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Liebesgeschichten

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Julia_sunshine / Januar 2007

Das Scheitern einer Beziehung

Ich denke an ihn immer noch jeden Tag, obwohl seit drei Monaten Schluss ist. Ich meine, ich war ja diejenige die die Beziehung beendet hat, aber warum finde ich im Inneren keinen Frieden.
Warum vermisse ich ihn immer noch? Warum denke ich noch jeden Tag an ihn? Warum weine ich, wenn ich mit ihm spreche? Warum tut es weh ihn zu sehen? Warum habe ich den Wunsch, dass er mich noch immer lieben soll, denn ich bin doch selber in einer Beziehung & das eigentlich glücklich, auch wenn jetzt einer sagen würde, dass das nicht sein kann, aber ich bin wirklich glücklich, doch habe trotzdem all die Gedanken.
Er sagt mir auch, dass es ihm weh tut mich mit einem anderen zu sehen & mir gehts da genauso.
Ist es vielleicht einfach die gemeinsame Zeit?, denn vier Jahre sind ja auch nicht wenig oder ist das nach einer Beziehung normal.
Manchmal denke ich darüber nach, was denn gewesen wäre, wenn wir mehr miteinander geredet hätten anstatt uns immer zu streiten. Ich denke darüber nach, was wohl gewesen wäre, wenn ich ihn nicht über ein Jahr lang betrogen hätte & es mich innerlich total zerfressen hat, dass ich mich einfach von ihm entfernt hab.
Ich war erst fünfzehn als ich mit ihm zusammen gekommen bin & war einfach neugierig auf andere Erfahrungen, suchte Abenteuer, wollte das Kribbeln Ist das die Rechtfertigung für mein Verhalten? Was wäre gewesen wenn ich ihn erst jetzt kennen gelernt hätte, wäre es genauso ausgegangen?
All die Fragen quälen mich & ich suche die Schuld für das Ende unserer Beziehung.
Ich trage sicherlich eine Menge dazu bei, denn ich bin ein Mensch, der nie damit zufrieden ist, was er wirklich hat. Ich muss es lernen, mein Glück zu akzeptieren & nicht ständig Fehler an dem anderen zu suchen.
Ich bin wirklich eine komplizierte Frau, aber vielleicht gibt es noch viel mehr Frauen denen es genauso geht. Ich habe ständig das Gefühl, dass alles perfekt sein muss. Ich checke die Männer regelrecht ab & wenn nur eine Sache, die noch so klein ist, mir nicht passt, entfällt mein Interesse, trotz all den positiven & guten Eigenschaften, die sie dann haben. Aber nein,mir passt wieder etwas nicht & damit mache ich immer wieder mein Glück kaputt.
Mein Ex Freund hat alles für mich gemacht. Er hat mich die vier Jahre wirklich jeden Tag so geliebt wie am ersten. Hat trotz vieler Schwierigkeiten um unsere Liebe gekämpft & mir mein Fremdgehen verziehen. Ich habe ihn wegen einem anderen verlassen.., er hat mich angerufen & es nie aufgegeben um mich zu kämpfen. Er hat vieles mit angesehen, was ihn sehr verletzt hat, ihn innerlich zerstört hat, aber er war immer wieder da, wenn ich ihn gebraucht habe & ich habe alles kaputtgemacht, viel zu viel an mich gedacht.

Ich habe Angst, dass mich nie wieder jemand so lieben wird, wie er das getan hat, dass nie wieder jemand so kämpfen wird, wie er das getan hat, dass nie wieder jemand Nachts aufstehen wird um mich egal von wo abzuholen & mich nach jedem Streit anrufen wird um mir zusagen, wie sehr er mich liebt & braucht.
Ich denke dass viele Menschen vor ihrem Glück selbst weglaufen. Ich hatte Angst, dass mich die Beziehung irgendwann mehr unter Kontrolle hat, als ich mich selbst, hab viele Gefühle nicht zugelassen & nur selten das zurückgegeben, was ich von ihm bekommen hab.
Und nun habe ich Angst, dass ich diese Beziehung, die nun auch sehr gut läuft, auch kaputtmache. Habe Angst, dass ich wieder anfange Aufmerksamkeit bei anderen zu suchen & ihn verletzte, denn ich wünsche mir wirklich, dass wir zusammen bleiben. Ich denke ich gehöre zu den Menschen, die immer das Gefühl haben, es gibt noch was besseres & denken, dass ihr leben noch perfekter sein könnte, dass sie noch den perfekteren Mann haben könnte, dass sie jemanden noch mehr lieben könnte.
Warum geht man denn nicht davon aus, dass man schon das Perfekte hat, den Perfekten hat?? Denn jede Beziehung hat irgendwann auch schlechte Phasen. Man muss lernen, darüber zu reden, für das Glück zu kämpfen, lernen zu lieben, zu akzeptieren & einander zu tolerieren. All das muss ich noch lernen, denn es ändert sich nichts daran wenn man wegläuft, weil das im ersten Moment einfacher ist. Ich denke, dass das die Gründe sind, warum so viele Beziehungen scheitern.
Es liegt nicht immer an den Männern, denen vorgeworfen wird, dass sie nicht zuhören können, oder den Frauen zuwenig Aufmerksamkeiten schenken. Oft liegt es auch an den Frauen der heutigen Gesellschaft, die nie genug vom Besten bekommen & für das Scheitern einer Beziehung verantwortlich sind.

Liebe ist die stärkste Macht der Welt, doch sie ist auch die schwierigste & demütigste von allen..
Julia

Bambi / Januar 2007

Die Mauer am Hafen

Da bist du. Du sitzt neben mir auf der kalten Mauer am Hafen. Und vor uns das Meer. Endlose Weiten und gigantische Macht! Schon seit Stunden sitzen wir hier und schweigen... Du siehst in meine Augen, aber ich kann deinen Blick nicht erwidern, obwohl ich es doch so sehr liebe in deinen tiefgründigen und wunderschönen Augen zu versinken! Aber wo früher Schönheit war ist nur noch Schmerz. Und wo Liebe war ist nur noch Hass. Deine Augen erzählen Geschichten über Enttäuschung und Schmerz, welchen ich in diesem Maße nicht kannte! Ich kann nicht in deine Augen sehen. Aber in dem kurzen Moment wo sich unsere Blicke trafen, schien die Zeit still zu stehen. In diesem kurzen Moment wo sich unsere sehnsüchtigen Blicke trafen und aneinander festhielten!
Doch mit der Zeit blieb auch dein Herz stehen... dein verletztes und zerbrechliches Herz! Du hast gesagt, dass du mich magst, aber kann man einem Herzen trauen, welches selbst belogen wurde? Kann man von einem Menschen verlangen, einen nicht zu verletzen, wenn diesem Menschen auch Schmerz zugefügt wurde? Doch dieser Moment verschwand so schnell wie er kam und ich ließ, wie meinen Blick auch meine Gedanken über diese grenzenlosen Weiten des Meeres ziehen. Weit weg von der Realität und von dir..... weit weg von dem Menschen der mir mehr bedeutet als ich mir selbst!
Meine Gedanken werden vom Geräusch deines Feuerzeuges wieder in die Wirklichkeit katapultiert! Aufgeschreckt sehe ich dich an, aber ich schaue nicht in deine traurigen Augen! Ich betrachte deine Hände. Ich durfte noch erfahren wie zärtlich deine Hände sein können, aber jetzt sehe ich sie nur noch, wie sie lieblos die Zigarette an deine Lippen führen! Auch deine Bewegungen haben sich verändert. Damals war jede von ihnen wie eine kleine Zeremonie... so andächtig.... Aber jetzt bewegst du dich so normal.... wie jeder andere! Ich mochte dich doch aber weil du nicht so warst wie die anderen, weißt du noch?
Ich bewundere dich jedoch immer noch! Alles was du tust ist irgendwie einzigartig... unbeschreiblich!
Stumm legst du mir deine Jacke um meinen zitternden Körper. Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass mir kalt war. Ich muss es ihm sagen... das bin ich ihm schuldig! Immer wieder höre ich diese Worte tief in mir. Und du sitzt neben mir und ziehst immer wieder an deiner Zigarette.
Ich rückte näher an dich heran und halte mich an dir fest! Verwundert sahst du mich an! Du legtest deinen Arm um mich und ich war irgendwie erstaunt, aber so wie ich jetzt in deinen Armen liege fühle ich mich sehr wohl! Und ich sehe dir nach langer Zeit in deine traurigen Augen. Da höre ich diese Stimme im tiefsten innern meines Herzens. Jetzt oder nie! Deine Blicke ruhten lange auf meinen Augen, bis ich meine Stimme, wie aus weiter Ferne sagen hörte:

Ich liebe dich

Zusatz: Ich habe diese Kurzgeschichte für jemanden geschrieben der mein ganzes Leben aufgebaut und dann wieder zerstört hat. Ich werde diese Person immer lieben. Er hat mir gezeigt was das Leben ist und er hat mir gezeigt was wahre Schmerzen sind... doch ich lasse ihn nicht gehen!

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