'Strange
Stories'
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Vorhang auf
| Wer die Sprache liebt und
täglich zur Feder greift, um sich mit Hilfe seiner
Fantasie zu entspannen, entwickelt im Laufe der Zeit
einen sehr intensiven Blick für das Leben, nicht nur
für sein eigenes, sondern auch für alles, was um ihn
herum bis in die entferntesten Winkel kreist. Wenn sich
dann noch eine große Neugier auf alles Unbekannte dazu
gesellt, erweitert sich der Horizont ungemein. Erfahrung,
Intuition und unerklärliche Erlebnisse tun das Ihrige,
dass er die Welt in einem außergewöhnlichen Licht
sieht. Dies trägt ihm nur allzu oft den Ruf eines Narren
in der Gesellschaft ein. Aber sollte ihn das stören?
Sicher nicht. Denn es gibt sie, diese sonderbaren
Erlebnisse, die sich aus vielen Mosaiksteinchen zu einem
Ganzen fügen, das geistig verarbeitet werden will und
doch nicht kann, bis...ja bis der Blick des Schreibenden
plötzlich an etwas hängen bleibt, das er schon hunderte
Mal gesehen und übersehen hat. Dann wird er stutzig und
gräbt in seinem Gehirn nach Anhaltspunkten um zu
verstehen. Und wenn er Glück hat, findet er eine
Brücke. Meine Brücke für einen mir sehr wichtigen Lebensabschnitt ist ein rotes Blechschild, das fünf durch Stanzen hervorgehobene Tiere zeigt, weiß-schwarz. Ich kaufte es vor einigen Jahren, weil mir die dazu gehörigen Sprüche sehr gefielen und ich eine Aufmunterung für mich selbst brauchte. Eigentlich wollte ich es an meine Bürotür hängen, zur Abschreckung sozusagen. Diese Tiere fand ich in einem Autorenforum wieder, eingebettet in Gedichte und Kommentare, die ich zwar sehr aufmerksam las, aber dabei nicht an mein rotes Blechschild dachte. Ich war nur fasziniert, ohne zu wissen weshalb. Ich schreibe in jenem Forum nicht mehr. Warum? Das ist eine lange Geschichte, die hier nicht interessiert. Die Erinnerung an meine aktive Zeit dort ist jedoch noch sehr frisch; so frisch, dass ich mir einbilde, die Worte zu hören. Und es passt zusammen, mein Schild und das im Forum Erlebte. Selbst zwei meiner Einträge dort wenn nicht noch mehr - sind Teil davon, ohne dass es mir zu jener Zeit beim Schreiben bewusst war. Sie möchten Genaueres wissen? Es ist alles sehr verwoben. Ersparen Sie mir die Einzelheiten! Wie soll ich jetzt mit der Fülle der Gedanken umgehen, um den geneigten Lesern mit einem Augenaufschlag und einem Zwinkern zuzuwinken, ohne dass sie sich bloß gestellt oder missverstanden fühlen? Natürlich als Narr, oder vielleicht als Gockel? Wer täglich... |
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Zusatz: Eine erlebte Geschichte Mittendrin so
bittersüß, |
Eine Geschichte von Pully / Oktober 2007
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Kennwort Orakelstory
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