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Oktober 2003 Eine Tat aus Liebe
Es war
alles wie immer. Ich sah gelangweilt aus dem offenen
Fenster. Draußen war alles grau und nebelig. Irgendwie
entsprach dieses Wetter genau meiner momentanen
Gemütsfassung. Es begann zu regnen. Ich fröstelte.
Meine Augen suchten das Bild an der kahlen Zimmerwand -
Sein Bild. Und daneben hing mein Kalender, der in
großen, fetten Buchstaben das heutige Datum anzeigte,
den 13. Januar 2000. "Oh nein", dachte ich mir,
"nur nicht daran denken, nicht an ihn und nicht an
den 13. Januar." Verzweifelt versuchte ich mich
abzulenken, versuchte an etwas anderes zu denken, mir
etwas Schönes vorzustellen. Doch es gelang mir nicht.
Immer wieder schweiften meine Augen über das Bild, ganz
so als würden sie jeden einzelnen Wesenszug aus dem
jungen, unbekümmerten hübschen Gesicht einfangen
wollen. Eine Träne rollte mir über die Wange. Und
plötzlich sah ich alles wieder vor mir:
Es passierte am 13. Januar vorigen Jahres, trotz des
eisigen Wetters, und der Tatsache, dass ein Schultag war,
war ich heute einfach rundum glücklich. Für zwei
Menschen war dieser Tag nämlich nicht gewöhnlich, nein
er war etwas ganz Besonderes, so wie eben diese zwei
Menschen auch etwas Besonderes waren. Diese zwei Menschen
waren ich und mein damaliger Freund Alex. Ab genau diesem
Tag waren wir ein Jahr zusammen. Es war ein glückliches
Jahr gewesen, in dem wir auch viel Spaß hatten. Wir
hatten sogar schon geplant zu heiraten, wir wollten zwei
Kinder, 1 Haus und einen Garten. Ich würde daheim
bleiben und für uns sorgen, während Alex arbeiten ging.
Doch soweit sollte es nicht kommen. An diesem Tag verflog
die Schule ziemlich schnell, total abgehetzt kam ich zu
Hause an. Nachdem ich mich umgezogen und das Essen,
welches mir meine Mutter noch schnell vorgesetzt hatte,
runtergeschlungen hatte, wollte ich nur noch eins: Zu
Alex. Ich rannte also aus dem Haus, da sah ich Alex auch
schon auf der anderen Straßenseite stehen und auf mich
warten. Er winkte mir zu. Glücksgefühle stiegen in mir
hoch, wie ich ihn da so mit offenen Armen dastehen sah,
ich rannte also weiter, über die Straße, bei welcher
mir meine Mutter schon als Kleinkind eingeschärft hatte,
stets vorsichtig zu sein, da hier die Autos immer zu
schnell fuhren, oh wie viel würde ich jetzt darum geben,
hätte ich auch nur dieses eine Mal auf sie gehört, dann
wäre Alex jetzt wohl noch am Leben. Ich rannte also
über die Hauptstraße, das einzige was mich noch von
meinem Liebsten trennte, und übersah dabei einen
heranfahrenden PKW. Danach überschlugen sich die
Ereignisse. Ich kann mich nur noch düster an einen
schrillen Schrei erinnern, der eindeutig von Alex stammen
musste, und an seine Hand, die mich wegriss. Bevor alles
um mich herum schwarz wurde, sah ich nur noch wie er von
dem PKW erfasst, und zu Boden geschleudert wurde. Als ich
dann später im Krankenhaus wieder erwachte, schrie ich
verzweifelt nach Alex. Aber als ich in die traurigen und
verschlossenen Gesichter meiner Eltern sah, wusste ich,
dass Alex nie wiederkommen würde. "Betty, Betty
hörte ich die Stimme meiner Mutter aus der Küche, ich
seufzte, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht, stand
auf, schloß das Fenster und ging aus dem mittlerweile
eiskalten Zimmer.
(c)
Elisabeth Leitner
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| Valentina / Oktober
2003 Eine Liebe die nie hätte
funktionieren können...
Es war
silvester 2000. ich dachte damals: na toll und das solls
sein? meine beste freundin laura verliebte sich in
manuel. sie taten fast alles zusammen und ich kam mir in
ihrer gegenwart immer wie das 5. rad am wagen vor. es war
eben silvester und was sollte ich anderes tun? zu dritt
gingen wir auf ne party, die echt scheiße war. so machte
ich mich auf den weg nach hause. die 2 verliebten gingen
zu manuel wo bereits ER(bastian) wartete. ich kannte ihn
aus der schule geredet habe ich nie wirklich mit ihm.
doch das änderte sich an diesem abend. laura rief mich
an. sie wollte ein wenig privatsphäre doch bastian war
da und jemand sollte sich mit ihm beschäftigen.
puuuh..dachte ich mir damals der ist sowas von
unsymphatisch.. doch mein eindruck täuschte, er war
total nett und wir verstanden uns auf anhieb... eine sms
kam sogar in dieser nacht noch und es folgten in den
nächsten wochen immer mehr. er bemühte sich total um
mich. das gefiel mir total gut.
schließlich wurden wir ein paar. wir waren von da an
unzertrennlich. wir erlebten eine schöne zeit und auch
krisen. doch dann 10 monate später erlebten wir etwas
prägendes, was uns unser ganzes leben verbinden
wird...der 1.sex. wir liebten uns hemmungslos und das
schweißte uns noch mehr zusammen. doch auch diese zeit
geht mal vorüber und wir stritten uns fast täglich...
irgendwann fuhr ich in den urlaub allleine mit einer
freundin und er blieb alleine, als ich zurück kam und
mich mit ihm aussprechen wollte merkte ich erst: es war
alles vorbei - er hatte ein neues mädchen kennengelernt
- nach 2 jahren beziehung, einfach so! es tat so weh..
dieser schmerz war unerbittlich, ich konnte nicht essen,
schlafen usw. wir telefonierten und ich heulte mich
extremst aus. schrie ihn an und beschimpfte ihn, es war
horror. doch es war noch immer was da und das andere
mädchen verschwand aus seinem leben. oder besser gesagt
er aus ihrem leben.
wir versuchten einen neuanfang, nachdem er mich auf knien
angebettelt hat zurück zu kommen und das tat ich dann
auch... eine zeitlang lief es noch so etwa 3 wochen, doch
dann war alles vorbei... wir trennten uns und das war
damals die schlimmste zeit in meinem leben. wir schliefen
zwar von zeit zu zeit immer noch miteinander - aber es
war nicht das selbe. jetzt ist es schon ein jahr her,
dass wir uns getrennt haben. wir telefonieren noch
manchmal, aber es wird nie wieder so sein. nie
wieder...........
Zusatz:
das war sie - meine erste große liebe die ich fand...
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| Girly / Oktober
2003 Einmal und das wars
Ich war
in der 10. klasse, abschlussfest im juli, auf einer
wiese. wir waren alle richtig schön am feiern, alle
heilfroh, dass es in die 11 ging, bzw. in die ausbildung
und ich fühlte mich großartig, hatte eine SUPERTOLLE
laune.
Auf einmal fiel uns auf, dass sich drei jungs, die bei
uns in der parallelklasse waren, am rande der wiese
rumdrückten. Ich ging sofort hin, war wie gesagt richtig
gut drauf und schloss sehr schnell freundschaft mit
ihnen. wir tranken einiges zusammen und waren uns alle
drei auf anhieb sympatisch. Die folgenden sommerferien
verbrachten wir fast nur noch zu viert, wir waren
schwimmen, essen, genossen unsere zeit, fühlten uns frei
und waren einfach nur gut drauf. Und es kam wie es kommen
musste - ich verknallte mich total in einen von den
dreien, er sah hammergut aus und wir verstanden uns
blendend. das dumme dran war: ich war noch mit einem kerl
zusammen, allerdings lief es schon längst nicht mehr so
gut in der beziehung und ich hatte auch vor, schluss zu
machen.
Und dann, an einem abend kam meine chance. es war knallig
warm und wir sind an einen see gefahren, rumgealbert, das
übliche. später als es dunkel war, wollte ich noch eine
runde schwimmen, aber keiner sonst ausser ihm - wir sind
in eine einsame bucht geschwommen, haben uns geküsst,
aber nur zaghaft, ich wollte mehr, aber ich konnnte nicht
- meine beziehung schwirrte mir zu sehr im kopf herum.
Ich habe es hinterher so sehr bereut und tu es auch jetzt
noch, dass ich da so abgeblockt habe, es war mir wirklich
ernst mit dem jungen.
Aber ich habe gedacht, wir hätten noch alle zeit der
welt und ich würde ne bessere gelegenheit finden - mein
fehler, wie sich hinterher rausstellte! wir haben nie
wieder drüber geredet, sind zurückgeschwommen und nach
hause gefahren. drei tage später machte ich mit meinem
freund schluss und wir trafen uns nochmal alle - und wie
gross war mein schock, als ich erfuhr, dass der junge
inzwischen ne freundin hatte - etwas richitg ernstes wie
mir seine kumpel versicherten. seitdem haben wir nix mehr
unternommen, die schule fing an und irgendiwe schlief
alles ein.
Aber vor 2 tagen hab ich ihn wiedergesehen, in einer bar.
er gab mir ein bier aus, war superlieb und erzählte mir,
es wäre mit seiner freundin schluss und alles.
irgendwann, wie es kommen musste, hingen wir aneinander.
dann sind wir raus, in den nächsten park und da ging das
ganze auch ein bisschen weiter. das schlimme ist, ich war
so geblendet ihn wiederzusehen, sämtliche gefühle waren
wieder hochgeschwappt, ich war so glücklich in seinen
armen zu liegen, ihn zu küssen, es war unbeschreiblich.
Aber wir wussten beide, es würde nur für einen abend
sein, danach wäre nix mehr... und in dem augenblick war
es ok, absolut ok - ich wusste worauf ich mich einließ.
Aber am nächsten morgen, nachdem ich aufgewacht war -
ich konnte nicht mehr! er hat sich nicht gemeldet, gar
nix! und das hat mich so runtergezogen, ich merkte, dass
da doch ein bisschen mehr an gefühlen war, als ich
dachte.
Ich bin im moment am boden zerstört, ich wünschte
wirklich, ich könnte es rückgängig machen!
Zusatz:
die geschichte ist wirklich wahr und ich hoffe, ich bin
nicht die einzige, die so eine enttäuschung erlebt hat.
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