| brokenheart /
Dezember 2003 die erste grosse letzte
liebe
Damals
war ich 15. Ich und mein Freund Mark waren gerade mit dem
Auto seines Freundes unterwegs. Er wollte ihn treffen und
mich ihm vorstellen. Wir kreuzten uns 3 mal auf der
Strasse, bis wir endlich am selben Ort parkiert hatten.
Er schaute mich nicht mal an - das erste was Chris tat,
war zu seinem Wagen zu laufen, um zu schauen, ob alles in
Ordnung ist. Danach kam er zu mir, sagte kurz Hallo und
ich sah zum ersten mal in diese Augen, von denen ich
nicht dachte, dass ihr Blick mich einmal so glücklich
machen kann, aber auch so verletzen würde. Ich mochte
ihn nicht, er war mir unsymphatisch, kam mir eingebildet
vor und unfreundlich.
In der nächsten Zeit war er immer dabei wenn mark und
ich was unternahmen. Das nervte mich. Dann kam mir die
Idee, ich könnte doch mal meine Schwester Carla
mitnehmen - vielleicht würde ja was aus den beiden. Doch
es sollte anders kommen. Es stellte sich heraus, dass
meine Carla und Mark früher in einer Klasse waren und
sie redeten viel miteinander. Ich wurde Nebensache. Mit
Chris bin ich auch noch nicht warm geworden, dass ich
mich mit ihm hätte unterhalten können. Doch dann
passierte das Unglaubliche: Als wir alle beim Picknick
waren, klaute Chris mein Feuerzeug und warf es in die
Feuerstelle. Alle lachten und sagten, was er doch für
ein Idiot sei "nur Chris bringt es fertig, das ein
Feuerzeug explodiert". Diese Aktion blieb nicht ohne
Folgen, denn in dem Augenblick sah ich ihn aus einem ganz
anderen Licht und habe mich Hals über Kopf in ihn
verliebt.
Ich weiss nicht, ob er es merkte oder ob ich ihm
gegenüber plötzlich offener wirkte. aber er fing an,
mich zu beachten, mit mir zu reden, zu lachen, mich zu
necken...
Eines Tages fragte er mich dann, ob es mich nicht stört,
das mein Freund immer mit meiner Schwester rumhängt.
Nein es war mir egal, ich empfand nichts mehr für ihn.
Am selben Abend noch, als wir alle vier bei Chris einen
Film anschauten, passierte es dann: Mark wollte mit mir
reden. Das Gespräch war kurz: "es tut mir leid,
aber ich habe mich in deine Schwester verliebt".
"Es muss dir nicht leid tun, ich habe mich in deinen
besten Freund verliebt". Meine Schwester und Mark
wurden sofort ein Paar. Bei mir und Chris war es etwas
schwieriger. Als Chris und ich allein waren, im
Wohnzimmer auf dem Boden in Decken gehüllt, fragte er,
warum ich so still sei. Ich sei verliebt, antwortete ich.
Ohne dass ich es erwähnte, wusste er, dass ich ihn
meinte. "Mir geht es genauso, aber das mit uns wird
nicht funktionieren. Du bist 15 ich bin 26".
"Aber Alter spielt doch keine Rolle und ausserdem
sehe ich aus wie 19 und du wie 22 - also". "Was
würden deine Eltern sagen? "Meine Mutter würde
dich mögen."
Aber er wollte es nicht zulassen, zu gross war seine
Angst. Ich weinte und er nahm mich in den Arm. Ob ich ihn
denn so mag, fragte er. Ich sagte immer nur ja und
schlief in seinen Armen ein. So ging es immer weiter.
Zwischen uns waren zwar Berührungen, aber nichts zu
Auffälliges und er hielt sich sehr zurück. Doch dann,
eines Tages konnte er nicht mehr und küsste mich. Ich
hab noch nie einen Kuss als so schön empfunden, war
dabei noch nie so glücklich, hatte noch nie so lange
sehnsüchtigst auf diesen Moment gewartet. Ich war im 7.
Himmel, ich liebte ihn.
Wir waren ein halbes Jahr zusammen und galten als das
Traumpaar schlechthin. In dieser Zeit haben wir viel
zusammen durchgemacht: meine Vergewaltigung, den
plötzlichen Tod seines Vaters, Verachtung mancher Leute,
seine Probleme, meine Probleme. Doch nach diesem halben
Jahr machte er zum ersten Mal Schluss. Er war den ganzen
Tag nicht da, ich wusste, dass er bei seiner Ex war. Am
Abend kam er nach Hause - ich wohnte mittlerweile bei
ihm. Ich fragte, warum er die ganze Zeit bei ihr war, ob
er mich nicht mehr liebt, wie es weitergeht und dann, ob
es aus sei? Das einzige was er sagte war: "Du weisst
es". Keine Erklärungen, keine Gründe, einfach
nichts. Im Nichts stehen gelassen von dem wichtigsten
Menschen in meinem Leben.
für mich brach eine Welt zusammen, ich konnte nicht
aufhören zu weinen, dann der Selbstmordversuch. Die
Monate danach habe ich nur vor mich hinvegetiert, habe
abgenommen, war bleich, sah schlecht aus. Ich betete jede
Nacht zu Gott, er möge zurückkommen und wenn das nicht,
darum, ihn vergessen zu können.
Doch dann passierte etwas. Ich ging nach 4 Monaten wieder
mal in den Ausgang, genau in die Bar, in der ich immer
mit Chris war. Er war da! Zuerst ging er an mir vorbei,
doch dann blieb er stehen und fragte mich, ob er Hallo
sagen dürfe. Ich lächelte nur, er setzte sich zu mir an
die Bar und wir redeten übers Wetter, wie's mir geht,
wie's ihm geht - das Übliche eben. Dann plözlich sagte
er, er schulde mir noch was. "Was?" fragte ich
und dann küsste er mich. Und genau in dem Moment, als
unsere Lippen sich berührten, fing unser Lied an zu
spielen, das Lied, bei dem wir uns das erste Mal geküsst
hatten.
Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorging. Ich
zitterte am ganzen Körper. Er hat es noch am selben
Abend seiner Freundin gebeichtet und mit ihr Schluss
gemacht. Wir waren also wieder ein Paar. Ich war wieder
glücklich. Doch das sollte nicht lange halten. Nach
einem Monat hat er wieder Schluss gemacht. Und mein
Leiden begann von vorn. Und nochmal kamen wir zusammen
und wieder lief genau dann unser Lied. Aber auch das
hielt nicht lange und er hat Schluss gemacht. Jetzt sind
wir seit über einem halben Jahr getrennt und ich könnte
noch so viele Dinge erzählen, die passiert sind - wie er
mich noch viele Male verletzte, mir viel Male Hoffnungen
machte. Aber wenn ich das alles erzählen wollte, müsste
ich einen Roman schreiben. Ich sehe ihn jede Woche um
Woche im Ausgang.
Ich versuche mir immer einzureden, dass ich ihn nicht
mehr liebe - aber umsonst. Ich weiss nicht, ob es
irgendwann enden wird. Ich habe schon ein paar andere
Typen kennengelernt, aber in jedem Gesicht suche ich das
seine. In allen Augen das Schimmern seiner Augen. In
jedem Lachen den Klang seines Lachens. Doch nirgends
finde ich es und muss immer wieder feststellen, dass
keiner je seinen Platz in meinem Herzen einnehmen kann.
Ich liebe ihn über alles, obwohl er mich so verletzt
hat. Viele verstehen jetzt vielleicht nicht, wie man
jemanden lieben kann, der einem so viel Schmerz zufügt -
ich verstehe es ja selbst nicht mal. Ich wünsche
niemandem so eine Liebe, denn ich weiss, ich werde erst
aufhören ihn zu lieben, wenn ich meine Augen für immer
schliessen werde. Klingt kitschig, ich weiss, aber
vielleicht kann mich irgendjemand verstehen......
Zusatz:
Diese Geschichte ist nicht erfunden. Ich denke, die
letzten 2 Jahre in denen ich diesen Mann kenne, sind die
einschneidensten meines Lebens. Einige denken vielleicht,
wie lanweilig, andere wie blöd ich sein muss, wie blind.
Wahrscheinlich werde ich erst erkennen, was ich hätte
tun sollen, wenn es zu spät ist!!!!!
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| Melek / email /
Dezember 2003 Schicksal
Es fing
alles 1994 an. Das war das Jahr der Liebe, Freiheit und
Experimentierfreude. Ich steckte mitten in der Pupertät
und meine Gefühle fuhren Achterbahn. Ich fand jeden
Jungen süß und verliebte mich recht schnell in jeden,
der mir nur kurz Hallo sagte. Bis ich Ihn traf. Er war
der Bruder meiner besten Freundin und als ich ihn sah,
spürte ich schon, dass es mehr war, als nur ein
einfaches Verliebtsein. Ich konnte nicht mehr schlafen
und wollte nur noch in seiner Nähe sein. Wir kamen auch
zusammen - was für mich die glücklichste Zeit
überhaupt war. Bis er abgeschoben wurde. Wir wurden
einfach so auseinander gerissen ohne Vorwarnung. Es war
ein Schock für mich und ich litt entsetzlich. Der
Kontakt brach ab, bis 1996 plötzlich abends das Telefon
klingelte. Meine Mutter gab mir das Telefon und sah mich
fragend an. Ich ging ran und fragte wer dort sei.
"Ich bin es, Ünal," antwortete eine mir
vertraute Stimme. Meine Knie wurden weich, mein Herz
schlug schneller. Ich konnte im ersten Moment gar nicht
antworten, mein Hals war wie zugeschnürt. Auch er sagte,
dass er total weiche Knie hätte und sich freut, meine
Stimme zu hören. Er hätte mich die zwei Jahre nicht
vergessen können. Die Nummer hatte er von seiner
Schwester, die noch in Deutschland lebte und immer noch
mit mir befreundet war. Auch sie hatte bis dato keinen
Kontakt zu Ihrem Bruder gehabt. Wir versprachen uns am
Telefon, von nun an in Kontakt zu bleiben. Gesagt getan -
wir telefonierten jeden Abend. Alles Kleingeld was ich
hatte, steckte ich in die Telefonzelle, um mit meiner
Liebe zu sprechen.
Bis ich es Ende 1997 nicht mehr aushielt. Ich brach meine
Lehre ab, kaufte mir ein Flugticket für Istanbul und
flog rüber. Ich wurde sehr herzlich von seiner Familie
empfangen. Als ich vor ihm stand, wusste keiner von uns
beiden so recht, was wir tun sollten. Nach zehn Minuten
des Anstarrens, fielen wir uns in die Arme. An diesem Tag
begann eine glückliche Zeit. Ich zeriss mein Visum, denn
keiner sollte uns mehr trennen. An Weihnachten rief ich
meine Eltern an und sagte ihnen, dass ich mich in der
Türkei befinde, bei meinem "Mann" und nicht
mehr wiederkommen würde. Sie konnten es nicht glauben
und baten mich, wieder heimzukommen. Was ich nicht tat.
Kurz vor meinem achtzehnten Geburtstag verlor ich meine
Unschuld und es war wunderschön. Doch schon einen Monat
später machte das Schicksal mir einen Strich durch die
Rechnung. Ünal musste zur Armee. Nun war ich gezwungen,
nach Deutschland zurück zu gehen und dort zu warten, bis
die achtzehn Monate Armee um waren. Denn seine Eltern
waren arm und es war unmöglich, dass ich dort wartete.
Das Geld hätte nicht für drei Personen ausgereicht.
Schweren Herzens ging ich nach Deutschland zurück. Ich
schrieb ihm täglich Briefe und rief ihn jeden zweiten
Tag an oder er mich - bis der Kontakt plötzlich abbrach.
Es kam keine Antwort mehr auf meine Briefe und wenn ich
anrief, kam ich nicht durch. Nach einem Monat ohne ein
Zeichen von ihm kamen mir schreckliche Gedanken in den
Kopf. "Hat er eine andere gefunden?". Diese
Frage spukte von morgens bis abends in meinem Kopf rum.
Auch seine Schwester wusste nicht, was los war. Mein Herz
tat weh und ich versuchte mich damit abzufinden, dass ich
ihn nie wieder sehen würde. Ich versuchte ihn zu
vergessen und, um das Ganze zu erleichtern, heiratete ich
den Erstbesten, der mir über den Weg lief. Drei Monate
nach der Hochzeit, ich war im zweiten Monat schwanger,
klingelte mein Handy. Ich ging ran und es war Ünal.
Voller Freude erzählte er mir, dass er jetzt mit der
Armee fertig sei und er sich nicht melden konnte, da er
in Ismet die Erdbebenopfer bergen und helfen musste, dort
alles wieder herzurichten. Ich solle nun rüber fliegen,
damit wir heiraten können. Ich hätte mich am liebsten
in Luft aufgelöst. Meine Eltern schienen ihm nichts
gesagt zu haben, als er nach meiner Handynummer
verlangte. Also fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und
sagte ihm, dass ich verheiratet sei und im zweiten Monat
schwanger. Er legte sofort auf. Ich saß da und hatte das
Gefühl innerer Leere und Hilflosigkeit. Ich hätte am
liebsten die Zeit zurückgedreht. Denn der Mann den ich
geheiratet hatte, war ein echter Psychopath. Es gab
keinen Tag, an dem ich keine Schläge bekam oder
gedemütigt wurde. Ich liebte ihn nicht. Und zu wissen,
dass ich umsonst geheiratet hatte, weil meine Bedenken
Ünal gegenüber umsonst waren, wurmten mich erst recht.
Zwei Monate nach diesem Anruf traf ich seine Schwester
und sie erzählte mir, dass jetzt auch Ünal geheiratet
hat. Ich war am Boden zerstört und unglücklich.
Die Jahre vergingen. Mein Ex-Mann sitzt hinter Gittern,
da er mir mit einer Eisenstange den Schädel halb
zertrümmert hatte. Ünal ist auch geschieden, hat zwei
Kinder und lebt noch bei seiner Ex-Frau, da in der
Türkei der Mann für die Frau immer noch da sein muss.
Allein schon wegen den Kindern. Meine Tochter ist drei
Jahre alt und ich bin immer noch alleine. Den ich kann
keinen anderen lieben. In meinem Herzen ist schon seit
1994 nur ein Mann: Ünal. Ab und zu telefonieren wir noch
und er sagt mir auch immer wieder, dass er keine andere
Frau als mich lieben kann. Aber ob wir jemals wieder
zusammenfinden, steht in den Sternen. Das Schicksal hat
uns getrennt.
Wird es uns auch wieder zusammenführen? Ich gebe die
Hoffnung nicht auf.
Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zusatz:
Das ist mein wahres Leben. Und ich leide immer noch, dass
ich nicht mit dem Mann glücklich sein darf, den ich
liebe.
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| Kira / Januar 2004 Die Liebe
meines Lebens
Vor etwa
2 Jahren habe ich ihn das erste Mal gesehen, es war auf
einer Party und ich hatte die erste Erfahrung mit
Alkohol. Plötzlich fand ich mich auf seinem Schoß
wieder, ich hab ihn geküsst. Nachts bekam ich sms von
ihm, ich habe ihm geantwortet und wir haben uns die
nächsten Tage geschrieben. Doch ich war so unreif, er
wollte eine Beziehung, ich hatte keine Ahnung davon. Also
hab ich angefangen ihn zu verarschen, ich wusste es nicht
besser! Irgendwann war es ihm zuviel, Kontakt ist
abgerissen, er hat mich gehasst. Doch die Anziehungskraft
zwischen uns ist nicht weggegangen!
Ein Jahr später haben wir uns wieder getroffen...
Diesmal war ich diejenige die sich verliebt hat. In seine
Augen, in seinen Mund! Er hat mich auch nicht vergessen
können und wir kamen zusammen. 2 Monate waren die
glücklichste Zeit meines Lebens. Zum ersten Mal habe ich
gewusst, was es heißt zu lieben und wiedergeliebt zu
werden. Ich war wie im Traum! Mein Leben schien perfekt
zu sein... Ein Kuss von ihm und ich habe zwischen Himmel
und Erde geschwebt. Meine Eltern haben ihn geliebt. Ich
mochte seine Mutter auch gerne...
Doch dann war es ein Tag vor Weihnachten. Er hat Schluss
gemacht und ich habe mich gefühlt, als wäre die Welt
über mir zerbrochen! Ich wollte sterben, hätte mich am
liebsten umgebracht! Nur meine Freundin war für mich da.
Ich habe ihn manchmal gesehen, ein paar Mal bin ich
zusammen gebrochen. Jetzt ist ein Jahr vergangen und wir
sind Freunde. Doch wenn ich ehrlich bin - ich liebe ihn
immer noch.
Nie wieder will ich jemand anders lieben, das schwöre
ich. Er weiß es nicht, er denkt, wir sind gute Freunde.
Er weißt nicht, dass ich jede Nacht weine, wenn ich ihn
gesehen habe, jede Nacht weine, wenn ich ihn nicht
gesehen habe! Er wird es nie erfahren, denn nie hat mich
ein Mensch so sehr verletzt wie er mich!
Zusatz:
Die Geschichte ist wahr... es ist meine Geschichte, die
ich wohl nie vergessen werde.
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