legte sie auf Geenas
Wange. "Ich liebe Dich auch, Geena, für immer. Es
tut mir so leid
" Geena weinte jetzt nur noch
mehr. Sie nahm seine Hand drückte sie und flehte Gott
an, ihn am Leben zu lassen. Wie sollte sie denn ohne ihn
leben? Der Kummer der letzten Stunden war vergessen. Sie
wollte nur noch, dass er weiterlebte. Alles andere war
egal. "Ich wollte dich nie verletzen, Geena. Das
musst du mir glauben." Diese Worte kamen nur mühsam
von seinen Lippen. "Ja, ja, ich glaube dir. Greg,
bitte, bleib bei mir. Ich liebe dich doch so sehr."
Greg sah sie an, lächelte noch einmal und schloss die
Augen. Sein Kopf sank langsam zur Seite. Seine Hand, die
eben noch auf Geenas Gesicht gelegen hatte, wurde
schlaff. Geena ergriff sie, bevor sie auf den Boden
aufschlug. Tränen verschleierten ihre Augen. Sie schrie
und weinte und klammerte sich an Gregs Hand...
Dann kam der Krankenwagen. Geena wurde zur Seite
gestoßen, aber sie wollte doch bei Greg bleiben. Sie
wollte ihn nicht alleine lassen. Er wurde untersucht,
aber nur kurz. Dann sah Geena, wie der eine den anderen
anblickte und den Kopf schüttelte. Geena sah das und
weinte jetzt noch mehr, als sie sowieso schon weinte. Sie
zitterte am ganzen Körper und blickte schnell von einem
zum anderen und dann wieder zu Greg. Sie glaubte, dass
sie nie mehr aufhören könnte zu weinen. Einer der
beiden stand auf und kam auf Geena zu. Er hielt etwas in
der Hand. Der Mann überreichte ihr einen Zettel, den er
bei Greg gefunden hatte. "Ich nehme an, Sie sind
Geena? Es tut mir leid." Geena nahm stumm den
Zettel, sah ihren Namen und faltete ihn auseinander:
"Liebe Geena,
ich hoffe, du kannst mir verzeihen. Ich habe geglaubt,
ich liebe dich nicht mehr, aber ich habe mich so geirrt.
Ich liebe Dich mehr als mein Leben. Das habe ich in den
letzten Stunden, die ich ohne Dich war, festgestellt. Ich
liebe dich für immer, mein Engel und ich will nie mehr
dafür verantwortlich sein, dass du weinen musst. Ich
will immer für dich da sein. In ewiger Liebe.
Greg."
Neue Tränen stiegen Geena in die Augen. "Wenn du
wolltest, dass ich nie mehr weine, warum hast du mich
dann verlassen?"
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