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Liebesgedichte

eigenes Gedicht?

von *Orakel-im-Web* - Besuchern

 
Sunny / Oktober 2005

Dass es so was gibt

Des Lebens Ruf an uns wird wohl niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
So endet das Gedicht von Hermann Hesse.
Drum zieh aus.
Zieh aus meinem Herzen aus,
meiner Seele
und aus meinem Verstand,
bevor nur noch eine Ruine übrig ist und ich mich nie mehr davon erholen kann.

Ich würde dich gerne hassen können.
Aber es geht nicht.
Ich habe es wirklich versucht.
Ich habe gehofft, dass ich an dir etwas entdecke, das mich so sehr stört
oder anwidert, dass ich dich vergesse kann.
Aber da gibt es nichts.
Im Gegenteil - es macht dich noch liebenswerter,
deine Unsicherheiten, deine Sensibilität...
Wie soll man auch jemand hassen können,
der mit einem seelenverwandt zu sein scheint?!
Was ich mir ja nicht eingestehen will...

Ich habe schon so vieles versucht,
dich zu vergessen,
zu verdrängen,
doch zu meinem Erstaunen, tauchst du immer wieder auf.

Selbst davonlaufen von dir (oder eher von mir selbst ?),
hat nicht wirklich viel Sinn und bringt nichts.
Ich hatte sogar ein einjähriges Laufprojekt angefangen.
Und es hatte Erfolg.
So dachte ich in meiner grenzenlosen Dummheit zuerst.
Es macht(e) mir Spaß, erfüllt(e) mich und einen Traum von mir.
Aber wenn ich geahnt hätte, was kam...
Wenn ich geahnt hätte, dass es mich letzten Endes noch näher zu dir bringt statt fort.
Wenn ich geahnt, hätte, dass du die gleiche Leidenschaft hast wie ich...
Ich weiß nicht, ob ich es dann getan hätte...

Manchmal wünschte ich, dass ich alles vergessen könnte...
eine Gehirnerschütterung mit Gedächtnisverlust wäre nicht schlecht...
aber ich habe Angst.
Angst, dass meine Seele dich wiederfinden würde.
So wie sie dich überall erkennt;
So wie sie schon vorher weiß,
dass du irgendwo im Raum anwesend bist
bevor meine Augen dich sehen
oder mein Verstand an dich denken konnte.

Aber es ist noch schlimmer.
Meine Seele weiß nicht nur, dass du irgendwo im Raum anwesend bist
und sei er noch so groß,
sondern auch genau wo.
Dass es so was gibt...
Dass man so empfinden kann,
hätte ich nicht gedacht.
Es überfordert mich fast.
Alles in mir schreit nach dir;
sehnt sich nach dir.
Doch da ist nichts.
Du fehlst.
Hörst du mich rufen?
Zurück bleibt eine schreckliche Trauer und Verzweiflung.

Es hat keinen Sinn.
Ich muss mir wohl endgültig eingestehen, dass ich dich liebe,
wie ich noch nie jemanden geliebt habe.
Ob ich nun Angst vor meinen Gefühlen habe oder nicht.
Ob ich nun Angst vor dem lauernden Abgrund in mir habe oder nicht.
Ob ich dich eigentlich nicht lieben darf oder nicht.
Ob es mein Leben so viel komplizierter macht oder nicht.
Denn ich liege nachts so oder so wegen dir wach.
Ob ich nun will oder nicht,
ob es mir bewusst ist oder nicht.
Es spielt daher keine Rolle mehr.
Und ich kann nicht mehr gegen dich ankämpfen,
gegen den festen Platz, den du in mir hast.
Ich habe den Kampf verloren und aufgegeben.
Denn ich habe erkannt: wie soll man gegen sich selbst kämpfen?
Gegen den zweiten Teil seiner Seele?
Aber dass es so was gibt...

Und es bleibt der Traum,
dass du mich anlächelst
und dein Blick mehr ausdrückt,
als Worte je sagen könnten,
dass deine Finger zärtlich über meine Haut streichen
und dein Mund nur noch die Worte flüstert: " Ich liebe dich",
bevor wie uns unserem Glück hingeben...

Zusatz: Die Geschichte bzw. das Gedicht ist wahr!!! (und noch nicht zu Ende) - Alles wurde wirklich erlebt! In meiner tiefsten Verzweiflung und größten Not schrieb ich mir dies von der Seele...

Schokoblume / Oktober 2005

Entfernte Liebe

Ich will nicht gehen ohne dich,
doch ich muss lassen dich im Stich.
Du wirst schon sehn, alles wird gut,
verlassen darf uns nicht der Mut.

Ich werde immer an dich denken
und mein Herz, das wird mich lenken.
Ich liebe dich, vergiss das nicht !
Sonst bricht mein Herz und weint um dich...

Zusatz: Ich habe dieses Gedicht aus Langeweile erfunden.... doch Schatz ?? Wenn wirklich mal passieren sollte, dass ich gehe... dann denk an dieses Gedicht !!!
Ich liebe dich

Kurdin / email / Oktober 2005

Ich dachte es sei Liebe

Ich dachte immer, es sei Liebe,
sich in der Nähe einer Person wohl zu fühlen.
Ich dachte immer, es sei Liebe,
wenn man sich auf diese Person mehr freut als auf alles andere.
Ich dachte immer, es sei Liebe,
wenn man jemanden hat, auf den man sich immer verlassen kann
und weiß, dass auch er/sie nur für dich da sein will.

Doch das sind die Gedanken eines kleinen Jungen,
der nicht wusste, wie er über die Liebe zu denken hatte.
Seit ich dich kenne, weiß ich, was Liebe ist,
man denkt nicht über sie nach,
man spürt sie.

Ich liebte es, an dich zu denken.
Ich liebte es, deine Nähe zu spüren.
Ich liebte es, dich einfach nur ansehen zu können.
Ich liebte es, deine Lippen auf meinen zu spüren.
Ich liebte dich...

Und nun? Nun sitz ich hier und denk an dich.
Nun bin ich wieder allein und denk an dich.
Ich liebe es, an dich zu denken,
doch ich fühle mich klein dabei...

Und erst jetzt habe ich erkannt,
was Liebe für mich bedeutet,
sich nach einem Menschen zu sehnen,
nur ihn zu wollen,
alles mit ihm zu teilen,
sich vorstellen zu können,
sein Leben mit ihr teilen zu können.
Und doch ist alles was ich weiß nur eines:
Dass ich dich liebe...

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